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Wunder des Lebens

Rezension von Christel Scheja

 

Gerade in den letzten Jahren hat die Zahl der Dokumentationen über die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde sprunghaft zugenommen. Dabei wählen die Macher immer wieder andere Ansatzpunkte, damit es nicht langweilig wird. In „Wunder des Lebens“ ist diesmal die Physik an der Reihe.

 

Wie beeinflussen Licht, Gravitation, Materie und Energie, gepaart mit sehr viel Zeit die Evolution? Diese Fragen werden in den fünf Episoden genauer unter die Lupe genommen und von allen Seiten beleuchtet. „Von Zwergen und Riesen“ beschäftigt sich mit der Frage, warum es einmal riesenhafte Vertreter ihrer Spezies gegeben hat, und wie diese überhaupt überleben konnten. Warum verachtfacht sich die Masse eines Tieres, obwohl es nur doppelt so groß ist? Das erklärt auch, warum die Knochen oft so wuchtig und massiv sind. „Leben und Sterben“ gehört zum Kreislauf der Natur mit dazu, doch wie beeinflusst es die Ökosphäre, egal ob im Großen oder Kleinen?

„Die Evolution der Sinne“ geht mit der Wahl des Lebensraumes einher. Wann immer ein Tier einen Lebensraum verlässt, werden oft andere Sinne wichtiger, da Luft Schwingungen anders überträgt als Wasser. So haben auch schon Fische die Vorformen dessen, was wir heute als Hammer und Amboss im Ohr kennen. Auch unser „Heimatplanet Erde“ beeinflusst das Leben nachhaltig. Und nicht zuletzt sind es viele verschiedene Einflüsse, die „Die Entstehung der Arten“ forcieren, neigt die Natur doch dazu, Wesen in ihrem Lebensraum zu spezialisieren, wenn wie zum Beispiel auf abgeschiedenen Inseln in der Südsee, Einflüsse von Außen eher selten sind. Naturkatastrophen wie Klimaveränderungen, Vulkanausbrüche und Meteoriteneinschläge können die Evolution aber eher ungewollt in andere Bahnen lenken, wie sich bereits mehrfach in der Erdgeschichte zusammenhängt.

 

Man lernt bei der Betrachtung der fünf Folgen von „Wunder des Lebens“ immer besser zu verstehen, wie auch die Physik maßgeblichen Einfluss auf die Evolution haben. Es sind meistens Entwicklungen auf der physischen Seite, die die Wesen zwingen, sich ihnen anzupassen, wenn sie als Art überleben wollen. Manchmal geben gerade Veränderungen in der Schwerkraft, den Lichtverhältnissen oder der Zusammensetzung der Materie, Klima- und Umweltveränderungen einen neuen Weg vor.

Die einzelnen Folgen geben im Allgemeinen eine gute Übersicht über die verschiedenen Aspekte der Evolution aus der Sicht der Physik. Dabei setzt man weniger auf Computeranimationen als auf lebendige Tieraufnahmen und ausführliche Erläuterungen durch kompetente Wissenschaftler. Ein paar Details und Kuriosiäten würzen das Thema angenehm, so dass die einzelnen Episoden nicht langweilig werden.

Natürlich wird man, hat man bereits andere Dokumentationen dieser Art gesehen, vieles wiedererkennen und schon wissen, erfährt aber durch die etwas andere Sichtweise doch ein wenig mehr über die Zusammenhänge aus der Sicht der Physik und nicht wie sonst als biologischer Sicht.

Alles in allem ist die Dokumentation etwas ruhiger als vergleichbare Titel, verzichtet auf einen eingängigen Erzähler und bietet Abwechslung durch viele verschiedene Stimmen. Dennoch sollte man sich klar darüber sein, dass hier die Information im Mittelpunkt steht, es zwar Schauwerte gibt, die aber nicht unbedingt an die bombastischen Darstellungen herankommen, die man vielleicht aus „Planet Erde“ und Co. kennt.

 

 

Fazit:

 

Letztendlich ist „Wunder des Lebens“ für alle Zuschauer interessant, die die Evolution einmal aus anderer Sicht betrachten wollen und die die Physik bisher dabei außer Acht ließen. In dieser Hinsicht bietet die Dokumentation einen interessanten und vielseitigen Überblick, der auch für den blutigen Laien unterhaltsam und verständlich aufbereitet ist.

 

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DVD:

Wunder des Lebens

Serienproduzent: James van der Pool

Produzenten: Gideon Bradshaw, Stephen Cooter, Michael Lachmann, Paul Olding

Musik: David Schreiber

Format: Dolby, PAL, RC 2

Sprache: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Umfang: 2 DVDS

Polyband/WVG, 26. Juli 2013

Produktionsjahr: 2013

Spieldauer: 250 Minuten

 

ASIN: B00CPGQAQU

 

Erhältlich bei: Amazon

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202302051148551b366401
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Erstellt: 07.08.2013, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01