Wenn jemand den Teufel an die Wand malt, könnte es schwer werden, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Wer arm wie eine Kirchenmaus ist, kann schimpfen wie ein Rohrspatz und kommt doch auf keinen grünen Zweig. Und wer jetzt nur noch Bahnhof versteht, kann wohl ohnehin nur noch die sprachlichen Waffen strecken.
Wer den Teufel an die Wand gemalt hat, verrät auch dieses kleine Redensarten-Wörterbuch nicht, dafür aber, woher die Redensart kommt. Bei manchen Redensarten weiß man natürlich, woher sie kommen oder kann es zumindest schlussfolgern. Bei anderen ist die Herkunft wirklich überraschend. Und natürlich sind auch welche dabei, bei der man in eine völlig falsche Richtung raten würde. Zumindest für mich waren auch Redensarten dabei, die mir vollkommen unbekannt sind. Bei anderen kenne ich eine etwas andere Bedeutung, als hier genannt wird.
Vollständigkeit kann dieses Buch selbstverständlich nicht in Anspruch nehmen. Dafür gibt es einfach zu viele, und oft ist die Abgrenzung, ob man eine Wortgruppe als feststehende Redensart definieren kann, nicht klar zu entscheiden. Interessant ist die Lektüre jedenfalls, denn oft werden Zusammenhänge sichtbar, die man nie geahnt hätte. Auch der Unterhaltungswert ist in vielen Fällen nicht gering.