Conan: Geschichten aus Cimmeria

Rezension von Christel Scheja

Seit Conan bei Marvel sozusagen mit zu den Superhelden gehört, erscheinen auch wieder mehr Geschichten, die Abenteuer aus seinem Leben erzählen. Für manche holt man auch die Urgesteine wie Roy Thomas und Kurt Busiek zurück, die den Helden in früheren Jahrzehnten prägten. Hier nun haben sie sich mit anderen in der Anthologie Conan: Geschichten aus Cimmeria zusammen gefunden, die von den Anfängen des Helden erzählt.

Cimmeria ist ein hartes, wildes und raues Land. Nicht nur die Pikten und die Vanir greifen immer wieder an, auch die Natur selbst stellt junge Männer, die ihre ersten Schritte aus dem Dorf machen vor große Herausforderungen.
Aber Conan stellt sich ihnen und wagt sich immer weiter hin die Welt, stellt fest, dass lange nicht alle dem Ehrenkodex folgen, den er erlernt hat und das es besser ist, sein Schwert für gutes Geld zu verkaufen. So lässt er sich von Banden, aber auch von Heeren anwerben, kämpft in Kriegen, die nicht die seinen sind und lernt dabei so manches über Verrat und Intrigen.

Die Künstler bieten ein buntes Sammelsurium an Geschichten. Gleich die erste kommt ohne Text aus und lässt allein die Bilder für sich sprechen, denn der junge Conan bewegt sich durch eine kalte und harte Welt, in der er sich immer wieder mit Tieren herumschlagen muss, aber der weitaus gefährlichste Gegner ist der Mensch.
In einer anderen wird die Vorgeschichte des allerersten Conan-Heftes erzählt, dann wieder nehmen die Bewohner eines armen Dorfes den verletzten Barbaren bei sich auf, das einzige, was er ihnen letztendlich an Dankbarkeit zurückgeben kann ist nur Rache und Vergeltung.
Die Geschichten sind allesamt simpel gestrickt, was aufgrund der Länge auch nicht anders möglich ist, aber sie fangen die Essenz des Helden auf, der einerseits ein Sohn der Wildnis, andererseits aber auch sehr schnell lernt, dass man anderen Menschen nicht trauen sollte, sondern seinen eigenen Weg gehen muss.

Das ganze kommt in einem aufwendigen Format daher, das Hardcover hebt auf Kunstdruckpapier die Farben und die Zeichnungen noch besser hervor. Fans des Barbaren werden sicherlich ihre Freunde an den Geschichten haben, die gelegentlich auch noch augenzwinkernd Fragen nach Details wie dem Hörnerhelm der frühen Jahre beantworten.

Fazit:
Alles in allem ist »Conan: Geschichten aus Cimmeria« eine interessante und kurzweilige Sammlung an Geschichten über den Barbaren, die Vergangenheit und Zukunft nicht nur in den Erzählungen miteinander verbinden, sondern auch durch die teilweise recht namhaften Künstler. Inhaltlich sollte man allerdings nicht viel erwarten, das meiste sind eher Stimmungsbilder, die das einfangen, was Conan ausmacht.

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zuletzt aktualisiert: 20.10.2021 17:37 | Users Online
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