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Akihabara Shojo, Band 3

Rezension von Christel Scheja

 

Der nach einer wahren Geschichte entstandene Manga „Akihabara Shojo“ geht nun in seine dritte Runde. Immer noch ist der chronisch abgebrannte Student Taiga mit der Büroangestellten Yuiko zusammen, die eine ganz besondere Leidenschaft pflegt – „Boys Love“ Mangas, in denen die oft mit vielen Schwierigkeiten behaftete Liebe zwischen zwei Männern beschrieben wird. Sie liest sie nicht nur, sondern ist ein bekennendes Fan-Girl, die ihr Hobby auch in der Realität auslebt.

 

So vergleicht sie Taiga bald mit den Helden aus ihrer Lektüre und ist ganz entzückt, als sie ihn einmal beim Lernen erwischt und dabei feststellt, dass er ein „süßer Brillenboy“ ist.

Um ihr weiter zu gefallen und sie ganz für sich zu gewinnen, versucht sich Taiga schließlich auch an einem Boys Love, was vor allem sein Freund Koji mit Sorge betrachtet. Der ahnt allerdings nicht, dass seine eigene Schwester der gleichen Leidenschaft frönt wie Yuiko.

Taiga hingegen fällt aus allen Wolken, als er seine Freundin auf einen der regelmäßig stattfindenden Events begleitet und das feststellen muss.

Und nicht nur das - die beiden sind auch noch eng befreundet und wollen den jungen Mann auf eine bald stattfindende Comic-Convention mitschleppen. Doch schon bei den Kostümvorschlägen beginnen sie Taiga zu verschrecken. Erst als Yuiko sich dazu entscheidet in die Kleidung seiner Lieblingsfigur zu schlüpfen ist er versöhnt.

Doch da droht bereits Gefahr von einer ganz anderen Seite – aus dem Büro der Firma, wo er selbst einmal gearbeitet hat...

Als Bonus gibt es dann noch eine Geschichte aus dem fiktiven „Boys Love“ Manga, den die Heldin so sehr schätzt.

 

Wie immer erzählt das Künstlerteam mit einem Augenzwinkern von den Leiden des jungen Studenten, dem bei aller Verleibtheit die Verrücktheiten seiner Freundin manchmal auf die Nerven gehen. Anrührend und etwas ernster wird die Geschichte erst, als er glauben muss, dass nun auch noch einer ihrer Chefs Interesse an der Büroangestellten findet und sich ein Missverständnis nach dem anderen die Klinke in die Hand gibt.

Humorvoll gewährt der Manga auch einen Einblick in die Fan-Szene, sei es nun von den Treffen und Conventions, bei denen die jungen Leser und Leserinnen ganz ihrem Hobby frönen und dabei nicht nur konsumieren, sondern auch eigene Werke verkaufen oder aber in Kostüme schlüpfen, um wie ihre Helden zu posieren. Wie immer geht die schräge Situationskomik dabei nicht unter die Gürtellinie, sondern spielt liebevoll mit den Eigenheiten der fanatischen Otaku und stellt manche Klischees auf den Kopf. Und die Figuren gewinnt man dabei von Mal zu Mal immer lieber, da sie gleichwertig behandelt werden.

Interessant, für die Hauptgeschichte, aber eher vernachlässigenswert für die Leser ist der Bonus-Manga, der nicht wirklich eine lustig oder spannend ist.

 

Auch der dritte Band von „Akihabara Shojo“ kann wieder überzeugen, da er sich deutlich von der Masse der Mangaromanzen abhebt, weil er alles mit ein wenig Humor betrachtet und dabei doch nicht all zu sehr übertreibt.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Akihabara Shojo Band 3

Autorin & Künstlerin: Rize Shiba & Pentabu

Aus dem Japanischen von Claudia Peter

Original: Fujoshi Kanojo, Vol.3, Japan 2007

Manga-Taschenbuch, 176 Seiten

Egmont Manga & Anime, 10/2009

ISBN-10: 3770471199

ISBN-13: 978-3770471195

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 11.12.2009, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39