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556 Lab (Bd. 1)

Rezension von Martina Klein

 

In der Reihe „556 Lab“ geht‘s um Folgendes:

 

„Seit die zwölfjährige Kokoro mit sieben Jahren ihren Papa, einen talentierten Tüftler und Wissenschaftler, verloren hat, lebt sie mit ihrer Mutter allein. Als Erinnerungsstück ist ihr ein Amulett geblieben, das sie immer um den Hals trägt. Als sie eines Tages im Keller des Hauses nach einem alten Kinderspielzeug sucht, stößt Kokoro auf eine Geheimtür! Mithilfe ihres Amuletts gelingt es ihr, diese zu öffnen, und sie entdeckt dahinter das Labor ihres verstorbenen Vaters – ein Sammelsurium elektronischer Geräte mit überaus nützlichen Funktionen! Begeistert begibt sich Kokoro auf Entdeckungsreise! Zum Glück erweist sich die eine oder andere Erfindung im Alltag als äußerst nützlich!“

 

Kokoro bedeutet übrigens „auf Japanisch ‚Herz‘ und kann auch mit den Zahlen ‚556‘ geschrieben werden“. - Soviel zur Bedeutung des Titels!

 

Die Geschichte beginnt nun damit, dass Kokoros Lieblingslehrerin die Schule verlassen will, um ihr Baby zu bekommen. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden bastelt Kokoro einen Abschiedsbrief voller guter Wünsche für sie - den sie dann nur leider verbummelt…!

 

Voller Sorge fragt sie ihren kleinen Roboter „Paparobo“, den ihr ihr Vater kurz vor seinem Tod geschenkt hat, um Rat. Doch statt einer Antwort findet sie die besagte Geheimtür im Keller. Voller Sehnsucht muss sie beim Anblick der vielen seltsamen Dinge an ihren Papa zurückdenken. Und dazu noch scheint niemand außer ihr von diesem Geheimlabor zu wissen…

 

In dem Raum voller seltsamem Gerümpel findet sie schließlich eine kleine Kamera - und staunt nicht schlecht, als sie merkt, dass man damit Bilder aus der Vergangenheit aufnehmen kann! Und so kann ihr diese geniale Erfindung ihres Vaters auch dabei helfen, das Rätsel um das Verschwinden des Briefes für die Lehrerin zu lösen!

 

Im nächsten Kapitel wird Kokoro zu Unrecht beschuldigt, eine wertvolle Uhr kaputt gemacht zu haben. Doch eine weitere Erfindung ihres Vaters rettet sie auch diesmal - ein Gerät, mit dem man die Gedanken anderer Leute hören kann! Und damit kommt auch die Wahrheit rund um die zerbrochene Uhr schnell ans Licht…

 

Und wir lernen Musashi kennen, Kokoros Sandkastenfreund, der immer zu ihr halten würde. Musashi ist nie um eine coole Idee verlegen, wenn es darum geht, ein Problem zu lösen. So hilft er z.B. auch Daisuke, dessen strenger und ehrgeiziger Mutter die vermaledeite Uhr gehört und der vor lauter Angst behauptet hat, Kokoro hätte sie statt seiner selbst zerbrochen.

 

Und im nächsten Kapitel geht es um eine scheinbar äußerst seltsame und unheimliche Lehrerin, die für die Haustiere an Kokoros Schule verantwortlich ist. Kokoro und Iroha, die ein Jahr jünger ist, sollen sie gemeinsam in ihrer Funktion als Jahrgangs-Tierpflege-Verantwortliche aufsuchen.

 

Leider ist Iroha zunächst nicht besonders nett. Und so hat Kokoro gleich zwei neue Probleme: die gruselige Lehrerin und die unsympathische Mitschülerin! Ihre Mutter rät ihr, dennoch auf beide zuzugehen, was Kokoro gar nicht so leicht fällt.

 

Aber dank einer weiteren Erfindung ihres Vaters - ein Apparat, der sie vor möglichen Gefahren warnt! - kann ihr zum Glück eigentlich nichts wirklich Schlimmes passieren - selbst wenn sie wie gewünscht zu ihrer unheimlichen Lehrerin geht…

 

Und so kann sie den Schulkaninchen sogar das Leben retten! Und am Ende des Kapitels hat sie mit Iroha eine neue Freundin und mit Frau Sadako eine neue Lieblingslehrerin mehr!

 

Im letzten Kapitel des Bandes geht es um eine leerstehende Klinik, in der ein Gespenst umgehen soll. Quasi als Mutprobe gehen Kokoro und ihre Freunde dorthin. Leider verliert Kokoro in dem Gebäude ihr geliebtes Notizbuch, traut sich dann jedoch nicht allein zurück, um es zu holen, da ihr das leere Haus dann doch zu unheimlich gewesen ist…

 

Sie bittet Musashi mitzugehen, aber der fürchtet sich noch viel mehr als sie und drückt sich! Glücklicherweise ist Iroha bereit, sie zu begleiten. - Doch in der Klinik erwartet die beiden Mädchen eine böse Überraschung…

 

Blöderweise endet dieser Band an der spannendsten Stelle! Muss man also den nächsten auch noch kaufen…

 

Insgesamt sind die Abenteuer rund um Kokoro und besonders die phantasievollen Erfindungen ihres Vaters wirklich spannend! Zu gerne hätte man als Leser selber so einen Vater, der so tolle Sachen erfinden kann! Passenderweise heißen die einzelnen Kapitel auch nicht einfach so „Kapitel“ sondern „Mysterium“.

 

Außerdem werden dem Leser Werte wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Toleranz vermittelt, was diesen Manga - auch wenn’s keiner hören will! - sogar in gewissem Maße pädagogisch wertvoll macht!

 

Die wirklich großartige Grafik ist von den beiden Zeichnerinnen A. Honda und S. Nagano, die sich zusammen Akira Himekawa nennen und ebenfalls die „The Legend of Zelda“-Spiele für die beliebte gleichnamige Manga-Reihe umgesetzt haben.

 

Geschrieben hat den Manga Yuuichi Kimura, der für seine Arbeiten schon zahlreiche Preise erhalten hat.

 

Fazit:

 

Lohnt sich wirklich - nicht nur für 10-Jährige, wie es die Altersempfehlung besagt, sondern auch noch für wesentlich ältere Leser, da die spannenden Geschichten wirklich phantasievoll umgesetzt sind.

 

Eure Meinung:


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Comic:

556 LAB © 2008 Yuuichi KIMURA, Akira HIMEKAWA/Shogakukan Inc.

556 Lab (Bd. 1)

Text:

Yuuichi Kimura

Zeichnungen:

Akira Himekawa

Format: Softcover

Sprache: Deutsch

Seitenzahl: 176

Altersangabe: ab 10

Verlag: Tokyopop

Erschienen: Januar 2011

ISBN-Code (13):

978-3-8420-0025-4

ISBN-Code (10):

3-8420-0025-1

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 16.03.2011, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40