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Wunschkrieg von Kai Meyer

Reihe: Die Sturmkönige, Band 2

Rezension von Cronn

 

Den Lesern von Phantastik-Literatur ist der Name Kai Meyer schon seit einer Dekade kein Unbekannter mehr. Der Literat hat sich der unterhaltsamen Phantastik-Literatur verschrieben, hat auch Kinder- und Jugendliteratur verfasst und ins Krimifach für Erwachsene gewechselt. Kai Meyer ist ein wahrer Hans-Dampf-in-allen-Gassen, und das ist nicht despektierlich sondern respektvoll gemeint.

Sein neuester Streich ist eine Trilogie, welche sich die Märchen aus 1001-Nacht zum Vorbild genommen hat und sie querbürstet, um dann mit einer gehörigen Portion Kai-Meyer-Phantastik gepaart etwas Eigenständiges zu ergeben.

Der Titel der Trilogie heißt „Die Sturmkönige“ und sie spielt in einem fiktiven Märchenland, das im Bereich des heutigen Irak/Iran, dem früheren Mesopotamien angesiedelt ist. Die Hauptstadt der Lande ist Bagdad, soweit ist es mit der realen Welt kongruent. Aber es existieren dort fliegende Teppiche, Dschinne und andere merkwürdige Wesen und Gegenstände. Magie ist an der Tagesordnung, und stellt somit nichts Außergewöhnliches dar. Doch das ist nicht ganz korrekt – es gibt auch in diesem „Märchenreich“ eine Magie, die extraordinär ist...

Im Gustav Lübbe Verlag ist inzwischen der zweite Band der Trilogie unter dem Titel „Wunschkrieg“ erschienen.

 

Inhalt:

Seit dem Auftreten der Wilden Magie vor ca. 50 Jahren hat sich einiges verändert. Zehntausende Dschinne ziehen aus den Wüsten gegen Bagdad, der Untergang scheint unaufhaltsam. Nur die Macht des Dritten Wunsches kann diesen Krieg entscheiden. Aber was ist der Dritte Wunsch? Kann er wirklich die Welt vor dem Untergang bewahren?

Tarik hat alle verloren, die er liebt: Das Mädchen Sabatea ist im Kalifenpalast gefangen. Sein Bruder Junis kämpft an der Seite der Sturmkönige im Dschinnland. Und die geheimnisvolle Maryam hat einen Plan, der sie alle ins Verderben reißen könnte.

Aber Tarik gibt nicht auf. In Bagdads Diebesviertel findet er neue Verbündete, und er stößt auf die Spur des Dritten Wunsches. Dreht sich der Krieg in Wahrheit nur um ihn? Was wird geschehen, wenn die Dschinne die Macht der Wünsche entfesseln?

Tarik macht sich auf die Suche nach der Lösung für all seine Fragen und stößt dabei mehr und mehr in Bereiche vor, die er sich niemals hätte erträumen können. Der Schlüssel zum Erfolg scheint auch ein gewisses Zauberpferd zu sein, dass gemeinsam mit einem Ifrit-Dschinn ihm schon einmal begegnet ist...

 

Kritik:

Kai Meyer packt verschiedene Elemente und steckt sie zusammen, um damit ein Literatur-Fest zu goutieren, das dem Leser schmecken soll – und das tut es in der Tat.

1001-Nacht zusammen mit Mystik, eine Prise Hollywood-Dieb von Bagdad dazu und eine gehörige Portion Horror im Untergrund von Bagdad nicht zu vergessen – schon hat Kai Meyer ein leckeres Lesefutter parat. Dass sich das Ganze harmonisch verträgt und auch flüssig liest, ist das Verdienst des Autor Kai Meyer. Sein Schreibe ist getragen von dem Gespür für die deutsche Sprache. Kai Meyer will unterhalten, und dies erreicht er zweifelsohne. Sein Anspruch dabei an die Literatur und künstlerische Bedeutung ist eher untergeordnet, doch mit der Sprache versteht er es geschickt umzugehen. Sein Repertoire ist umfangreich und er setzt es virtuos ein.

Neue Handlungsfäden werden im zweiten Teil geknüpft, so dass man neugierig auf das Erscheinen des dritten und abschließenden Teils von „Die Sturmkönige“ hinfiebert.

Kai Meyers „Wunschkrieg“ ist somit ein würdiger zweiter Teil, der dem ersten kaum nachsteht und auch als Buch ordentlich was hermacht: die Ausstattung des Hardcovers ist sehr schön gelungen, Satz und Druck einwandfrei.

Eine klare Kauf- und Leseempfehlung!

 

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Wunschkrieg

Reihe: Die Sturmkönige Bd.2

Autor: Kai Meyer

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten

Verlag: Lübbe; Auflage: 1., Aufl. (17. März 2009)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3785723563

ISBN-13: 978-3785723562

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 22.04.2009, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53