Die Brennede Brücke von John Flanagan

Reihe: Die Chroniken von Araluen, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Ursprünglich verfasste John Flanagan „Die Chroniken von Araluen“, um seinem 12-jährigen Sohn das Lesen schmackhaft zu machen. Dafür entführt er in eine abenteuerliche mittelalterliche Welt, in der sich der abtrünnige Baron Morgarath mit den Mächten des Bösen verschworen hat, um die Königreiche der Insel zu zerstören. Immer wieder fallen Horden seiner Kreaturen in die Länder - vor allem Araluen - ein, und sähen Leid und Zerstörung.

Im Schatten dieser Bedrohung wächst der Waisenjunge Will als Zögling eines Burgherrn heran. Er träumt davon ein Kämpfer und großer Ritter zu werden, aber das Schicksal will es anders.

Der Waldläufer Wart entscheidet sich für ihn, als der Heermeister den schlanken und kleinen Jungen ablehnt. Der verschrobene Einzelgänger macht keinen Hehl aus den Gründen, aus denen er sich gerade für ihn entschieden hat und stellt aber auch klar, was er von Will erwartet.

Auch wenn der Junge zunächst seiner verlorenen Chance nachtrauert, so beginnt ihn das Leben als Waldläufer schon bald zu faszinieren. Er merkt, dass die Aufgaben die ihn erwarten voll und ganz seinen Fähigkeiten entsprechen, und er viel mehr als die Krieger erreichen kann.

Und deshalb ist er schließlich stolz auf seinen Status aus Lehrling, der ihn durch ganz Araluen führt und auch darüber hinaus. Eine zunächst diplomatisch gedachte Mission an der Seite seiner Freunde Gilan und Horace führt in das benachbarte Celtica.

Doch dort gehen seltsame Dinge vor sich. Nicht nur, dass die Dörfer und Städte in die sie kommen entvölkert sind, sie bemerken auch, dass Morgaraths Kreaturen und Nordmänner das Land durchstreifen.

Ein Flüchtlingsmädchen, deren Begleitung ermordet wurde und das sich ihnen anschließt bestätigt den schrecklichen Verdacht - der Abtrünnige Morgarath plant offensichtlich über Celtica in Araluen einzufallen. Nun ist guter Rat teuer, denn der König muss so schnell wie möglich gewarnt werden. Doch zwischen ihnen und der rettenden Grenze stehen die wachsamen Feinde...

 

Auch „Die brennende Brücke“ ist ein solide geschriebener Jugendroman ohne Ecken und Kanten, der in der Tradition der klassischen Abenteuerromane aus der Ritterzeit steht - nur dass der Held eher ein wenig an einen Ninja erinnert, da die Waldläufer ganz offensichtlich mehr Spione als Wildhüter sind.

Die geradlinige Handlung besitzt zwar für erfahrene Leser keiner besonderen Überraschungen, da sie mit klassischen Versatzstücken spielt und die ein oder andere Wendung sehr vorhersehbar ist, bietet aber sympathische Helden, in denen sich die Jugendlichen problemlos wiederfinden können und die man auch als Erwachsener lieb gewinnt. So ist etwa das Mädchen nicht unbedingt die als die sie sich ausgibt, und die Nordmänner verhalten sich so, wie man es in den letzten Jahren aus diversen Filmen und Romanen kennengelernt hat - wenn man sie gängelt mögen sie das ganz und gar nicht gerne.

 

Insgesamt wendet sich „Die Brennende Brücke“ vor allem an abenteuerlustige junge Leser zwischen zehn und vierzehn Jahren, die eine mittelalterliche Kulisse, Ritter und Waldläufer mögen. Fantastische Elemente sind zwar vorhanden, werden aber nicht in dem Maße genutzt wie in anderen Romanen.

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Die brennende Brücke

Reihe: Die Chroniken von Araluen, Bd. 2

Autor: John Flanagan

Broschiert, Taschenbuch, 316 Seiten

omnibus, erschienen Juli 2007

ISBN: 978-3-570-27073-8

Übersetzung von Angelika Eisold-Viebig

Titelbild von John Blackford

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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zuletzt aktualisiert: 13.12.2019 15:46 | Users Online
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