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Biss zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Hörbuch

Bella & Edward Teil 1

Rezension von Christel Scheja

 

Schon kurz nach seinem Erscheinen wurde „Biss zum Morgengrauen“ zu einem heimlichen Bestseller. Schon das Thema schlug in eine derzeit beliebte Kerbe – das Spiel mit dem Teufel in der Gestalt des Vampirs zieht sich auch durch die Erwachsenenliteratur. Das Buch wurde von der Jugendjury sogar als bestes Jugendbuch des Jahres 2007 nominiert.

Grund genug um auch eine Hörbuchfassung heraus zu geben. Die Lesung von ca. 471 min wird auf sechs CDs verteilt und von der Schauspielerin Ulrike Grote vorgetragen.

 

Die 16-jährige Isabella Swan ist nicht gerade begeistert zu ihrem Vater nach Forks im Staate Washington zu ziehen, weil ihre Mutter andere Pläne hat. Sie vermisst das sonnige Phoenix in Arizona und kann sich zunächst nicht mit dem verregneten und nebligen kleinen Städtchen abfinden, in dem sich Hase und Igel gute Nacht zu sagen scheinen.

Zwar kennt sie den Ort durch Besuche, aber wohl fühlt sie sich nicht, auch wenn ihr Vater es ihr so angenehm wie möglich zu machen versucht. Er schenkt ihr sogar ein eigenes Auto, damit sie mobiler ist.

Die ersten Tage in der neuen High-School werden zu einer Katastrophe, weil sie aus ihrer Abneigung gegen den Ort und die Menschen keinen Hehl macht. Doch dann wird durch einen schicksalhaften Zwischenfall alles anders und Isabella beginnt sich besinnen und einen anderen Kurs zu versuchen.

Das liegt vor allem an ihrem Mitschüler Edward, den sie unter merkwürdigen Umständen kennen lernt. Nur wenig später sitzen sie im gleichen Biologie-Kurs. Sie beginnt über ihn nachzudenken. Kann ein Mensch wirklich so stark, schnell und gutaussehend sein? Oder ist er mehr als er seiner Umgebung weis machen will?

Isabella beginnt neugierig nachzuforschen. Und schon bald kommt sie wilden Gerüchten auf die Spur, die vor allem die Bewohner aus dem Reservat schüren, da sie ihr seltsame Geschichten erzählen. Sie will es zunächst nicht glauben, aber sein widersprüchliches Verhalten und seine plötzlichen Stimmungschwankungen scheinen es zu bestätigen: Edward ist ein Vampir, Spross einer Familie, die sich vor Generationen dazu entschieden hat in friedlicher Koexistenz mit den Menschen hier zu leben und nur dann dem Drang nach Blut nachzugehen, wenn es nötig ist.

Anstatt zurück zu weichen ist Isabella nun um so faszinierter, denn durch Edward verblassen alle früheren Vorstellungen von Romantik und Liebe. Nicht nur, dass sie sich bei ihm geborgen fühlt, auch er scheint ihre Gefühle zu erwidern. Und so verstricken sich die beiden schließlich in ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, denn trotz allem lauert in dem jungen Mann noch immer ein blutdürstiges Raubtier, und eine solche Beziehung wird auch von anderen nicht gerne gesehen...

 

„Biss zum Morgengrauen“ beginnt wie ein typischer Teenager-Roman. Die Autorin nimmt sich Zeit Isabella und ihr Umfeld einzuführen. Viele alltägliche Szenen stellen das junge Mädchen und ihre Verwandten und Freunde sorgfältig vor. Das Setting ist realistisch, die Sorgen Nöte und Freuden der jungen Heldin und ihrer Mitmenschen glaubwürdig und nachvollziehbar dargestellt.

Edward spielt erst später eine Rolle. Nach und nach werden die Geheimnisse enthüllt und stellen all das auf den Kopf, was Isabelle und auch die Leser bisher über die Vampire wussten. Allerdings wird es mit der Zeit penetrant immer wieder zu hören um wie viel eleganter, klüger und körperlich perfekt und stark die Bluttrinker doch sind. Wie bei Anne Rice werden sie unnötig zu Superwesen hochstilisiert.

Um so spannender ist die Beziehung zwischen Bella und Edward. Vermutlich sind die Namen nicht nur willkürlich ausgewählt sondern spielen auch auf „Die Schöne und das Biest“ an, denn wie ihre Namensvetterin begibt auch Isabelle sich in die Fänge einer Bestie, die jederzeit von ihrem Durst nach Blut übermannt werden kann. Action und Dramatik darf man allerdings nicht in dem Maße erwarten - da vieles eher durch Gespräche abläuft.

Stilistisch passt sich die Autorin dem etwas lockereren umgangssprachlichen Stil ihrer anvisierten Zielgruppe an.

 

Das Hörbuch konzentriert sich durch die Straffung auf die wesentlichen Handlungselemente und nimmt dem Mittelteil gewisse Längen. Auch wenn es keine Musik oder Geräusche im Hintergrund gibt, trägt Ulrike Grote die Handlung durch ihren unbeschwerten und leichten Vortrag und weiß den Zuhörer zu fesseln. Das macht die Umsetzung zu einer wertvollen Ergänzung der Lektüre.

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Eure Meinung:

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Anzeige: 6 - 8 von 8.
Franziska
Sonntag, 28. Oktober 2007 13:48 Uhr
Das Buch ist echt der hammer, man´muss es gelesen haben!!

Franziska
Donnerstag, 18. Oktober 2007 13:24 Uhr
Also das Buch ist einsame Spitze!!!
Leider ist das Hörbuch nicht gut gelungen, da sowohl Buch als auch Hörbuch aus Bellas Sicht geschrieben bzw. gesprochen sind und die Stimme passt eher zu einer 35-Jährigen als zu einem Teenager. Deshalb kann die tolle Atmosphäre des Buches nicht ins Hörbuch übertragen werden.

s.e.
Mittwoch, 10. Oktober 2007 11:59 Uhr
Das Buch ist einfach HAMMER!!!

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Hörbuch:

Biss zum Morgengrauen

Erster Teil des Zyklus um „Bella & Edward“

gekürzte Lesung nach dem Roman von Carlsen und der Übersetzung aus dem Amerikanischen von Carsten Kredel

Autorin: Stephenie Meyer

Sprecherin: Ulrike Grote

Hörbuch auf 6 CDs, ca. 471 min Laufzeit

Silberfisch/Hörbuch Hamburg, erschienen Juni 2007

Titelbild: Sonja Pletes

 

ISBN 978-3-86742-005-1

 

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 20.09.2007, zuletzt aktualisiert: 28.09.2019 12:46