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Witch & Wizard, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Schon seit einiger Zeit werden die Romane von James Patterson in amerikanische Mangas umgesetzt. Offensichtlich möchte man damit auch die Leser ansprechen, die nicht so gerne zu einem richtigen Roman greifen und ihnen die spannenden Abenteuergeschichten des Autors schmackhaft machen. Nach „Maximum Ride“ und „Daniel X“ ist nun „Witch & Wizard“ an der Reihe, eine Trilogie, die ihren Weg noch nicht in deutsche Verlage gefunden hat.

 

„Die Neue Ordnung“ hat die Macht übernommen. Fanatische Massen folgen einem Diktator, der nur ein Ziel hat: Die absolute Kontrolle über alle zu übernehmen und sie gleichzuschalten. Wer nicht in das System passt, wird ausgeschaltet, indem man ihn verhaftet und aburteilt – ungeachtet des Alters.

Wisteria, auch „Wisty“ genannt und „Whit“ Allgood werden eines Nachts mit ihren Eltern gnadenlos aus dem Schlaf gerissen. Man verhaftet sie aufgrund der Behauptung eines Schulkameraden, der gesehen haben will, dass das selbstbewusste Mädchen zaubern kann. Leider beweist sie dies auch vor den Ordnungskräften. Für ihre Vergehen gibt es nur eine Strafe – den Tod.

Da sie aber noch nicht alt genug sind, um am Strang zu sterben, werden Wisty und Whit in ein Gefängnis gebracht. Man quält sie dort ohne Unterlass mit Folter und Experimenten, erniedrigt sie, wo man nur kann, um die Kinder zu brechen.

Eines Tages gelingt ihnen dann die Flucht. Hilfe bekommen sie von einem Mädchen, dass sie sehr gut kennen. Aber in der vermeintlichen Freiheit fangen die Abenteuer erst an, denn die Geschwister erfahren erst jetzt, wie es wirklich in der Welt zugeht und dass sie ganz offensichtlich Teil einer Prophezeiung sind, die die neue Ordnung zerstören könnte ...

 

Wie in vielen seiner anderen Kinderbuchserien, stehen auch hier wieder Kinder im Mittelpunkt, die über besondere Gaben verfügen und sich gegen grausame Erwachsene wehren müssen. Genau der richtige Stoff für junge Leser zwischen zehn und zwölf, die noch offen für besondere Abenteuer sind.

Diesmal mischt James Patterson Elemente, die man aus „Harry Potter“ kennt mit den derzeit so beliebten Dystopien. Er scheut sich nicht, seine jungen Helden auch mit grausamen Auswüchsen der Diktatur zu konfrontieren, auch wenn die Beschreibungen und Darstellungen eher altersgruppengerecht bleiben.

Dennoch bleibt es nicht aus, dass man sich auch als Erwachsener manchmal über die hinterhältige Grausamkeit des Regimes gruselt, auch wenn die Bösewichte letztendlich sehr überzogen dargestellt werden.

Der Zeichenstil von Svetlana Chmakova passt zu der Geschichte wie die Faust aufs Auge. Er ist niedlich genug, um die Leser an die Figuren zu fesseln, gibt aber auch den abenteuerlichen Aspekt der Geschichte schön wieder.

 

Alles in allem „Witch & Wizard“ spannend und abwechslungsreich, kann selbst erwachsene Leser in den Bann schlagen, die vielleicht nicht zum Buch selbst gegriffen hätten, und macht durch die feinen, gefühlvollen Zeichnungen Lust auf mehr, gerade wenn man diesen bunten Genremix mag.

 

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Eure Meinung:

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Comic:

Witch & Wizard (Band 1)

Autor: James Patterson & Gabrielle Charbonnet

Künstler: Svetlana Chmakova

Witch & Wizard – The Manga, Vol. 1, USA, 2011

Aus dem Englischen von Aranka Schindler und Michael Waaler

Großtaschenbuch mit 6 Farbseiten, 268 Seiten

Tokyopop, Hamburg, erschienen September 2012

ISBN-10: 3842004338

ISBN-13: 978-3842004337

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 08.09.2012, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39