Zarah - Das Schloss des Gwoor (NDS)
 
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Zarah - Das Schloss des Gwoor (NDS)

Rezension von Julia

 

Spiele wie Prinzessin Lillifee haben gezeigt, das Mädchen ebenfalls gerne zu Konsolen greifen, um Abenteuer zu erleben. Wem es jedoch zu langweilig wird einfach nur Blumen zu züchten und Tiere zu streicheln, kann zu „Zarah - Das Schloss des Gwoor“ greifen, dem neuen Titel für Mädchen, die etwas mehr spielen wollen und dabei noch Abenteuer erleben können.

 

Handlung

Zarah ist die Heldin des Zauberwaldes, denn vor kurzem ist es ihr gelungen ein finsteres Portal zu schließen und ihrer Welt damit den Frieden wiederzubringen. Auch die Einhörner können sich wieder erholen, es werden Fohlen geboren, während Zarah den Hof ihres Onkels bewirtschaftet, Samen aussät, Felder beerntet, Tiere weckt und füttert, Erzeugnisse wie Eier einsammelt und Pflanzen gießt.

Gwoor und Finsky, zwei finstere Gesellen wollen jedoch keinen Frieden und sind darauf aus, das Portal erneut zu öffnen und Zarahs Arbeit zunichte zu machen. Dafür entführen sie die Einhornfohlen und verbreiten Angst und Schrecken. So muss Zarah die Einhornfohlen unbedingt wiederfinden und die erneute Öffnung des Portals verhindern. Zur Seite stehen ihr wieder ein Einhorn und ein Drache, die sie jedoch erst mit einigen Zaubern bekommen kann.

Nun ist guter Rat teuer und der Bürgermeister des nahen Dorfes bittet Zarah ebenfalls erneut um Hilfe. Eldoria muss unbedingt gefunden- und das Dorf wieder aufgebaut werden.

 

Technik

Gespielt wird überwiegend mit dem Touchpen. Gelegentlich muss man das Mikrophon zu Hilfe nehmen, wie beispielsweise dann, wenn man die Tiere der Farm aufwecken möchte, da man dann so kräftig wie möglich dorthinein pustet. Wenn man einen Zauber ausführt, werden mit dem Touchpen Symbole nachgezeichnet. Je nachdem wie gut man das Zeichen trifft, gelingt der Zauber. Hier haben die Entwickler recht gut gearbeitet, da die Zeichnungen recht schnell erkannt werden. Jedenfalls zunächst, denn die Zeichen werden immer komplexer, sodass es auch schwieriger wird sie zu zeichnen und das auch noch in der richtigen Reihenfolge der Striche. Hier könnte es zu Resignationen kommen, wenn die Zauber nicht funktionieren, obwohl man eigentlich auf diese angewiesen ist.

Die Graphik enttäuscht leider, da diese zu wenig abwechslungsreich ist, um begeistern zu können. Alle Bilder sind einfach und zweckdienlich, mehr im Grunde nicht.

Der Sound ist dabei aber fantastisch angehaucht mit sphärischen Klängen und schleicht sich in die Gehörgänge, sodass man ihn gerne anlässt und das gesamte Spiel über anhört.

Auf dem oberen Screen ist die ganze Zeit über eine praktische Karte abgebildet, während man auf dem unteren spielt. So verliert man niemals die Übersicht. Gespeichert wird an Speicherpunkten, denen man häufig genug begegnet. Deutlich zu lang sind hier aber die Ladezeiten, da diese immer einige Sekunden in Anspruch nehmen, was gerade für einen Nintendo DS einfach zu lange ist.

 

Spielspaß

Das Spiel besteht im Grunde aus zwei Settings. In dem einen müssen die Einhornfohlen gerettet werden, im anderen steht der Wiederaufbau des Dorfes im Vordergrund. Auch die Farm muss bewirtschaftet werden, sodass man hier die Tiere füttert, die Felder bewirtschaftet und die Erzeugnisse verkauft. Beides darf nicht vernachlässigt werden, sonst hat man nicht genügend Geld und unzufriedene Tiere auf dem Hof, beziehungsweise ein Dorf, das aus dem letzten Loch pfeift. Für dieses muss man Gegenstände sammeln und abliefern, damit die abgebrannten Gebäude wieder neu aufgebaut werden können. So investiert man hier sehr viel Zeit, muss auch während des Spiels immer wieder dorthin zurückkehren, obwohl man sich doch eigentlich um die Fohlen und die Lösung der weiteren Rätsel kümmern möchte. Das Spiel selbst besteht nämlich aus noch mehr, später findet man beispielsweise das Schloss Gwoor, in dem man viele verschiedene Rätsel lösen muss und bis dahin müssen zahlreiche Kämpfe gefochten werden. So können das Einhorn, der Drache und auch Zarah jeweils Kampfzauber erlernen, um sich gegen unliebsame Gegner zur Wehr zu setzen.

Schön ist an diesem Spiel auch, das es hier Sinn macht das Einhorn zu pflegen, da es einen nur aus Dankbarkeit auf seinem Rücken reiten lässt und nicht, weil man es besitzt. Damit wird eine wichtige Botschaft vermittelt und einer weiteren, wenn auch zeitraubenden Tätigkeit Sinn verliehen. Nervend ist dahingegen die Nutzung des Mikrophons, da man einfach irgendwann nicht mehr pusten möchte. Hier muss man sehr viel Luft verwenden und so stark Luft ausstoßen wie man kann. Beides ist nervenaufreibend und man kommt sich ziemlich dämlich vor, wenn man ständig mit aller Macht auf seinen Handhelden pustet.

 

 

Das Spiel richtet sich eindeutig an junge Mädchen, die noch nicht allzu viel gespielt haben. Die Geschichte wird schnell langatmig, da man täglich dieselben Aufgaben auf der Farm erledigen muss, was einen einfach nur aufhält und auch die Graphik ist wenig aufwendig. Dennoch begegnet man einigen netten Ideen und vor allem einer spannenden Hintergrundgeschichte, die etwas mehr in den Vordergrund gehört hätte.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240713205228fcd036bb
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MEDIUM:

Zarah - Das Schloss des Gwoor

von Tivola Publishing GmbH

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: USK ab 0 freigegeben

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 31.08.2009, zuletzt aktualisiert: 21.10.2022 08:12, 9094