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Wyrmkrieg von Christopher Golden und Thomas E. Sniegoski

Reihe: Der UnMagier Bd.4

Rezension von Bine Endruteit

 

Es ist das passiert, wovor jeder in Terra Angst hat, seit die Wyrmer in eine Parallelwelt geschickt wurden: Die Barriere, die sie von den Magiern trennte, ist gefallen. Die drachenartigen Wesen wurden nach Draconae verbannt und haben in den Jahren ihrer Gefangenschaft einen enormen Hass auf die Menschen, die ihnen das angetan haben, entwickelt. Als sie nun in diese Welt zurückkehren, kennen sie nur ein Ziel: Vernichtung. Ihr Anführer Raptus ist aber nicht dumm. Er weiß, dass die Wyrmer in der Unterzahl sind und den Magiern in einem direkten Kampf unterlegen wären. Darum sucht er nach etwas, das ihn noch stärker machen soll, der so genannten „Ausgeburt des Grimm“. Es handelt sich dabei um ein Ei, dass selbst die meisten Wyrmer für eine Legende halten. Doch sie irren sich, der General findet es und wird zu einem unbesiegbaren Monster, das nicht aufzuhalten ist.

 

Timothy ist untröstlich. Im Kampf mit Alhazret wurde nicht nur der böse Magier getötet, sondern auch Leander, sein Mentor und Freund. Zusätzlich fühlt er sich schuldig daran, dass die Barriere zu Draconae gefallen ist, da er das mit seiner Andersartigkeit erst ausgelöst hat. Timothy ist der einzige Mensch, der keinerlei Magie besitzt, die für alle anderen selbstverständlich ist. Im Kampf gegen Alhazred hat er das magielose Feld um ihn herum so weit ausgedehnt, dass der Magier seiner Kräfte beraubt wurde. Was er nicht wusste ist, dass sein Angriff auf die Matrix der Magie so weit reichte, dass selbst die magische Barriere gebrochen wurde.

 

Doch der Junge muss seine Schuldgefühle beiseite schieben, denn nun ist nur noch eins wichtig: Die Verteidigung der Menschen. Selbst die Gilden, die sonst nur Verachtung füreinander übrig haben, raufen sich zusammen und kämpfen Seite an Seite. So zieht auch Timothy in die Schlacht und hofft, ihr zu einem guten Ausgang verhelfen zu können.

 

„Wyrmkrieg“ ist der vierte Band aus der Reihe „Der UnMagier“ von Christopher Golden und Thomas E. Sniegoski. Nun passiert endlich das, was sich im dritten Teil bereits anbahnte und worauf man wartete: Es gibt einen Krieg mit den Wyrmern. Endete „Geisterfeier“ mit einem gänzlich anderen Kampf, als dem, den man erst erwartete, widmet sich „Wyrmkrieg“ ausschließlich dem Krieg der Magier gegen die Drachen. Er wirkt eher wie ein großes Finale, denn wie ein eigenständiger Roman. Allerdings wird die Geschichte auch hier noch nicht komplett abgeschlossen, sondern lässt durchaus weiteren Raum für eine Fortsetzung.

 

Zu Anfang der Geschichte ist Timothy sehr bedrückt und von Trauer durchzogen. Er macht sich nicht nur Vorwürfe für das, was er getan hat, er trauert auch um Leander. Doch schnell erholt er sich wieder und konzentriert sich auf das Ziel, das er mit allen teilt: Die Welt vor den Wyrmern zu beschützen. Er war bereits ein mal ihr Gefangener und weiß nur zu gut, wie grausam sie sein können.

 

Interessant ist es zu verfolgen, wie sich die Bewohner der Stadt Arkanum verhalten und sich trotz aller Widrigkeiten zusammen raufen. Plötzlich werden Feinde zu verbündeten und kämpfen Seite an Seite. Es ist klar, dass ein solcher Krieg auch Opfer fordert und das sowohl auf der Seite der Feinde als auch in den eigenen Reihen. Seltsamerweise wird es eher nebenbei abgehandelt, wenn jemand stirbt. Hier wäre jede Menge Potenzial für tragische Momente gewesen, das nicht genutzt wird. Leider stirbt auch einer der interessantesten Widersacher Timothys auf äußerst unspektakuläre Weise. Hier ist es nicht nur schade um den Charakter, sondern auch um den verschenken Moment. Der „große Kampf“ an sich ist jedoch äußerst eindrucksvoll geschildert worden. Gerade die Wyrmer mit dem Feuer, das ihnen aus dem Maul trieft, beeindrucken. Doch auch die Magie fasziniert.

 

Fazit:

Insgesamt ist „Wyrmkrieg“ eher ein durchschnittlicher Roman, der jedoch die Geschichte um Timothy und die Veränderungen, die er in eine magische Welt bringt, konsequent fortsetzt. Man sollte allerdings die Vorgeschichte kennen, wenn man ihn voll genießen möchte.

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Mit freundlicher Unterstützung von Feder&Schwert GmbH,

www.feder-und-schwert.de.

 

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Wyrmkrieg

Reihe: Der UnMagier Bd.4

Autor: Christopher Golden und Thomas E. Sniegoski

Feder & Schwert (Januar 2008)

Taschenbuch, 240 Seiten

ISBN-10: 3867620156

ISBN-13: 978-3867620154

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 06.06.2008, zuletzt aktualisiert: 27.08.2020 19:55