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Wenn im Museum das Licht ausgeht von Birgid und Bastian Groscurth

Rezension von Christine Schlicht

 

Im Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main wohnt Zähnchen, eine Maus mit etwas zu groß geratenen Vorderzähne. Manchmal trifft sie des Nachts auf den Fuchs, der wissensdurstig durch das Museum streift. Der wohnt eigentlich als ausgestopftes Tier mit seiner Familie in einem großen Glaskasten, doch einen Fee hat ihm versprochen, dass er ab und an nachts seinen Wissensdurst stillen kann. Da er der Fee dafür versprochen hat, sein Wissen anderen weiterzugeben, erzählt er nur zu gern Zähnchen von seinen Entdeckungen.

 

In dieser Nacht folgt der Fuchs den riesigen Fußspuren, die in den Dinosauriersaal führen. Dort treffen sie auf die Skelette ausgestorbener Dinosaurier und Mammut, sowie den Urelefanten. Von dort aus geht es weiter zu heutigen Riesenviechern – dem Elefant und der Anakonda, die Zähnchen gar nicht gefallen will. Noch beeindruckender finden beide die Skelette von Walen. Natürlich wird Zähnchen darüber aufgeklärt, dass Wale keine Fische sind!

 

Der Weg der beiden führt sie in die Säugetierausstellung, wo sie auf Gorillas, Löwen, Bison und Bären treffen – natürlich alle ausgestopft. Man kann den Weg der beiden im Übrigen auf isografisch dargestellten Schnitten der Museumsgeschossen am Beginn des Buches nachvollziehen. Die beiden bewegen sich nun durch das 1. Geschoss, in dem auch die Fische, die Reptilien und Amphibien und die Vögel untergebracht.

 

Nach diesem Rundgang gehen die beiden noch ins Obergeschoss, wo es erst recht unheimlich wird, denn dort lauern im Halbdunkel eine Menge sechs- und achtbeiniger Ungeheuer. Ungeheuerlich ist die Seespinne wirklich, denn sie ist die größte Krabbe überhaupt. Der Pfeilschwanzkrebs jedoch ist ein Überbleibsel aus der grauen Vorzeit. Ansonsten gibt es dort oben noch sogenannte Dioramen. Dort stehen ausgestopfte Tiere in Sichtkästen mit Fototapeten, die ihren natürlichen Lebensraum darstellen.

 

Hier endet der Rundgang für diese Nacht und Zähnchen verabschiedet sich von seinem Freund dem Fuchs.

 

 

 

Ein Museumsführer der anderen Art. Verpackt in eine nette Geschichte wird hier den Kindern Wissen zu den einzelnen Stationen des Museums vermittelt. Alle Seiten sind in einen Bildteil mit Darstellungen der einzelnen Räume des Museums und einen Textteil unterteilt, in dem der Fuchs Zähnchen von den ausgestellten Tieren erzählt. Das entsprechende Fachbuchwissen wird zusätzlich in Blasen in den Bildern vermittelt. Für 4-jährige ist das ein bisschen zu hoch und etwas zu viel zu lesen, aber da können beim Museumsbesuch ja noch die Eltern nachhelfen. Für ältere Kinder ist jedoch ein praktischer und sehr aufschlussreicher Museumsführer, der auch sehr schön aufgemacht ist.

 

Ein Minuspunkt, wenn auch nicht für die anvisierte Leserschaft, sind die doch recht grob gestrickten Figuren der Maus und des Fuchses. Die Ausstellungsstücke sind sehr detailliert und genau dargestellt, vermutlich sind sie nach Fotos der Räumlichkeiten angefertigt worden. Dagegen sind Fuchs und Maus sehr einfach gehalten und mit groben Linien gezeichnet. Sie passen nicht wirklich dazu.

 

Trotzdem, mit diesem Buch wird ein Museumsbesuch für die Kinder bestimmt ein gutes Stück spannender. Von daher eindeutige Kaufempfehlung, wenn man den Kindern neben den interessanten Dinosauriern noch die anderen Museumsteile nahe bringen will. Vielleicht treffen sie ja Zähnchen und den Fuchs.

 

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Wenn im Museum das Licht ausgeht

Auf den Spuren von Dinosauriern, Walen und Elefanten.

Von Birgid und Bastian Groscurth

Gebundene Ausgabe: 48 Seiten

Verlag: Baumhaus Medien; Auflage: 1 (April 2006)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3833904666

ISBN-13: 978-3833904660

ab 4 Jahre

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.08.2007, zuletzt aktualisiert: 08.01.2015 10:59