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Albedo – Eyes From Outer Space

Rezension von Cronn

 

Ich kann mir nicht vorstellen, was es noch alles an Prüfungen für mich hier geben soll! Dabei ging der Arbeitseinsatz so gut los: Nachtschicht und ich an meinem Pult auf der Raumbasis »Jupiter«. Genüsslich schlendert ein Wissenschaftler vorbei. Es folgt ein kurzer Plausch – aber dann: PENG! Explosionen, alles schwankt, Metall kreischt ohrenbetäubend, der Boden reißt auf, und ich falle hinein. Filmriss.

Dann liege ich hier und versuche einen Weg aus diesem Kellerloch zu finden. Ratten sind hier, eine Maschine mit Snacks und ein Seil. Die Tür ist versperrt. Der Zugangscode ist nicht auffindbar. Schöne Scheiße!

Ich versuche die Snack-Maschine mit Hilfe der herumliegenden Backsteine umzuwerfen, das klappt nicht. Aber dafür geht die Glasfrontscheibe zu Bruch. Ich kann mir daher einige Snacks holen.

Hey, ist das nicht eine Idee? Drüben auf dem Regal ist eine Mausefalle. Wenn ich diese Mausefalle hole und die Snacks drauflege, müsste ich doch in der Lage sein, die Ratte zu fangen, die hier irgendwo herumläuft…

Bald schon habe ich den Raum hinter mir gelassen und dabei festgestellt, dass ich nicht der Einzige bin, der hier auf der Raumstation das Massaker überlebt hat. Irgendwelche Alien sind nämlich auch noch hier – und die sind ganz und gar nicht gut auf Menschen zu sprechen …

 

Rezension:

Albedo – Eyes From Outer Space heißt das Spiel von Entwickler z4g0, der das Game vom Entwickler Mergegames publishen lässt. Erschienen ist es auf der Plattform Steam als Early Access-Version, die aber schon sehr fortgeschritten ist, weshalb es auch hier getestet werden kann.

 

Hintergrund:

Man spiel einen Nachtwächter auf der Raumstation Jupiter, der plötzlich durch eine Explosion aus seiner Routine gerissen wird. Nun gilt es herauszufinden, was hinter der Erschütterung steckt.

Die Story dient lediglich als Aufhänger für die Spielstruktur und kann getrost hintangestellt werden.

 

Gameplay:

»Albedo – Eyes From Outer Space« ist ein Spiel, das dem Subgenre des Adventure-Genres zugerechnet werden kann. Es nennt sich das Escape-The-Room-Subgenre. Dabei geht es vor allen Dingen darum, sich von Raum zu Raum vorwärts zu bewegen. In jedem Raum ist eine logische Kette von Lösungswegen zu finden, um den Raum zu öffnen, den Weg zum nächsten Raum zu finden.

Bei »Albedo – Eyes From Outer Space« kommt noch ein weiteres Element hinzu: Das Spiel ist auch dem Genre der Ego-Shooter zuzurechnen. Ab und an kommt es zu Begegnungen mit feindlich gesinnten Außerirdischen, die es mit Waffengewalt zu bekämpfen gilt.

Dabei ist der Spielablauf folgendermaßen durchinszeniert: Man findet sich in einem Raum wieder, sucht die Gegenstände im Raum ab und kombiniert logischerweise diejenigen miteinander, die am ehesten einen Erfolg nach sich ziehen könnten. Auf diese Weise kann man auch Gegenstände in sein Inventar aufnehmen und an anderer Stelle – im nächsten Raum beispielsweise – einsetzen. Es ergeben sich auf diese Weise auch Kombinationsmöglichkeiten über mehrere Räume hinweg. Das Spielelement ist gut gelungen. Etwas nervig wirkt nur, dass in der schlecht beleuchteten Umgebung die kombinierbaren Gegenstände schwer zu erkennen sind.

Die Egoshooter-Passagen wirken im Gegensatz dazu etwas aufgesetzt und wenig konsequent. Das Arsenal an Waffen ist recht gewöhnlich, die Kampfeffekte ebenso. Aber die Unity-Engine leistet hier immer noch ordentliche Arbeit.

Ab und an sind die Hinweise, die das Spiel gibt, etwas ungenau. »Ich bin hier noch nicht fertig«, ist als Tipp für den Spieler kaum zielführend. Da sollte nachgebessert werden.

 

Grafik und Sound:

Hinter der Oberfläche von »Albedo – Eyes From Outer Space« arbeitet die Unity-Engine, eine kostenlose Maschinerie an Routinen, die ordentliche bis gute Ergebnisse leistet. Sie ist auch im Einsatz in anderen Spielen, u.a. in Wasteland 2.

Die grafische Umsetzung ist daher als gut bis ordentlich zu bezeichnen. Die Lichteffekte sind mit einigen Glanzpunkten auf Oberflächen und dem ein oder anderen Blendeffekt gut gelungen, die Wassereffekte eher mäßig. Partikeleffekte funktionieren prächtig – umher fliegende Funken sehen gut aus. Die Texturenschärfe ist eher mäßig. Wenn man näher herangeht, wirken die Oberflächen verwaschen.

Der Sound ist gut gelungen. Die sparsam eingesetzte Musik zaubert mitsamt dem gelungenen Sounddesign eine stimmige, spannende Atmosphäre.

 

Fazit:

»Albedo – Eyes From Outer Space« ist ein gutes Early-Access-Spiel mit einigen Macken beim Ego-Shooter-Part. Die Adventure-Elemente funktionieren sehr gut. Die Rätsel sind stets logisch aufgebaut. Einige Hinweise sind kaum zielführend, daher werden besonders frustresistente Gamer an »Albedo – Eyes From Outer Space« ihre wahre Freude haben.

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Eure Meinung:

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PC-Spiel:

Albedo – Eyes From Outer Space

Mergegames, 3. Oktober 2014

Steam Early Access

 

Erhältlich bei: steam


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Erstellt: 18.10.2014, zuletzt aktualisiert: 16.08.2019 14:42