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Am Anfang war das Feuer von J. H. Rosny

Rezension von Marco Dießner

 

Inhaltsangabe:

Bei einem Überfall wird das Feuer des Stammes der Oulhamr gelöscht. Dies führt zu ernsten Problemen und bedroht die Existenz des Stammes, denn es ist das Feuer, das in der Nacht die Raubtiere fernhält, mit dem sie ihre Speerspitzen härten, das Wärme spendet und das die Oulhamr benutzen können, um Fleisch garen anstatt es, wie früher, roh zu verzehren.

 

Fahoum, der Häuptling der Sippe, verspricht demjenigen, der das Feuer zurückbringt, seine Tochter als Belohnung. Aber der Weg durch die Steppen, Wälder und Gebirge in der Vorzeit ist gefahrvoll. Nur zwei Krieger, Naoh und Aghoo, wagen es, die Herrausforderung anzunehmen. Noah schließen sich die beiden jungen Krieger Nam und Gaw an, während Aghoo mit seinen Brüdern loszieht.

 

Lange wandern Naoh und seine Gefährten über Steppe, durch Wald und Sumpf und begegenen vielfältigen Gefahren, wie dem mächtigen Auerochsen, dem riesenhalften grauen Bären, dem Höhlenlöwen und anderen, wilden Stämmen. Es gelingt ihnen schließlich den Kzamm, einem kannibalischen Stamm der jenseits der Steppe und des Waldes lebt, bei einem großartig geplanten Überfall ihr Feuer zu entreißen. Auf dem Rückweg begegnen sie einem Volk roter Zwerge, die sie in die Enge treiben und nur mit Glück und der Hilfe eines Stammes, den Naoh die „Menschen ohne Schultern“ nennt, gelingt ihnen die Flucht. Noah entdeckt bald, dass die „Menschen ohne Schultern“ viele Gehimnisse haben. Unter anderem können sie das wertvolle Feuer mittels bestimmter Steine selbst entfachen.

 

Schnell beginnen Naoh und seine Gefährten von ihren neuen Freunden zu lernen ehe sie sich auf den Rückweg zu den Oulhamr machen... aber da ist ja auch noch der finstere Aghoo mit seinen Brüdern...

 

Rezension:

Das Buch gilt , zu Recht wie ich hier hinzufügen möchte, als einer der Klassiker der Paläo-Fiction.

Es ist Rosny wirklich in hervorragender Weise gelungen, vor den Augen des Lesers eine fremde und urtümliche Welt entstehen zu lassen, die er mit einfachen und doch kraftvollen Worten beschreibt.

 

Zwar gibt es sicherlich den einen oder anderen kleinen Fehler in seinen Schilderungen; jedoch sollte man nicht vergessen, wann dieses Buch entstanden ist (1909) und wie der damalige Wissensstand gegenüber dem Heutigen war. Rosny ist der Autor einer ganzen Reihe solcher Romane und Bücher, von denen dieser hier 1981 von Jean Jacques Annaud erfolgreich verfilmt wurde.

 

Fazit:

Ein rundherum spannender und anregender Roman, dem man stellenweise anmerkt, zu welcher Zeit er geschrieben wurde, der aber trotzdem, (oder vielleicht auch gerade deshalb) meiner Meinung nach absolut empfehlenswert ist. Mir hat es jedenfalls eine Menge Freude gemacht, Naoh und seine Freunde durch ihre Welt zu begleiten, das Mammut und den Bären kennenzulernen und nicht zuletzt, das Feuer zu entdecken.

 

Verlagsinformationen:

Als dem Stamm der Oulhamr das ängstlich gehütete Feuer abhanden kommt, machen sich Naoh und seine Gefährten Nam und Gaw auf, um diesen überlebenswichtigen Besitz zurückzuerobern.

Auf ihrer gefahrvollen Reise treffen die drei Jäger auf Höhlenlöwen, Mammuts und Auerochsen, aber die größte Gefahr stellen andere Stämme, wie die kannibalischen Kzamm, dar. Dann treffen sie auf den Stamm der „Menschen ohne Schulter“, die das Feuer mit Steinen selbst machen können...

 

Kommentare:

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Buch:

Am Anfang war das Feuer

Autor: J. H. Rosny

Broschiert - Fantasy Productions

Erscheinungsdatum: April 2005

ISBN: 3890645259

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 11.08.2005, zuletzt aktualisiert: 08.11.2019 08:38