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Yellowstone – Legendäre Wildnis

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

 

In den letzten Jahren stand der Yellowstone Nationalpark mehrfach im Interesse der Öffentlichkeit, nicht zuletzt wegen der Gefahren, die unter der atemberaubenden Landschaft existiert. Früher oder später könnte hier ein Supervulkan ausbrechen und die Welt in ein Chaos stürzen.

 

Doch das ist nicht das Thema der dreiteiligen BBC-Dokumentation. Sie wirft eher einen Blick auf die Landschaft und die Tiere, die den Landstrich so atemberaubend machen und die amerikanische Regierung bereits 1872 dazu bewogen, die Region unter Schutz zu stellen, damit die Naturwunder auch noch für spätere Generationen erhalten bleiben sollten. Und so wurde bis heute – dank zusätzlicher Schutzgebiete, die später dazukamen, das größte zusammenhängende Ökosystem in der gemäßigten Klimazone bewahrt.

Bisons, Bären, Wapiti, Wölfe und Biber sind nur einige der Tiere, die hier Zuflucht finden und sich in Ruhe fortpfanzen können, so dass ihr in anderen Gebieten des Landes und der Erde bereits bedrohten Bestände erhalten können.

Die einzelnen Teile behandeln die Jahreszeiten – beginnend mit dem extrem kalten Winter, in dem Temperaturen von 20 Grad oder mehr unter Null ganz normal sind und die Tierwelt ums Überleben kämpft. Wer kann, greift auf seine Vorräte zurück und verschläft die meiste Zeit, die anderem müssen weite Strecken zurücklegen, um überhaupt Futter zu finden.

Dafür erwacht im Frühling und Sommer das Leben mit voller Kraft, denn nur wenige Monate bleiben, um die nächste Generation in die Welt zu setzen und aufzuziehen. Dank des überreichen Nahrungsangebotes können Jungtiere nun sicher aufwachsen und sind alt genug, wenn die kalte Jahreszeit wieder zurückkommt.

Im Herbst, wenn sich die Blätter der Laubbäume in allen möglichen Farben zeigen, sammeln sich unterdessen viele Tiere Vorräte oder fressen sich eine dicke Speckschicht an. Aber es ist auch die Brunftzeit der Wapitis und der Büffel, damit die Kälber in den Leibern der Mütter über den Winter heranwachsen können und gleich zu Beginn des Frühlings auf die Welt kommen. Damit schließt sich dann der Kreis.

 

Die Dokumentation konzentriert sich vor allem auf die atemberaubende Landschaft und einige Tiergruppen, deren Leben über die Jahrezeiten hinweg verfolgt wird. Natürlich werden auch andere nicht außer Acht gelassen, aber sie spielen längst nicht die Rolle, die Wapitis oder Wölfe haben. Menschen kommen nur sehr selten ins Bild und spielen allenfalls am Rande eine Rolle.

Der ewige Kreislauf von Leben und Tod wird auch hier gezeigt, wenngleich man sich all zu grausame und brutale Aufnahmen erspart. Überhaupt setzt die Dokumentation auf sehr ruhige und stimmungsvolle Bilder. Man versteht sehr schnell, warum die UNESCO den Park zum Weltkulturerbe erklärt hat. Deshalb müssen die ca. 3 Millionen Besucher pro Jahr auch besondere Umsicht walten lassen, wenn sie sich dort umsehen.

Man lässt aber auch die Geschichte des Parks nicht außer Acht, beschreibt seine geologischen Besonderheiten und erwähnt auch die nur 5 km unter der Oberfläche liegende Magmakammer.

Die Kamera fängt die Landschaft sehr lebendig ein und zeigt ihre je nach Jahreszeit höchst unterschiedlichen Gesichter. Dadurch bekommt man auch eine Ahnung mit welchen klimatischen Extremen die Region zu kämpfen hat, und warum die Tiere solche Überlebenskünstler sind.

Auch der Text wird sehr ruhig gesprochen. Die Informationen sind sehr komprimiert, um nicht von den Bilder auszumachen. Und oft schweigt der Sprecher auch, um den Zuschauer ganz in die Landschaft eintauchen zu lassen.

Bild und Ton sind ausgezeichnet, und erfüllen den Standard, den man von den BBC-Dokumentationen erwartet, voll und ganz. An Extras gibt es jeweils 10-minütige Making-of’s der einzelnen Teile.

 

 

Fazit:

 

Alles in allem ist „Yellowstone“ eine gewohnt stimmungsvolle und bildgewaltige Dokumentation, wie man sie von der BBC gewohnt ist. Anders als viele andere Filme über den Park konzentriert man sich hier wirklich nur auf die Landschaft und Tierwelt und lässt alles andere weitestgehend außen vor, so dass hier vor allem Naturfreunde zu ihrem Recht kommen.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230205172934d8c58b98
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DVD:

Yellowstone – Legendäre Wildnis

GB 2009

3-teilige Filmdokumentation

Produzent: Andrew Murray

Sprache: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Bildseitenformat: 16:9

Umfang: 1 DVD

FSK: 0

Studio: Polyband & Toppic Video/WVG, 28. August 2009

Spieldauer: 135 Minuten

(3 Episoden a ca. 45 min)

 

ASIN: B002CKJ1VA

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 23.09.2009, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01