Wie die Göttinnen auf die Erde kamen (Autor: Reinhold Zitzlsperger)
 
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Wie die Göttinnen auf die Erde kamen von Reinhold Zitzlsperger

Rezension von Christel Scheja

 

Manchmal sind es spontane Ideen, die zu Geschichten führen. Reinhold Zitzlsperger war schon in seiner Jugend Fan der phantastischen Literatur und hat sich deutlich von den großen Klassikern wie etwa von Isaac Asimov, Stanisław Lem und nicht zuletzt Ursula LeGuin prägen lassen. Das merkt man seinem Debüt Als die Göttinnen auf die Erde kamen deutlich an.

 

Die Klimakatastrophe veränderte die Erde in den letzten zweihundert Jahren deutlich. Zwar gelang es vorher noch, den Mars zu besiedeln, doch dieser ist ressourcenarm geblieben, so dass letztendlich eine Expedition auf die Erde zurückkehrt, um festzustellen, wie es mittlerweile dort aussieht.

Auf der Erde haben die Menschen Mittel und Wege gefunden, um in den Ruinen der Zivilisation zu überleben. Während einige einen naturnahen Weg gefunden haben und die Hilfe der »Göttinnen« begrüßen, gibt es natürlich auch die, die aus allem nichts gelernt haben. Und schließlich erwacht auch noch eine andere Gefahr.

 

In seiner Geschichte vereint der Autor sehr viele Themen auf einmal, die sicherlich eine ganze Reihe von Romanen hätten füllen können. So kann er auch gar nicht wirklich dem gerecht werden, was er vermitteln will.

Das liegt auch ein wenig an der Vielzahl der Figuren aus deren Sicht kleine Stücke der großen Geschehnisse erzählt werden. Einige lernt man dadurch besser kennen, aber nicht genug, um eine Bindung aufzubauen. Bei anderen wird zwar eine bestimmte Motivation deutlich, aber leider werden diese dann nicht mehr aufgegriffen.

Der Autor spielt mit menschlichen Eigenarten, die vermutlich auch in der Zukunft immer wieder die Geschichte der Welt ändern werden. Er bietet den Ewiggestrigen ebenso Raum wie den Progressiven, lässt Anschauungen aufeinander treffen, wobei erstere generell schlechter wegkommen.

 

Ein wenig Action ist auch mit dabei, aber dennoch kann das die Längen, die stellenweise durch zu viel Geplänkel entstehen, nicht ausgleichen. Während die Menschen auf der Stelle treten, entwickelt sich allerdings eine weitere Gruppe so, dass sie zu einem wichtigen dritten Machtfaktor zwischen Menschen und Marsianern werden.

Während die Geschichte Klimawandeln und menschliche Schwächen eher oberflächlich behandeln, beweist der Autor gegenüber den Maschinenwesen mehr Fingerspitzengefühl und bringt durch die philosophischen Exkurse auch zum Nachdenken.

 

Alles in allen hat der Roman aber dennoch seine Schwächen, weil er zu viel auf einmal vermitteln will und dadurch weder den Figuren noch den Themen wirklich gerecht werden kann.

Fazit

So bleibt bei »Wie die Göttinnen kamen« ein eher zwiespältiger Eindruck. Denn auch wenn einige Themen sehr interessant sind, so kommen die meisten Ideen doch viel zu kurz. Zudem wirkt der Roman durch die vielen Perspektivwechsel sehr zerrissen und gegenüber den Figuren distanziert.

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Buch:

Wie die Göttinnen auf die Erde kamen

Autor: Reinhold Zitzlsperger

Taschenbuch, 656 Seiten

Selbstverlag, 15. Juni 2026

 

ISBN-13: 979-8195390167

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0GZMQX5XT

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 16.08.2026, zuletzt aktualisiert: 06.09.2026 12:07, 26716