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Wonder Woman

Bevor sie zu Wonder Woman wurde, war sie Diana, eine Amazonen-Prinzessin und ausgebildete Kriegerin. Als ihr ein abgestürzter Pilot von einem Konflikt außerhalb ihrer kleinen Welt berichtet, verlässt sie ihre Zuhause, um für das Ende aller Kriege zu kämpfen, ihre Fähigkeiten und ihre wahre Bestimmung zu entdecken.

Filmkritik

von Armin Rößler

 

Wonder Woman gilt als die erste weibliche Superheldin der Comic-Geschichte. Die übermenschlich starke Amazone ist nicht nur die Verkörperung feministischer Ideale, sie trägt jetzt auch noch die Last des DC-Filmuniversums auf ihren Schultern. Das will trotz Superman und Batman nämlich nicht so recht in die Gänge kommen, während Konkurrent Marvel einen Blockbuster nach dem anderen feiert. Daran ändert leider auch der Film von Regisseurin Patty Jenkins (Monster) nur wenig.

 

Diana (als Kind Lilly Aspell, später Gal Gadot) wächst auf der paradiesischen Insel Themyscira auf. Ihre Mutter Hippolyta (Connie Nielsen) ist die Königin der kriegerischen Amazonen, die sich hier vor der Welt und vor allem vor Kriegsgott Ares verbergen. Trainiert von ihrer Tante Antiope (Robin Wright), wird die junge Diana rasch zur stärksten aller Kämpferinnen. Ihren ersten Mann bekommt sie in Gestalt des britischen Spions Steve Trevor (Chris Pine) zu Gesicht, der auf der Flucht vor deutschen Soldaten die Schrecken des Ersten Weltkriegs mitbringt. Für Diana ist klar: Dahinter kann nur Ares stecken. Um ihn zu stoppen, zieht sie los in die Welt der Menschen, bewaffnet mit einem magischen Lasso, ihren Geschosse abwehrenden Armbändern und dem Schwert Gotttöter. Der Weg führt sie erst nach London zu Steve Trevors Chef Sir Patrick Morgan (David Thewlis), dann nach Belgien an die Front. Dort planen der deutsche General Erich Ludendorff (Danny Huston) und die finstere Wissenschaftlerin Isabel Maru alias Dr. Poison (Elena Anaya) eine heimtückische Attacke.

 

Gal Gadot gibt eine gute Figur ab als Wonder Woman, das war schon bei ihrem Kurzauftritt in Batman v Superman so. Schade nur, dass das Drehbuch sie mit Edelmut und Gutmenschentum überfrachtet, sodass der Film gleich mehrfach in die kitschige Ecke abzudriften droht. Ähnlich ambivalent sind die Actionszenen: Vieles ist schick gemacht, der übertriebene Einsatz von Zeitlupen á la 300 nervt aber irgendwann nur noch. Die Story selbst folgt den üblichen Abläufen des Superhelden-Films: Diana stellt sich der Herausforderung, lernt ihre Kräfte kennen und liefert dem Schurken den heroischen Finalkampf. Dafür, dass man das so schon mehrfach gesehen hat, zieht sich der Film mit 140 Minuten doch ziemlich in die Länge, speziell der London-Aufenthalt – der witzig sein soll, was aber nicht immer hinhaut – hätte ordentlich Kürzungsreserven geboten. Scharfer Kontrast dazu ist das eindrücklich gezeigte Kriegsgeschehen: Letztlich tut sich der Film schwer, einen einheitlichen Ton zu finden und zerfällt ein wenig in seine drei Teile. Der ganz große Wurf ist Wonder Woman damit nicht, immerhin aber eine Steigerung gegenüber den letzten DC-Filmen.

 

6 Sternchen

 

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Wonder Woman

Jahr: 2017

Regie: Patty Jenkins

Superhelden-Comicverfilmung

 

Erhältlich bei: Amazon

DarstellerInnen:

  • Gal Gadot

  • Chris Pine

  • Robin Wright

  • Lilly Aspell

  • Connie Nielsen

  • David Thewlis

  • Danny Huston

  • Elena Anaya

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Wonder Woman


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Erstellt: 25.06.2017, zuletzt aktualisiert: 19.01.2023 12:36