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Zarter Mond von Rachel Hawthorne

Reihe: Die dunklen Wächter, Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Rachel Hawthorne hat mit ihren Romanen bereits mehrere Preise gewonnen und ist sogar schon auf der Bestsellerliste der New York Times aufgetaucht Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden derzeit in Plano, Texas. „Zarter Mond“ ist der dritte Band ihrer Reihe „Die dunklen Wächter, in der sie Geschichten um die Welpen eines Werwolfrudels erzählt, dass seinen Weg gefunden hat, um mit den Menschen zusammenleben zu können, aber dennoch darauf achtet, das nicht zu viele „Normale“ von ihren Gestaltwandlerkräften erfahren. Denn immerhin hat man ziemlichen Ärger mit denen, die bereits dahinter gekommen sind – den skrupellosen Forschern eines kleinen Genetik-Unternehmens.

 

Brittany arbeitet wie ihre beiden Freundinnen Kayla und Lindsay als „Sherpa“ und führt Touristen, die etwas mehr als nur einen Pauschalurlaub erleben wollen durch die Wälder an der Grenze zu Kanada. Es ist für sie nicht leicht, damit zurecht zu kommen, dass Connor, den sie schon seit langer Zeit liebt, sich ganz offensichtlich für Lndsay entschieden und sie durch ihre erste Wandlung begleitet hat.

Nun steht ihre eigene an. Deshalb begibt sie sich bei Vollmond in den Wald und wartet darauf, das sich ihre zweite Natur das erste Mal zeigt. Allerdings geschieht nichts. Beschämt kehrt sie zurück und verbirgt diese Schande vor allen anderen – auch ihren engsten Freunden.

Denn sie weiß, dass ihre Karriere als „Dunkle Wächterin“ ein jähes Ende haben könnte, wenn die Ältesten erfahren, dass sie sich nicht in einen Wolf verwandelt hat.

So vergeht einige Zeit, in dem sie weiter ihren Dienst versieht und feststellen muss, dass Connor ganz offensichtlich doch mehr für sie empfindet als nur kumpelhafte Freundschaft. Zudem versucht sie heraus zu finden, warum sie sich nicht verwandeln kann und stellt ihre Mutter zur Rede.

Dann aber schlagen die Handlanger von „Bio-Chrome“ unter der Führung von Mason überraschend zu. Sie nehmen Brittany und Connor gefangen. So bekommt das Mädchen nicht nur die Gewissheit über das was sie ist und niemals werden kann, sondern auch, dass Connor sie aus tiefstem Herzen liebt.

 

„Zarter Mond“ ist zwar in einen bestehenden Hintergrund eingebunden, lässt sich aber auch ohne Vorkenntnisse lesen, da genug Informationen innerhalb des Textes gegeben werden und so keine Fragen offen bleiben. Wirklich ausgearbeitet ist der Konflikt mit „Bio Chrome“ allerdings nicht. Er dient nur dazu, die beiden Protagonisten in eine gefährliche Lage zu bringen, damit sie sich letztendlich darüber klar werden, welche Gefühle sie füreinander hegen. Und auch Brittany muss lernen mit den Enthüllungen zu leben, die ihren Lebensweg auf den Kopf stellen.

Man merkt sehr deutlich, dass die Geschichte für junge Leser gedacht ist. Gewalt und Gefahren halten sich in Grenzen, die Liebe ist romantisch und schwärmerisch ohne erotische Komponente und erinnert an das, was sich Teenager oft noch als Erfahrung für die erste Liebe wünschen.

Weder die Figuren noch die Handlung erhalten besondere Tiefe. Die Geschichte ist zwar gefällig geschrieben und lässt sich flüssig lesen, bleibt aber kaum in Erinnerung. Sie betont die natürlichen und edlen Seite der Werwölfe als Hüter und Beschützer und lässt so gut wie ganz deren Raubtier- und Bestien-Aspekte außer Acht. Auch das Happy End ist vorprogrammiert.

 

Alles in allem ist „Zarter Mond“ eine schwärmerische Romanze für alle jungen und jung gebliebenen weiblichen Leser, die reine und beschützende Liebe ohne erotischen Aspekt mögen. Die phantastischen Elemente sind hier lediglich Staffage und nicht sonderlich ausgearbeitet.

 

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Buch:

Zarter Mond

Reihe: Die dunklen Wächter Band 3

Autorin: Rachel Hawthorne

Taschenbuch, 254 Seiten

Goldmann, März 2011

Übersetzerin: Inge Wehrmann

Titelbild von Crabb/Gordon

 

ISBN-10: 3442473349

ISBN-13: 978-3442473342

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 22.04.2011, zuletzt aktualisiert: 19.11.2018 19:40