Das Tarot Cafe von Park Sang Sun (Bd. 5)

Rezension von Christel Scheja

 

Der erfolgreichste Manwha des Achterbahn-Verlages - "Das Tarot Cafe" - sprich vor allem Leser an, die ein Faible für düster-melancholische und romantische Gothic-Geschichten haben. Nun ist das fünfte Buch der Reihe erschienen. Übersetzt wurde der Manwha wieder von Mirja Maletzki. Die 1974 geborene Park Sang Sun zeichnet übrigens auch die bei Tokyopop erscheinende Serie "Les Bijoux". Manwhas sind übrigens die koreanische Entsprechung der japanischen Mangas. Im Gegensatz zu diesen erscheinen sie auch im Heimatland in westlicher Leserichtung und müssen nicht erst gespiegelt werden.

 

Pamela, die Besitzerin des Tarot Cafes darf sich mit einer Muse herumschlagen, die allen Popmusikern, den sie zu Ruhm und Anerkennung verhalf leider auch einen frühen Tod beschere. Das droht nun auch Sesha, die schreckliche Angst vor dem Tod hat. Aber wie so oft findet Pamela eine Lösung, die beide Seiten zufrieden stellt, au8ch wenn sie gezhörig tricksen muss. Aber was tut man nicht alles für seine Klienten?

In der zweiten Geschichte zieht es Pamela nach Schottland. Aufgewühlt durch Träume will sie an die Orte zurückkehren, in denen sie früher einmal lebte, um die Erinnerung an die Vergangenheit zurück zu rufen. Sie ahnt nicht, dass sie in eine Falle läuft, denn kaum ist sie in den Ruinen eines Schlosses angekommen, wird sie entführt und unter Drogen gesetzt. Ein magisches Parfüm zerrt die grausamsten Erinnerungen an die Oberfläche. Sie erlebt noch einmal mit, welches Leid ihre Verweigerung gegenüber dem Mönch Viktor mit sich brachte, und wie ihr Lehrmeister Ashe sein Leben verlor. Doch kann sie sich aus den Träumen befreien, ehe sie daran zu Grunde geht?

In der dritten Geschichte möchte ein abgerissener Penner einem kleinen Jungen helfen, der von seinen alkoholabhängigen Eltern misshandelt und fast zu Tode geprügelt wird. Doch was kann er Pamela anderes geben als sich selbst?

 

"Das Tarot-Cafe" erzählt Geschichten zwischen Realität und Traum, taucht tief in die Vergangenheit ein und konfrontiert die Betroffenen in der Gegenwart mit den damals in Gang gesetzten Konflikten. Viel Magie, ein Hauch von Erotik und Grausamkeit sind in den bittersüßen Erzählungen im Spiel.

Die kontrastreichen und jugendstilhaften Zeichnungen verstärken die düster-melancholische Stimmung der Geschichten noch, so dass man ihnen gebannt bis zum Ende folgt und mit Spannung darauf wartet, wie es im Tarot Cafe weitergeht - vor allem mit Pamela selbst, deren Vergangenheit mit Sicherheit noch nicht zur Gänze erzählt ist..

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Das Tarot Cafe Bd. 5

Autorin: Park Sang Sun

broschiert, 176 Seiten

Achterbahn-Verlag, erschienen März 2006

ISBN: 3-89982-805-4

Titelbild von Park Sang Sunl

Erhältlich bei: Amazon

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zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39 | Users Online
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