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Wolverine Origins Bd. 1

Reihe: Wolverine Origins Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Einer der bekanntesten und beliebtesten Superhelden aus der Marvel-Schmiede ist neben Spiderman wohl der raubeinigste X-Man – Wolverine. Der Mann mit dem Metallskelett und den ungewöhnlich starken Heilkräften ist dem Tier, dessen Namen er trägt, sehr ähnlich – angetrieben von seinen Instinkten und Gefühlen, direkt und gnadenlos, wenn man ihn die Enge treibt.

Auch wenn er schon einiges über seine Vergangenheit weiß, was ihn nicht besonders stolz macht, so ist er doch immer noch auf der Suche nach seinen Ursprüngen. Was war vor seiner Zeit als Logan, wem hat er das verstärkte Skelett zu verdanken?

 

Das versucht er nun in der eigenen Serie „Wolverine Origins“ heraus zu finden. Ausgestattet mit einem mystischen Schwert, reist er in die Einöde, um einen Ort aufzusuchen, an den er nur schattenhafte Erinnerungen hat. Er hofft in der alten Forschungseinrichtung jedoch Spuren und Hinweise zu finden.

Allerdings ahnt er nicht, dass man ihn längst im Visier hat. Die Geheimorganisation Shield überwacht seine Schritte und schickt Agenten aus, um ihn gegebenenfalls aufzuhalten. Denn sie haben einen nicht unerheblichen Anteil an Logans Los.

In der Kommandozentrale bricht Panik aus, als plötzlich alle Verbindungen nach außen zusammen brechen. Hilflos muss man mit ansehen, dass eine Bombe in der Nähe des weißen Hauses nieder geht.

Ist Wolverine Shield doch einen Schritt voraus gewesen? Ehe man Eine Antwort auf diese Frage sucht, beschließt man doch lieber einen Mann einzusetzen, der die Gefahr beseitigt, ehe sie noch größer wird. Man holt den Cyborg aus Santiago de Chile in die Staaten zurück, damit er sich an dem Mann rächen kann, der ihn 1968 in Südvietnam zu der Kreatur machte, die er heute ist – Wolverine...

 

Auch wenn der Comic eine eigenständige Geschichte erzählt, so muss man doch ein wenig mit dem Marvel-Universum vertraut sein, um überhaupt zu verstehen, was los ist – sei es durch die Filme oder andere Reihen. Autoren und Zeichner verzichten darauf, Wolverine und seine Gegner einzuführen, man merkt an mehreren Stellen Querverbindungen zu anderen Reihen des Verlages, deren Ereignisse auch hier eine Wirkung haben werden.

Der Comic-Wolverine ist weitaus düsterer als die in den Filmen von Hugh Jackmann verkörperte Figur. Er hat ein dunkles Vorleben, eine grausame Seite, die dann und wann in den Vordergrund tritt und ihn vielschichtiger als so manchen anderen Superhelden macht. Trotz seiner übermenschlichen Kräfte hat er Stärken und Schwächen – macht Fehler oder schlägt falsche Wege ein. Und auch sein kommender Gegenspieler hat viele Gründe, um Wolverine zu vernichten. Doch ehe es dazu kommt endet das Heft – Fortsetzung folgt.

Künstlerisch ist nicht am den Comic auszusetzen. Die Bilder sind realistisch und dynamisch, sie rangieren wie die Colorierung im oberen Durchschnitt.

 

„Wolverine Origins“ ist sicherlich eine Ergänzung für das Marvel-Universum und für den eingefleischten Fan interessant, wirklich einlesen kann man sich als Neuling in die Figur und seine Umgebung allerdings nicht, was wohl eine Krankheit vieler Superhelden-Comics ist.

Eure Meinung:


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Comic:

Wolverine Origins Bd.1

Reihe: Tarot - Witch of the Black Rose Bd.2

Wolverine Origins Bd. 1

Autor: Daniel Way

Zeichner: Steve Dillon

Farbe: Dan Kemp

Titelbild: Jim Balent

Aus dem Englischen von Jürgen Petz

Comicheft, vollfarbig 36 Seiten

Panini/Dino Verlag, November 2006

EAN 4-196326-403956

Erhältlich bei Panini Comics


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Erstellt: 21.12.2006, zuletzt aktualisiert: 20.08.2019 17:15