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Alone in the Dark II – 2 Disk Special Edition (DVD; Horror; FSK 18)

Filmkritik von Christel Scheja

 

Wenn es ein Gespann gibt, dass unermüdlich und mit viel Spaß Filme produziert, die zwar einerseits mit aus Film und Fernsehen bekannten Namen aufwarten können, in punkte Inhalt und Umsetzung aber nicht unbedingt über Trash-Qualität heraus kommt, dann sind es Uwe Boll, Michael Roesch und Peter Scheerer. Letztere verfassen nicht länger nur die Drehbücher, sondern versuchen sich auch immer wieder als Regisseure.

 

Eines ihrer neusten Werke ist „Alone in the Dark 2“. Sie schicken Edward Carnby, den Spezialisten für übersinnliche Phänomene, in ein neues und noch gefährlicheres Abenteuer. Diesmal muss sich der Geisterjäger einem jahrhundertealten Hexenfluch stellen.

Doch zuvor verschlägt es ihn mitten in der Nacht in den Central Park von New York, wo er hofft, endlich einen Dolch erbeuten zu können, der dem Besitzer ewiges Leben verspricht. Allerdings ist er nicht der einzige, der von dem Artefakt wind bekommen hat und diesem nun nachjagt, auch andere wollen ihn in ihre Finger bekommen, die viel dunklere Absichten damit haben.

So wird Carnby mit dem Dolch in dem nun folgenden Kampf schwer verletzt und erlebt dem Tode nahe seltsame Visionen, da die Waffe ihm mehr als nur eine physische Verletzung zugefügt hat.

Auch wenn er von dem Geisterjäger Abner Lundberg und seinen Gefährten Boyle und Perry gerettet werden kann, so gehen die Träume nicht fort und verraten ihm, dass in der Nähe seiner Helfer eine Hexe in Geistergestalt lauert, die ein altes Versprechen einfordern will. Ausgerechnet die Enkeltochter eines der Jäger, die selbst Mitglied des Teams ist, scheint als Opfer ausersehen zu sein.

Doch wie kann Carnby, der selbst keine Kraft hat und fiebernd darniederliegt etwas tun, um sie zu beschützen?

 

Ganz so einfach ist es ehrlich gesagt nicht, die Handlung zusammenzufassen, da sie aus einer wirren Aneinanderreihung von Szenen bestehen und gerade in der ersten Hälfte des Filmes keine wirkliche Spannung aufkommen will, da man zu verwirrt von dem ist, was eigentlich passiert. Erst zum Ende hin schält sich ein etwas klarerer Handlungsstrang heraus, der konsequent bis zum Ende durchgezogen ist.

Bis dahin können nur die ersten 10 min und einige der Visionen durch ihre gruslige Atmosphäre überzeugen. Dazwischen wechseln sich gähnende Langeweile mit ein paar wirren Dialogen, teilweise recht seltsamen Schockeinlagen und einer Menge Action ab, so dass man schon sehr trasherprobt sein muss, um diese Mischung über einen ganzen Film hinweg zu mögen und akzeptieren.

Interessant ist, dass viele Stars mitspielen, die den Zenit ihrer Karriere bereits überschritten haben, wie etwa Jason Connery („Robin of Sherwood“), Ralf Moeller („Conan“)oder Lance Hendriksen („Millenium“, „Alien“). Einge von ihnen sind im Horror und Action-Genre zu Hause sind.

Wer bereits den ersten Film gesehen hat, wird nur ein wenig irritiert sein, dass Edward Carnby nun nicht mehr von Christian Slater gespielt wird sondern von Rick Yune, einem Amerikaner koreanischer Abstammung. Aber das ist nur eine kleine Schwäche gegenüber denen, die einem viel deutlicher ins Auge fallen.

Die Extras sind für eine Special-Edition zwar mengenmäßig angemessen, aber nicht unbedingt so aussagekräftig wie man erwartet, da vor allem das Making-of noch der Blick hinter die Szenen noch die B-Roll wirklich interessante Details der Produktion enthüllen. Auch in den Interviews erfährt man nur wohlwollende Belanglosigkeiten, nicht anders sieht es im Audiokommentar aus, der allenfalls von Uwe Boll ein wenig aufgelockert wird.

Bild und Ton sind von durchschnittlicher Qualität, nicht wirklich hervorragend, aber auch nicht so schlecht. Warum der Film keine Jugendfreigabe erhalten hat, kann man sich nur durch die ein oder andere Szene erklären, ansonsten ist manch ein Film mit einer FSK-Freigabe ab 16 brutaler, gerade wenn man sich die asiatischen Streifen ansieht.

 

 

Fazit:

 

„Alone in the Dark 2“ ist kein Film, den man wirklich gesehen haben muss, da er gerade in seinem inhaltlichen Aufbau nicht überzeugen kann. Darunter leidet die Spannung, was auch die Actioneinlagen und die gelegentlichen Schockeinlagen nicht wett machen können. Es bleibt auch die Frage offen, ob Spiele-Fans wirklich „Alone in the Dark“ wieder erkennen werden – Tatsache ist, dass allenfalls Liebhaber von Trash aus der Werkstatt von Uwe Boll und Co. ihren Spaß an dem Film haben werden.

 

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DVD:

Alone in the Dark II – 2-Disk Special Edition

USA 2008

Original: Alone in the Dark II

Buch & Regie: Michael Roesch, Peter Scheerer

Produzent: Uwe Boll

Bildformat: 16:9

Synchro: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1) Untertitel: Deutsch

Spieldauer: 88 min

Umfang: 2 DVD

FSK: 18

Splendid, 28. November 2008

 

Extras:

 

  • Make-up & Special Effects
  • B-Roll
  • Into the Dark
  • Interviews mit den Haupt- und Nebendarstellern
  • Behind the Scenes
  • Audiokommentar von Michael Roesch und Peter Scheerer zusammen mit Uwe Boll

 

 

ASIN: B001F11296

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Darsteller:

Rachel Specter

Bill Moseley

Ralf Moeller

Zack Ward

Natassia Malte

Michael Pare

Jason Connery

Danny Treyo

Lance Hendriksen

Rick Yune


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Erstellt: 14.01.2009, zuletzt aktualisiert: 27.03.2020 10:23