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Wings of War: Burning Drachens

Rezension von Stefan Glaubitz

 

Burning Drachens ist ein weiteres Produkt aus der Wings of War- Reihe. In dieser Erweiterung werden Angriffe auf feindliche Beobachtungsballons thematisiert und auch die Regeln für Artillerie sowie die Flughöhe von Flugzeugen werden eingeführt.

Der Karton von Burning Drachens hat das Standard- Wings of War- Format (20,5 cm x 20,5 cm). Das macht ihn, wie die übrigen Spiele der Reihe, extrem handlich und erlaubt es, ihn mit auf Reisen zu nehmen. Auf dem Cover des Kartons ist im Vordergrund ein alliierter Doppeldecker zu sehen. Im Hintergrund schießt ein weiterer einen Ballon mit Raketen ab während sich zwei deutsche Doppeldecker anschicken sich auf die alliierten zu stürzen. Im oberen Bereich des Kartons ist der Titel des Spiels zu sehen. In der rechten, unteren Ecke sind die Namen der Autoren, Andrea Angiolino und Pier Giorgio Paglia, sowie der Name des Designers, Vincenzo Auletta.

Auch die Rückseite ist im typischen Wings of War- Design gehalten. In der oberen Hälfte wird eine kurze Einführung, wie gewohnt in fünf Sprachen, gegeben. Im unteren Bereich sind einige der Spielmaterialien abgedruckt. Außerdem sind hier die Spielvorgaben und Logos der diversen Vertriebe für die jeweiligen Länder zu sehen.

Im Design des Kartons bleibt man der altbewährten Linie treu, mal sehen ob es im Inneren genauso aussieht.

 

Aufmachung

Kennt man bereits eines der anderen Spiele der Wings of War- Reihe, überrascht einen der Inhalt nicht. Die Spielmaterialien im Einzelnen sind:

 

 

  • 1 Regelwerk a 24 Seiten
  • 2 Spielbretter
  • 2 Lineale
  • 16 Flugzeugkarten
  • 4 wendbare Heißluftballonbretter
  • 56 Manöver-Karten
  • 60 Schadens-Karten
  • 8 wendbare Geländekarten
  • 85 Spielmarken

 

 

Wie auch bei den anderen Spielen der Wings of War- Reihe ist der Karton perfekt aufgeteilt. Alles hat seinen festen Platz, so dass kein Durcheinander beim Einpacken entstehen kann. Die Flugzeug-, Manöver- und Geländekarten sind wie die Ballonbretter sehr ansprechend gemacht und steuern einiges zu einer tollen Atmosphäre bei.

Ziel des Spiels

Wie bei den anderen Spielen der Wings of War- Reihe hängt das Ziel des Spiels ganz von den Wünschen der Spieler oder des Szenarios ab. Mit Burning Drachens kommen nun die Beobachtungsballons hinzu. Da in den damaligen Kriegszeiten die Feindaufklärung häufig darin bestand einige Beobachter mit Hilfe eines Ballons in luftige Höhe zu bringen, um dann eine gute Aussicht zu haben, muss die Gegenseite alles tun, um diesen Ballon abzuschießen. Natürlich wird dieser mit Bodenabwehr und eigenen Flugzeugen verteidigt, eine Grundlage für viele spannende Spiele.

 

Verständlichkeit der Regeln

Das Regelwerk von Burning Drachens fällt mit 24 Seiten etwas dicker aus, als bei seinen Vorgängern. Die erste Seite ist das Deckblatt und hier ist die gleiche Szene zu sehen, wie auf dem Vorderteil des Kartons. Auf der zweiten Seite werden die Spielmaterialien aufgelistet, von der Seite drei bis fünf werden die Grundregeln, die Spielvorbereitungen und die Spielmarker erklärt. Die sechste Seite erklärt das Spielbrett bevor dann der große Bereich der optionalen Regeln beginnt. Dieser Bereich erstreckt sich von den Seiten 7 bis 17 und behandelt unter anderem optionalen Schaden, Bodenfeuer, die Heißluftballons, Flughöhen und weitere Regeln wie z.B. Bewölkung. Die Seiten 18 bis 23 listen wieder neue Szenarien auf. Sie geben einen Einblick in mögliche Spielvarianten und sind gerade etwas für Partien, wenn es mal wieder schnell gehen muss. Die letzte Seite zeigt noch einmal die Logos und Anschriften von Wings of War, Nexus und Mad Man´s Magic.

Wieder einmal ein schönes und übersichtliches Regelwerk aus der Wings of War- Reihe. Die Grundregeln sind, wie bei den anderen Spielen, die gleichen. Bei Burning Drachens werden gleich eine ganze Menge von optionalen Regeln eingeführt, aber da sie optional sind, kann man sich langsam an jede einzelne Komponente herantasten.

 

Spielvorbereitungen

Die Spielvorbereitungen von Wings of War halten sich in Grenzen, was das Aufbauen betrifft. Man braucht lediglich eine glatte Fläche. Dann wählt sich jeder Spieler eine Flugzeugkarte und legt sie vor sich aus. Daraufhin nimmt sich jeder ein Spielbrett und das auf der Flugzeugkarte abgedruckte, passende Manöver-Kartendeck. Dann wird das passende Schadens-Kartendeck, dessen Buchstabe in rot ebenfalls auf der Flugzeug-Karte abgedruckt ist, vorbereitet und schon kann es losgehen. Natürlich kann man auch mehr als nur ein Flugzeug steuern, die Spieler müssen sich nur einig sein wie groß ihre Partie von Wings of War ausfallen soll.

Wenn es um ein Szenario geht, in dem man einen Ballon vernichten oder eine feindliche Stellung angreifen muss, werden natürlich noch die passenden Geländekarten oder das Ballonbrett in der günstigsten Position platziert. Nun kann es losgehen und die Spieler können sich in einer Luftschlacht messen.

 

Spielablauf

Auch der Spielablauf ist nicht besonders kompliziert. Jeder Spielzug hat eine Planungs- und danach die Bewegungsphasen. In der Planungsphase wählt jeder Spieler drei Manöver-Karten aus seinem Manöver-Deck und legt sie verdeckt auf den, für sie dafür vorgesehenen Platz auf dem Spielbrett. Zu beachten gilt allerdings, dass man niemals zwei Steilflug-Karten hintereinander spielen darf, selbst wenn der zweite Steilflug nach einer neuen Planungsphase erfolgt.

Haben alle Spieler ihre Planungen abgeschlossen, decken sie ihre erste Manöver-Karte auf und bewegen ihre Flugzeuge. Dazu legt jeder seine Manöver- so vor die Flugzeugkarte, dass die Linie am unteren Rand der Karte mit der auf der Flugzeug-Karte übereinstimmt. Danach bewegt man das Flugzeug über die Manöverkarte, bis der Pfeil am hinteren Ende der Flugzeugkarte mit dem Pfeil der Manöver-Karte übereinstimmt. Damit ist die erste Bewegung abgeschlossen und die Piloten können überprüfen, ob sie sich gegenseitig unter Mg-Feuer nehmen können. Dazu nutzen sie eines der Lineale und legen es mit dem unteren Ende an auf den roten Punkt in der Mitte ihrer Flugzeug-Karte. Der vordere helle Bereich ist der Feuerbereich bei Flugzeugen, Doppelsitzer besitzen ebenfalls einen Feuerbereich nach hinten. Das Lineal wird zum roten Punkt auf der Zielflugzeug-Karte ausgerichtet und sollte es noch im hellen Feuerbereich liegen, kann man schießen.

Das Lineal ist durch eine rote Linie in zwei Bereiche geteilt. Ist das Ziel im vorderen Bereich, bekommt es zwei Schadens-Karten, im hinteren Abschnitt nur eine. Die Schadens-Karten haben verschiedene Werte und zusätzliche Symbole. Diese haben im Grundspiel keine wichtige Bedeutung, außer der „Explosion“ und der „Fehlfunktion am Maschinengewehr“. Der getroffene Spieler nimmt verdeckt die passende Anzahl von Schadens-Karten und zählt ihren Wert zusammen. Ist dieser aller Schadens-Karten größer oder gleich dem grünen Wert, der auf der Flugzeug-Karte steht, ist das Ziel abgeschossen.

Hat nach dem Beschuss jede Seite noch Flugzeuge, wird eine weitere Manöver-Karte aufgedeckt, die Flugzeuge bewegt und erneut das Feuer auf Ziele eröffnet. Wenn auch nach dem dritten Manöver alle Seiten noch im Spiel sind, beginnt eine neue Planungsphase.

Das Ende einer Partie hängt stark von dem Szenario ab. Sei es, dass man alle seine Gegner abschießen muss, ein Ziel zu bombardieren hat oder einen Ballon vom Himmel holen muss. Wings of War ist sehr vielseitig und das macht es gerade so interessant. Die optionalen Zusatzregeln verleihen dem Spiel dabei noch mehr Tiefe und ich kann jedem nur raten sie auszuprobieren.

 

Erweiterbarkeit

Wie auch die anderen Spiele der Wings of War- Reihe ist Burning Drachens mit allen anderen Produkten voll kombinierbar. Das verleiht ihm schon eine ganze Menge zusätzliches Potential. Die beigelegten optionalen Regeln erweitern das Spektrum von Burning Drachens noch einmal um ein Vielfaches. Das Schöne dabei ist, dass nichts Pflicht ist, man kann weitere Optionen ins Spiel hinein nehmen, was man meiner Meinung nach auch sollte, muss man aber nicht.

 

Spielvorgaben

Burning Drachens ist laut Hersteller für 1 bis 2 Spieler konzipiert. Das ist auf der einen Seite eine schöne Idee, damit man auch alleine auf Ballonjagd gehen kann. Ich sehe das Spiel trotzdem eher als einen Teil der ganzen Reihe. Es macht einfach viel mehr Spaß sich mit gegnerischen Flugzeugen und den Ballons herumzuschlagen. Bei den Zeitangaben von 20 Minuten und dem Spielalter ab 10 Jahren hat sich im Vergleich zu den anderen Wings of War- Produkten nichts geändert. 10 Jahre ist ein Alter, das ich zum Einstieg in die Reihe als sinnvoll erachte, allerdings sollte man junge Spieler nicht mit zu vielen optionalen Regeln überfordern.

 

Spielspass/Fazit

Wer Burning Drachens kauft, bekommt ein tolles Paket voller neuer Features in die Hand. Vor allem das „Bodenfeuer“ durch Infanterie, Artillerie und Flak gefällt mir gut. Vorbei sind die Zeiten in denen eine Bombardierung eines Schützengrabens im „Vorbeiflug“ erledigt worden ist. Auch die Höhenregeln und die Option mit Bewölkung zu spielen, finde ich sehr gelungen. Von mir gibt es für alle Freunde und Neueinsteiger in die Wings of War- Reihe eine dicke Kaufempfehlung.

 

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Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 1 von 1.

fumpen
Samstag, 26. Dezember 2009 12:53 Uhr
Hallo Flieger,

mich würden ja mal die Höhenregeln für WoW interessieren. Ich habe den Set 'Famous Aces' und (natürlich) ein paar Modelle (bei denen man verschiedene Höhen mit dem Ständer simulieren kann) aber keine Infos zu den Höhen (nur optional bei 'Burning Drachens'?) und den Steigflugkarten (die mit der Raute), die ja nun sicherlich für einen Höhenwechsel sorgen.
Wer weiss Bescheid?

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Wings of War: Burning Drachens

Autor: Andrea Angiolino & Pier Giorgio Paglia

Mad Man´s Magic

ISBN-13: 8-022167-000633

Erhältlich bei: Mad Man's Magic

Weitere Infos:

Inhalt:

 

  • 1 Regelwerk
  • 2 Spielbretter
  • 2 Lineale
  • 16 Flugzeugkarten
  • 4 Ballonbretter
  • 56 Manöver-Karten
  • 60 Schadens-Karten
  • 8 Geländekarten
  • 85 Spielmarken

 


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Erstellt: 29.07.2007, zuletzt aktualisiert: 02.03.2016 11:40