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Angela – Im Auftrag der Götter: Die Entführung

Rezension von Ingo Gatzer

 

Obwohl Angela eine siegreiche Kämpferin in vielen Schlachten ist, verstößt sie ihr Volk, als bekannt wird, das Odin ihr Vater ist. Angela rächt sich an ihrem göttlichen Erzeuger und schon bald wird sie von Asen – unter anderem vom Donnergott Thor – gejagt. Angela weiß ihren Häschern immer wieder zu entkommen. Doch dann wenden sich die Asen an Hela, die Göttin des Todes.

 

Der Sammelband „Angela – Im Auftrag der Götter: Die Entführung“ umfasst die sechsteilige US-Serie „Angela: Asgard´s Assasin“, die in den USA von Februar bis zum Juli 2015 erschien. Angela als Figur ist jedoch deutlich älter. Bereits vor 22 Jahren feierte sie in „SPAWN“ ihr Debüt. Niemand Geringeres als Neil Gaiman verfasste danach eine weitere Mini-Serie über die Kämpferin.

 

Kierron Gillen ist als Autor für „Angela – Im Auftrag der Götter: Die Entführung“ eine Idealbesetzung. Schließlich verfügt der Brite nicht nur im Allgemeinen als Verfasser von Fantasy- und Comic-Storys über große Erfahrung. Gillen war auch für die Serien „Thor“ sowie „Journey in the Mystery“ verantwortlich und kennt sich damit mit der Welt der Asen perfekt aus. Aber auch Marguerite Bennet hat bereits zahlreiche Geschichten zu modernen Klassikern wie „Batman – The Dark Knight“ und X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ beigesteuert und dürfte ihre Berühmtheit mit „A-Force“ noch weiter steigern.

 

„Angela – Im Auftrag der Götter: Die Entführung“ beginnt als spannende und actionreiche, aber auf den ersten Blick recht konventionelle Hatz. Doch im Verlaufe des Sammelbands wird die anfangs eher überschaubare Handlung immer komplexer. Auch die Zahl der relevanten Charaktere nimmt zu. Vor allem im letzten Teil bietet die Geschichte zahlreiche Überraschungen und Wendungen, die die Geschichte richtig interessant machen. Dabei kommt es auch zu unerwarteten Begegnungen und Enthüllungen, die dem Plot gut tun. Auch wenn einige Details etwas konstruiert wirken mögen, kann die Geschichte, nachdem sie sich in Gänze entfaltet hat, absolut überzeugen. Ein besonderes Zusammentreffen mit einigen Fans nur allzu bekannten Superhelden – Angela ist im klassischen Marvel-Universum angesiedelt – sorgt zudem noch für einige stimmige komische Elemente.

 

Verantwortlich für die Bebilderung sind Phil Jimenez sowie Stephanie Hans. Während Jimenez bereits ein alter Hase in der Branche ist und unter anderem den Meilenstein „Batman – Knightfall: Der verlorene Sohn“ zeichnete, ist die Französin Stephanie Hans auch deswegen eine gute Wahl, weil sie mit Autor Kieron Gillen bereits zusammen an „Thor“ gearbeitet hatte. Der Fantasy-Stil der Illustrationen passt sehr gut zum Sujet. Besonders die Gestaltung der Figuren kann überzeugen. Das gilt im Besonderen für die fremdartig anmutende Titelfigur. Aber auch die Emotionen der anderen Charaktere sind schön herausgearbeitet. Die abwechslungsreiche Gestaltung der Panels ist grundsätzlich eine Stärke des Comics. Allerdings wirken die Hintergründe teilweise ähnlich spartanisch wie das Bonusmaterial. Dieses besteht nämlich lediglich aus einigen Variant-Covers.

 

„Angela – Im Auftrag der Götter: Die Entführung“ beginnt als konventionelle Jagd, entwickelt sich aber schließlich zu einer vielschichtigen Story mit zahlreichen Überraschungen, die besonders fantasyaffine Leser – auch wegen der stimmungsvollen Zeichungen – in ihren Bann zu ziehen vermag.

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Eure Meinung:

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Comic:

Angela – Im Auftrag der Götter: Die Entführung

Autoren: Kierron Gillen und Marguerite Bennet

Zeichner: Phil Jimenez und Stephanie Hans

Verlag: Panini Comics

Format: DIN A4, broschiert, 124 Seiten

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: Dezember 2015

ISBN-10: 3957983967

ISBN-13: 978-3957983961

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 10.12.2015, zuletzt aktualisiert: 10.12.2019 18:33