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Wo ist Erkül Bwaroo? von Ruth M. Fuchs

Reihe: Erkül Bwaroo ermittelt Band 6

 

 

Rezension von Christel Scheja

 

„Wo ist Erkül Bwaroo?“ ist bereits das sechste Buch aus der Reihe „Erkül Bwaroo ermittelt“ und man sollte sich nicht von dem Titel irritieren lassen, denn natürlich ist der Elfendetektiv nicht verschwunden, vielmehr ermittelt er diesmal nicht, um einen Mord aufzuklären, sondern eine Entführung.


Der erfolgreichen Besenfabrikant Sebastian Bleibtreu ist erschüttert, denn ausgerechnet jetzt, wo er mit einer bahnbrechenden neuen Entwicklung den Markt revolutionieren will, werden seine beiden Kinder Hans und Greta entführt.

Da er durch einen Freund schon Erkül Bwaroo gehört hat, bittet er diesen und dessen Freund Arthur Heystings um Hilfe, möchte er doch, dass seine Kinder, sicher und gesund wieder nach Hause zurückkommen.

Tatsächlich nimmt der Elfendetektiv, kaum dass er ein Interview mit der jungen aufstrebenden Journalistin Maja Behn hinter sich gebracht hat, den Auftrag an und beginnt erst einmal im Haus des Fabrikanten zu ermitteln. Schon bald fallen ihm a einige Unstimmigkeiten auf, die vielleicht nichts bedeuten müssen, aber durchaus könnten.

Denn neben den beiden jungen Leuten ist auch noch das Stubenmädchen verschwunden, was allerdings nicht einmal das Personal zu kümmern scheint. Und das ist noch lange nicht alles, denn hinter den Kulissen des Hauses ist mehr faul als gedacht und selbst die Vergangenheit des Selfmade-Geschäftsmannes ist wichtiger als gedacht. Außerdem bekommen sie aus unerwarteter Ecke Hilfe – aber ist die vertrauenswürdig?


Ruth M. Fuchs verbeugt sich wieder tief vor ihrem künstlerischen Vorbild, was die Kriminalgeschichte angeht. Denn Erkül Bwaroo trägt nicht nur einen ähnlich klingenden Namen, er verhält sich auch wieder so ähnlich wie der belgische Detektiv Hercule Poirot aus der Feder von Agatha Christie, auch wenn die Charaktere nicht exakt übereinstimmen und es einige kleinere Unterschiede gibt, die aber Abwechslung bringen.

An seiner Seite ist auch schon wie im letzten band wieder Arthur Hastings, der weniger Partner als Freund ist und wie Doktor Watson der bewundernde Beobachter der Genialität des Ermittlers.

Verquickt wird das ganze mit Motiven aus „Hänsel und Gretel“, inklusive der alten Hexe und ihres Knusperhauses, auch wenn einige Kleinigkeiten sehr geschickt ausgelegt werden und für ein frisches Ambiente sorgen.

Spannend ist das Buch trotz aller Entwicklungen, die offensichtlich scheinen, dennoch, denn trotz vieler Andeutungen und Hinweise liegt man doch in Bezug auf den Täter und sein Motiv sehr lange falsch, wird wie bei Agatha Christie erst am Ende auf die richtige Fährte geführt und darf sich von der richtigen Lösung überraschen lassen.

Die Charaktere sind zudem sehr liebevoll ausgestaltet, auch wenn sie nicht sonderlich in die tiefe gehen und in Klischees baden, aber gerade letztere machen das Ambiente aus. Die Geschichte selbst wird mit einem warmherzigen Augenzwinkern erzählt, das zusätzlich dafür sorgt, die Lektüre nicht aus den Händen legen zu wollen.


Wie schon die vorhergehenden Romane so ist auch „Wo ist Erkül Bwaroo?“ ein mehr als gelungener Fantasy-Krimi, der liebenswert interpretiertes Märchenambiente mit einer spannenden Handlung verbindet, die sich weder hinter den Romanen von Agatha Christie verstecken muss und diese schon gar nicht kopiert.


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Eure Meinung:

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Buch:

Wo ist Erkül Bwaroo?

Reihe: Erkül Bwaroo ermittelt Band 6

Autorin: Ruth M. Fuchs

Taschenbuch, 253 Seiten

Raposa Verlag, Januar 2017

Titelbild: Chris Schlicht

 

ISBN-10: 3981802993

ISBN-13: 978-3981802993

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B07DVX6MQP

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 05.07.2018, zuletzt aktualisiert: 10.01.2020 09:40