Der Rabenritter von Wolfgang Hohlbein

Reihe: Wolfsnebel

Rezension von Christel Scheja

 

Im Rahmen seiner Wolfgang Hohlbein Reihe legt Knaur nicht nur dessen phantastische Thriller und Horrorromane neu auf, sondern offensichtlich auch Werke aus dem Jugendbuchsektor, die zuvor bei Ueberreuter erschienen. „Der Rabenritter“ ist der Auftakt zum Zyklus „Wolfsnebel“, denn mit „Der Schattenmagier ist bereits ein weiterer Band der Serie für das nächste Halbjahr angekündigt.

 

Der junge Gaukler Tibor reist mit seiner Gruppe durch die Lande um Geld zu verdienen und kennt nicht viel anderes als das und den Bauernhof, auf dem er bis zu seinem zehnten Lebensjahr aufgewachsen ist. Doch auch wenn er als rangniedrigstes Mitglied der Truppe von den anderen drangsaliert wird, so verliert er doch seine Hilfsbereitschaft, Hoffnung und Freundlichkeit nicht. Das zeigt sich besonders, als er dem jungen Ritter Wolff von Rabenfels verbirgt, der von einem seltsamen hünenhaften Krieger verfolgt wird. Doch damit zieht er den Zorn des finsteren Magiers Resnec auf sich, der daraufhin ihn und die anderen Gaukler bestraft.

Nur Tibor kann dem Strafgericht entkommen. Verzweifelt verbündet er sich mit Wolff von Rabenfels, denn er kann und will nicht zulassen, dass der schwarze Magier Unschuldige tötet. Zusammen mit dem Ritter macht er sich auf, um die anderen zu befreien, obwohl er erfährt, dass kein normaler Mensch gegen ihn gewinnen kann, da er über Schatten und Dämonen gebietet. Tibor ist trotzdem bereit Resnec herauszufordern, nicht ahnend, dass er damit Geheimnisse aus seiner eigenen Vergangenheit entdeckt und ein magisches Schicksal erfüllt...

 

Auf dem Klappentext wird noch vollmundig verkündet: „Der Roman bietet alles, was sich Hohlbein Fans wünschen“, doch das stimmt nicht so ganz. Zwar bietet der Autor die gewohnte Action und die üblichen Charaktere, aber das ist auch schon alles. Vor vertrauter Kulisse spult er einen altbekannten Plot ab, den man schon früh durchschaut, denn weder die Handlung noch die Figuren bieten irgendwelche Überraschungen, alles verläuft genau so, wie man es sich ausrechnen kann. Zusammen mit dem augenfreundlichen Großdruck ergibt sich eine enttäuschende Mogelpackung, die vermutlich selbst die meisten Fans von Hohlbein nicht zufrieden stellen dürfte und auf deren Kauf man getrost verzichten kann.

Eure Meinung:

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Cyril
Dienstag, 29. Mai 2007 16:42 Uhr
Kinderbuch halt. Dieses Buch ist für jüngere Fantasyfans ein guter Einstieg. Obwohl ich sagen muss, das der gute Hohlbein sich mit Wörtern bemächtigt, mit denen die Zielgruppe nichts anfangen kann. Aber ich glaube diese Tatsache tut dem Lesespass keinen Schaden. Und wenn doch sollen die im Wörterbuch nachsehen oder ihre Alten fragen.

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Der Rabenritter

Reihe: Wolfsnebel

Autor: Wolfgang Hohlbein

broschiert – 299 Seiten

Knaur, erschienen September 2006

ISBN 3-426-63381-7

Titelbild von Finepic, Innenillustrationen von Arndt Drechsler

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49 | Users Online
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