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Wunder des Universums

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

In den letzten Jahren wecken Fortschritte und Entdeckungen in der Astronomie immer wieder das Interesse am Weltall, so dass neue Dokumentationen gedreht werden, in denen Wissenschaftler die neusten Forschungsergebnisse auch für den Laien verständlich erklären. Dabei hat sich eingebürgert, die kosmischen Abläufe möglichst einfach zu erklären und dabei Vergleiche zu Vorgängen auf der Erde zu ziehen. Denn manches, was im Großen Jahrmillionen braucht, geschieht im Kleinen in Sekunden oder Tagen.

 

„Wunder des Universums“ ist eine vierteilige Dokumentation der BBC aus dem Jahr 2007 und richtet deshalb seinen Blick nicht nur ins All, sondern auch an Orte der Erde, die man mit den kosmischen Ereignissen gar nicht in Verbindung bringen würde.

Was bedeutet Zeit für das Universum und was für den Menschen? Warum nehmen wir sie nicht als nach vorne gerichteten Pfeil wahr? Was geschieht, wenn die Zeit vergeht, und welche Bedeutung hat sie für den Blick ins Weltall? Was kann uns eine Sandburg über die Abläufe im Universum erzählen? Oder eine kleine Welle, die auf dem Ozean zu einer großen Woge wird und ähnliche Verhaltensweisen wie die Strahlung im Weltall zeit. Aufnahmen von weit entfernten Galaxien, die uns Menschen einen Blick in die ferne Vergangenheit des Universums erlauben, wechseln sich mit einem Besuch in den sonnendurchglühten Ebenen Afrikas oder in den Rocky Mountains ab. Letztendlich beschäftigen sich die einzelnen Folgen mit der Wirkung von Zeit, Licht, Schwerkraft, Materie und Energie, die unser Universum zusammenhalten und definieren. Jede Folge konzentriert sich auf einen Aspekt, bezieht aber auch immer wieder die anderen mit ein.

 

Die Folgen sind ansprechend und publikumsnah produziert. Die Wissenschaftler bemühen sich um verständliche Erklärungen kosmischer Vorgänge und verknüpfen sie mit alltäglichen Vorgängen auf der Erde über die viele Menschen nicht nachdenken, sondern sie einfach nur hinnehmen. Dabei wechseln sich echte Aufnahmen mit Computeranimationen ab. Erklärungen werden durch Bilder ergänzt, Darstellungen gut verständlich kommentiert.

Wer sich bereits mit dem Thema beschäftigt hat, wird sicherlich das ein oder andere aus anderen Dokumentationen wiedererkennen, aber es gibt immer wieder neue Aspekte und Querverbindungen, die bisher noch nicht angesprochen wurden.

Wie immer glänzt die BBC-Dokumentation mit aufwendigen Bildern und dosiert die Informationen so, dass Zuschauer nicht überfordert werden, sich aber auch nicht langweilen. Es gibt neben vielen alltäglichen Dingen immerhin auch Spektakuläres wie das Entstehen einer Supernova zu sehen. Natürlich wird auch erklärt, wie und warum die Wissenschaftler wissen, wie so etwas abläuft – das Universum ist voll von den verschiedenen Entwicklungsstadien.

Letztendlich bieten die vier Folgen doch einen guten Einstieg in die Materie, bieten sie doch einen guten Überblick über die Dinge, mit denen sich die Astrophysiker und Astronomen mittlerweile beschäftigen.

 

 

Fazit:

„Wunder des Universums“ überzeigt durch seine Bildgewalt und die unterhaltsame Vermittlung von Wissen, die kosmische Vorgänge teilweise sehr eindringlich durch vergleichbare irdische Abläufe erklärt, dabei aber nie wirklich den Blick vom Himmel nimmt.

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DVD:

Wunder des Universums/b>

2011

Format: Dolby, PAL, Region 2

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

FSK: 0

Polyband/WVG, 29. Juni 2012

Spieldauer: 200 Minuten

 

ASIN: B007ZXJFX8

 

Erhältlich bei: Amazon

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230205180543cafecfac
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Erstellt: 17.07.2012, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01