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Wildes Alaska

Rezension von Christel Scheja

 

Zu den noch wenig erforschten Regionen, bei denen Umweltbedingungen Dreharbeiten extrem schwierig machen, gehören die Länder des Polarkreises, selbst solche, die eine durchaus ansehnliche Infrastruktur besitzen, wie Alaska. Daher bietet jede neue Dokumentation über die Region interessante und spannende Aspekte, die man so bisher noch nicht gesehen hat. Wie man gerade jetzt wieder in „Wildes Alaska“ erfahren kann.

 

In den Köpfen hat sich durch Abenteuerromane und Filme ein eher wildromantisches Bild aus dem 19. Jahrhundert festgesetzt, in dem Goldsucher in der unwirtlichen Wildnis ihr Glück zu machen versuchten. Diese sind diesmal gar kein Thema in den drei Episoden, die sich mit den einzigen Jahreszeiten beschäftigt, die die von Gletschern und Eis geformete Landschaft prägt: Frühling, Sommer und Winter. Einen Herbst gibt es nicht in dem von mächtigen Flüssen und weiten Seen durchzogenen Land, das aufgrund seiner schieren Größe auch Hitzewellen kennen kann.

Im Frühling erwacht nach Monaten eisiger Kälte langsam wieder das Leben in der Region. Allerdings brauchen die Flüsse Wochen um aufzutauen – die Einwohner mancher Städte machen einen Wettbewerb daraus, zu raten, wann das letzte Eis bricht. Mensch und Tier bereiten sich aber schon jetzt darauf vor, die kurze Zeit der Wärme und Fülle zu genießen, sei es nun südlich des Polarkreises oder dort, wo Eis und Schnee nie wirklich verschwinden.

Der Sommer ist die Zeit, in der neues Leben geboren wird und schnell heranwächst, um bereit für die Zeit zu sein, in der die weiße Kälte wieder über das Land hinein bricht und der Zyklus von neuem beginnt.

 

Auch wenn natürlich die Landschaft und die Tierwelt im Vordergrund der Dokumentation stehen – tatsächlich kommen in diesen Folgen auch immer wieder Menschen zu Wort, die in Alaska wohnen und gelernt haben, mit den extremen Witterungsbedingungen zu leben, auch wenn diese mittlerweile durch die moderne Technik gemildert werden. Kleine Anekdoten lockern die Folgen auf und zeigen, dass man es auch zwischen Eis und Schnee problemlos aushalten kann, ohne sich von den Umweltbedingung herunter ziehen zu lassen.

Außer den obligatorischen Eisbären und Elchen oder Karibus gibt es noch weitaus mehr Tiere, die in Alaska eine sichere Heimat gefunden haben. Man erfährt, welche Überlebensstrategien die einzelnen Spezies für sich entdeckt haben, wie sie die Zeit der Fülle ausnutzen, um die nächste Generation auf den Weg zu bringen und sich entweder genug Winterspeck anfuttern oder gar Vorräte anlegen.

Und dazu kommt eine atemberaubende Landschaft, die man im Inneren des Landes wohl so auch nicht vermutet hätte. Alles in allem räumt die Dokumentation deshalb mit vielen Klischees auf und zeigt Alaskas ganz unterschiedliche Gesichter, die manchmal sehr exotisch sind.

Bild und Ton sind auf der Höhe der Zeit, leider gibt es diesmal keine Extras, kein Making-of, das ein wenig von den Dreharbeiten erzählt, so dass man nur raten kann, welche Mühen die Macher auf sich genommen haben, um so manche Szene in den Kasten zu bekommen.

 

 

Fazit:

 

Wie so viele andere BBC-Natur-Dokumentationen ist auch „Wildes Alaska“ eine spannende Reise durch ein Land, das ganz anders ist, als viele Klischees der Vergangenheit vermuten ließen, das neben wunderschönen Panoramen und Tieraufnahmen natürlich auch jede Menge wissenswerter Informationen bietet.

 

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DVD:

Wildes Alaska

Regisseur: Jane Atkins, Alex Lancester

Format: PAL, RC 2

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Anzahl Disks: 1

FSK: Infoprogramm

Studio: Polyband/WVG

Erscheinungstermin: 27. November 2015

Produktionsjahr: 2015

Spieldauer: 150 Minuten (3 Episoden a 50 min)

ASIN: B0143R4FHE

Erhältlich bei: Amazon

 

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202302051809053f732f26
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Erstellt: 17.01.2016, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01