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ZauberStauber

Rezension von Stefan Sasse

 

Seit den „Siedler von Catan“ Spielen verbinde ich mit quadratischen Schachteln vom Kosmos-Verlag ansprechende, aber Glückbasierte Spiele. Auch ZauberStauber kommt in einer solchen Packung daher, den Deckel mit einer ansprechenden Illustration von verrückten, auf magischen Staubsaugern reitenden Hexen und Hexern geschmückt.

Damit kennen wir auch bereits das Spielprinzip: rauf auf die Sauger und los geht’s! Die Regeln, in einem vierseitigen Booklet mitsamt farbigen Illustrationen leicht verständlich beschrieben, sind schnell verstanden:

Die Hexen können die Flugroute mit bis zu fünf Kurven vorprogrammieren. Dieser Kurs muss dann abgeflogen werden, bis die Kurven alle sind oder man auf ein Hindernis stößt. Dabei gilt es, unterschiedliche Ziele zu absolvieren.

Die kurze Einstiegserläuterung macht deutlich: dieses Spiel kommt ohne Spielplan aus, dafür dient der Tisch. Dieser sollte nach Möglichkeit einfarbig sein, Tischdecken sollten dringend weggelegt werden, da der Überblick sonst rapide flöten geht – ein idealer Punkt, um uns kurz über die Aufmachung zu unterhalten. Die Zauberstauber werden aus vorgestanzten Pappteilen zusammengesteckt und ergeben eine griffige und ansprechende Form. Leider halten sie nicht, weswegen man hier mit einem Pappkleber seines Vertrauens nachhelfen muss, was den Einstiegsspaß ein wenig mindert. Die Kurven und Burgen sind Pappplättchen, die eingängig bedruckt sind. Das war’s dann auch schon wieder.

Burgen? Häh? Nur Gemach. Das Spiel bietet verschiedene spielbare Szenarien an. Das erste, „Flugschule“, ist reichlich unspektakulär und dient auch lediglich dem spielerischen Erlernen der Regeln. Etwas knackiger geht es beim „Hummelflug“ zu, der in Wettrennen darstellt. „Quaddatsch – Jagd auf die Katze“ ist im Endeffekt eine Art Capture-the-flag (respektive -cat), bei dem man die Katze vor rammenden Mitspielern in Sicherheit bringen muss, die übrigens als Aufsatz auf die Spielfiguren gesteckt wird und damit ebenfalls optisch wie praktisch sehr reizvoll ist. Beim letzten Szenario, „Jagd auf den Wolkenschreck“, muss ein fünfter Hexer gerammt werden, der die Burgen wegzaubert. Hier ist in beschränktem Maße Teamwork gefordert, damit die Spieler nicht alle verlieren.

Als Altersangabe steht „10-99“ auf der Packung. Das mit den 99 mag ja noch angehen, aber wenn man die Flugschule absolviert hat würde man „dieses langweilige Ding“ gerne ab zwei Jahren freigeben. Erst eine Beschäftigung mit den anderen Szenarien zeigt, dass die Sache doch nicht so einfach ist und wohlüberlegtes Vorgehen, gepaart mit einer gehörigen Portion räumlichem Vorstellungsvermögen erfordert. Die späteren Szenarien könnten 10jährige locker überfordern, weswegen die Altersangabe tatsächlich richtig ist – dieses Spiel ist etwas für alle Altersgruppen.

Problematischer ist die Spieleranzahl. Für zwei bis vier Spieler ist es gedacht, aber mit zweien ist es selbst im knackigsten Szenario eher mau, der richtige Spaß tritt erst bei vier Spielern auf, da hier der Schwierigkeitsgrad, aber auch der Spaßfaktor proportional ansteigt und die Planungen schwieriger werden. Wohl dem, der alle Kurven im Überblick hat.

Spätere Szenarien erlauben auch neue Flugmanöver, wie das Rückwärtsfliegen, das dem Spiel noch einmal eine ganz neue Komponente erlaubt.

Diese Faktoren machen „ZauberStauber“ interessanterweise zu einem hervorragend geeigneten Partyspiel, und spätestens, wenn man die rührend-naive Anleitung laut vorliest kullern die ersten Lachtränen.

 

Fazit:

Für kleine und große Planer empfehlenswert, die einmal ein etwas anderes Spiel ausprobieren möchten.

 

Eure Meinung:


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ZauberStauber

Verlag: Kosmos

Autor: Glumpler, Heinrich

Illustrator: Michael Menzel

Spieldauer: ca. 40 Min

Spielerzahl: 2 bis 4

Spielmotivation: Spaß; Glück

Altersempfehlung: 8 bis 99 Jahre

ASIN: B0007VWLHC

Erhältlich bei: Amazon

 

Inhalt:

 

  • 4 Zauberbücher
  • 8 Hexen und Hexer mit Zauberstauberschweif
  • 1 Wolkenschreck
  • 8 Bergschlösser
  • 20 Kurven
  • 1 Katzenscheibe
  • 4 Marker
  • 1 Spielanleitung

 

 


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Erstellt: 19.01.2006, zuletzt aktualisiert: 04.04.2018 19:36