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Worms - Open Warfare (Nintendo DS)

Rezension von Thomas Götz

 

Ein neues Worms, diesmal für das Nintendo DS.

 

Das Spielprinzip ist noch immer dasselbe wie vor über 10 Jahren - aber es macht noch immer höllischen Spass. Doch der Reihe nach.

 

 

Grafik:

 

Am Anfang des neuen Worms steht zunächst zu beachten: die Grafik.

 

Das diese auf dem Nintendo DS einige Einbußen zu erleiden haben dürfte, sollte jedem klar gewesen sein, immerhin muss man den großen Screen auf die kleinen (bzw. die beiden kleinen) portieren.

 

Zweifelsohne gehen dabei einige Landschaftsdetails verloren. Und nicht nur Landschaftsdetails auch die Gesichtsmimik der Würmchen ist nahezu nicht mehr zu erkennen, wie dies etwa bei der PC-Version der Fall war. Das Fragezeichen auf den Carepaketen erkennt man z.B. auch nicht mehr.

 

Immerhin muss man zugute halten, dass die neuen Landschaften vom Grafikstil her durchaus recht gelungen sind, und sogleich gut in die Worms-Umgebung passen. Allerdings sehen einige Waffen ebenso nicht so detailliert und altbekannt aus, wie man sie vielleicht kennt - gut, dies ist aber zu verschmerzen, sieht man diese Waffen doch eh nur recht kurz, bevor sie ihren "explosiven" Auftritt haben.

 

Neu ist, das sie neuen Landschaften auf die Umgebung reagieren, und Waffen auf Eis z.B. weiterrutschen.

 

 

Präsentation:

 

Von der leicht angekratzten Grafik kommen wir sogleich zur Präsentation und dem Handling.

 

Das neue Worms stellt sich so dar, das auf dem oberen Bildschirm die Landkarte (also die effektive Karte, in der man die Würmer bewegt) befindet, auf dem unteren Schirm die Minimap (die man auch per Touch bewegen kann), sowie das Hin- und Herschalten zwischen den Waffen und die abgelaufene Zeit zu sehen ist.

 

Damit stören diese Sachen nicht im Landschaftsbild, allerdings hat das Ganze auch Nachteile:

 

Wenn man es zum Beispiel gewohnt ist (wie etwa auf dem PC) fix per Tastendruck die einzelnen Waffen durchzuschalten, so muss man hier doch immer noch klicken (zwar per Touch aber trotzdem). Stellt man nun eine nur geringe Zeit ein für einen Zug so kann man sich schnell verhaspeln oder eben zu langsam sein und gar nicht reagieren. Vor allem wenn man zusätzlich noch auf der Minimap scrollen muss ist es gar nicht mehr so einfach.

 

Das Ganze nimmt also ein wenig Tempo aus den Partien, was irgendwie doch ein wenig schade ist.

 

 

Spielmechanik und Spielspaß:

 

Nunja, was soll man zur Spielmechanik noch groß sagen: Man richtet wie eh und je seine Waffe(n) aus und befeuert damit den Gegner. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase läuft die Steuerung also fast wie gewohnt (d.h. wenn man z.B. Tastatursteuerungen mit dem Ninjaseil gewohnt ist). Man kann springen, sich bewegen und eben die Stärke der Waffe festlegen (wie immer beeinflusst von der Windrichtung).

 

Auch in den Menüeinstellungen gibt es wie gewohnt viele Optionen, zum einen zur Teampersonalisierung (Namen etc.) oder auch Einstellungen zu den einzelnen Partien. Und wie weiland auf dem PC kann man auch hier die Anzahl Waffen, Carepakete oder gar den Sudden Death einstellen (dasselbe gilt natürlich auch für Multiplayerpartien). Für schweisstreibende Stimmung ist also gesorgt.

 

Auch die Missionen sind herrlich knackig und steigern sich im Schwierigkeitsgrad (aber Worms spielt man ja eigentlich nicht wegen der Missionen, sondern vornehmlich wegen den Multiplayerpartien). Wie viele es sind kann ich im übrigen noch gar nicht sagen, da man damit einige Zeit beschäftigt ist, es sind aber in jedem Fall wieder einige. Hier muss man natürlich wieder denken - vor allem, wenn man mit teilweise wenigen Waffen gegen den Gegner antreten muss.

 

Allerdings ist das Starttutorial, das man absolvieren muss, bis man zur ersten Mission kommt, leicht nervig (das Spiel wird alle paar Sekunden angehalten und man muss auf dem Touchscreen die Meldungen wegklicken, um weitermachen zu können). Hier hätte man ein Überspringen einbauen sollen.

 

Wermutstropfen gibt es allerdings auch: denn es sind längst nicht alle Waffen integriert, die man lieb gewonnen hat (wer macht denn ernsthaft ein Worms ohne die heilige Handgranate oder Atomwaffen??). Gut, dies ist zum einen natürlich sinnvoll, um den teilweisen Overkill zu vermeiden, den es sonst durchaus ab und an gab und eröffnet natürlich neue Taktiken, die es auszuprobieren gilt, auf der anderen Seite aber auch etwas enttäuschend.

 

Sicher, dem Spielspaß tut dies nur wenig Abbruch und hat man sich erstmal an die Steuerung auf dem "Mini" gewöhnt, kann man auch mit den vorhandenen Waffen mehr als seinen Spaß haben.

 

 

Multiplayer:

 

Zuguterletzt die wohl wichtigste Variante von Worms auf dem Prüfstand: der Multiplayerpart. Hauptkern eines jeden Worms.

 

Hier kann man entweder übe rdas DS-WLAN oder über den heissen Stuhl (alle Spieler sitzen vor einem DS und reichen dieses weiter, wenn der andere an der Reihe ist) spielen. Spielerbegrenzung beträgt 4 Mann, was aber normalerweise mehr als ausreichend ist (denn auch auf dem DS bieten kurze schnelle Partien mit 3-4 Würmern maximal den meisten Spass).

 

Klar, im Multiplayer greift natürlich der Spielspaß voll und ist man mit der Steuerung vertraut kann man auch in den neuen Landschaften ebensoviel Spass haben wie im Singleplayer.

 

Allerdings nimmt der Verzicht auf die Tastenkombinationen wie erwähnt etwas Tempo aus den Partien und vor allem am Anfang führt dies zu einer Unmenge an Fehlern, da man manchmal nicht auf den ersten Blick erkennen kann, was was ist, bzw. erst suchen und Touchen und dann noch ausrichten und feuern etc. muss.

 

Dies ist etwas ärgerlich und kann ab und an durchaus für Frust sorgen, vor allem, da es selbst dem besten Spieler immer mal wieder passiert, das man sich verklickt und dann ist die Partie natürlich u.U. bereits verloren.

 

 

Fazit:

 

Etwas detailarmere Grafik, gewöhnungsbedürftige Steuerung, die man an manchen Stellen noch verbessern könnte, und eine leicht fehlende Waffenvielfalt stehen auf der Contra-Seite. Auf der Pro-Seite steht natürlich der übliche Worms-Flair, schweisstreibende Gefechte und witzige Waffen - und der damit auch in dieser Version vorhandene Spielspaß für die ein oder andere krachende Partie. Man kann also sagen das die Würmer den Sprung auf die DS geschafft haben, auch wenn sie noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen haben. Spass kann man aber auch mit dieser Version allemal haben.

 

 

 

 

Eure Meinung:


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Erstellt: 28.06.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47