Wer will schon einen Vampir? (Autorin: Lynsay Sands; Argeneau-Saga Bd. 8)
 
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Wer will schon einen Vampir? von Lynsay Sands

Reihe: Argeneau-Saga Bd. 8

Rezension von Christel Scheja

 

Und weiter geht es mit der munteren Verkupplungsaktion von Lyndsay Sands, die schon vor einer ganzen Weile ihre fiktive Argeneau-Familie um weitere Angehörige erweitert hat, um diese ebenfalls munter mit jungen menschlichen Frauen zusammen finden zu lassen.

Man kann die Romane zwar unabhängig voneinander lesen, die Autorin baut aber auch immer wieder kleine Hinweise darauf an, wie es anderen Pärchen ergangen ist oder lässt diese auch kurz auftreten.

 

Nachdem sie ihre Kinder glücklich unter der Haube weiß und auch mit den Schwiegerkindern zufrieden ist, beschließt Marguerite, mehr aus ihrem Leben zu machen und beginnt Privatermittlerin zu werden. Doch schon der erste Fall – sie soll jemanden in Europa aufspüren wird zu einem Desaster, denn sie verschwindet überraschend.

Das ruft die anderen auf den Plan. Bastien, der die Argeneau-Firma leitet, bittet seinen Cousin, der ebenfalls als Detektiv arbeitet, seine Mutter wieder zu finden. Und so begibt sich der gerade einmal zweihundert Jahre alte Vampir ebenfalls nach Europa.

Doch seine Suche wird dadurch behindert, dass ausgerechnet Inez Urso, die Angestellte der Firma, die sich in Europa um ihn kümmern soll, als seine Lebensgefährtin erweist. Er merkt dies erst, als er seinen Hunger an ihr stillt und von ihr trinkt, weil keine Blutkonserven vor Ort sind, und die Sache verkompliziert sich noch, als er mit Drogen vergiftetes Blut zu sich nimmt und über sie herfällt.

Auch Inez ist nicht begeistert über die Enthüllungen, denn das widersprich allem, was sie bisher als gute Katholikin gelernt hat. Allerdings fasst sie sich recht schnell, denn sie ist auch eine vernünftige moderne Frau.

Das ist recht gut so, denn die Leute, die Marguerite entführt haben, bemerken nun auch Thomas und beschließen zu handeln.

 

„Wer will schon einen Vampir?“ ist immerhin der achte Band der „Argeneau“-Serie und man kann nicht mehr erwarten, dass das Buch immer noch so frische Ideen bietet wie am Anfang, sondern eher Routine ausstrahlt.

Das ist tatsächlich der Fall, denn diesmal lässt die Autorin den Aufhänger vollends außer acht und konzentriert sich eigentlich nur auf die Liebesgeschichte, die mit einem dummen Zufall beginnt. Fast schon ein wenig naiv lässt sie Thomas Argeneau auftreten und handeln.

Ganz Gentleman sträubt er sich, die junge Frau zu beißen, bis er eine andere Wahl mehr hat, und ist tief erschüttert und geradezu hilflos, als sich sein Gegenüber als der einzige Mensch entpuppt, den er nicht beeinflussen kann, um die Erinnerung zu löschen.

Da auch Inez nicht auf den Kopf gefallen ist, gibt es erst einmal ein gewisses Durcheinander. Man muss der Autorin zu Gute halten, dass sie die lustigen Momente und Klischees nicht überstrapaziert.

Alles in allem kann das aber auch nicht darüber hinweg helfen, dass die Geschichte nur leidlich spannend ist. Gerade wenn man die anderen Romane kennt, weiß man ohnehin, auf was das ganze hinaus läuft, ohne dass es noch irgendwelche Überraschungen gibt. Wirklich neues zum Hintergrund erfährt man übrigens auch nicht mehr.

 

Alles in allem ist „Wer will schon einen Vampir?“ zwar sehr gut zu lesen, kommt aber inhaltlich leider nicht über ein solides Mittelmaß hinaus.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202406151715506b34c1ba
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Wer will schon einen Vampir

Reihe: Argeneau-Saga, Bd. 8

Autor: Lynsay Sands

broschiert, 351 Seiten

LYX/Egmont Verlagsgesellschaften, Köln, erschienen Juni 2010

Übersetzung aus dem Englischen von Ralph Sander

Titelbildgestaltung von Hildendesign unter Verwendung div. Motive von shutterstock

ISBN-10: 380258323X

ISBN-13: 978-3802583230

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 23.07.2010, zuletzt aktualisiert: 05.05.2024 14:19, 10769