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Apokalypse der Urzeit

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

 

Katastrophen – sofern man nicht selbst mitten in einer steckt sind für Menschen immer interessant und stillen deren Gier nach Sensationen. Und niemand kann sich davon frei sprechen, horcht doch jeder auf, wenn die Schlüsselworte „Apokalypse“ oder „Untergang“ fallen.

Es gibt unterschiedliche Wege, um damit umzugehen, gerade auch in den Medien. Während gerade die BBC-Dokumentationen auf atemberaubende Bilder setzen und nur gezielt Informationen geben, um die Gedanken des Zuschauers anzuregen, sind andere Filme – gerade aus den USA eher reißerisch aufgemacht. „Apokalypse der Urzeit“ ist eine solche Serie, die sich mit den Katastrophen beschäftigt, die in den vergangenen Jahrmillionen schon einmal fast das ganze Leben auf der Erde ausgelöscht hätten und durchaus wiederholbar sind.

 

Man beginnt mit der Explosion einer Supernova vor gut 450 Millionen Jahren. Eine nur gut 6000 Jahre entfernte Supernova entsteht und ihre Strahlen treffen auch die Erde mit voller Wucht,. Vor allem die Gamma-Strahlung zerstört die Ozonschicht und bringt das Ökosystem durcheinander – auch und vor allem in den Weltmeeren, in denen sich gerade erst das erste Leben entwickelt hat.

Gut 365 Millionen Jahre hat sich die Erde wieder erholt und das Leben gedeiht nicht nur in den Meeren sondern hat sich auch auf den Kontinenten ausgebreitet – zumindest das pflanzliche. Da sorgt ein Superplume-Ausbruch aus dem Erdinneren für eine weitere Apokalypse. Nicht nur die Temperaturen steigen an, auch der Kohlendioxidgehalt der Luft steigt und so fort. Wieder steht die Erde am Abgrund – und überlebt.

Vermehrte vulkanische Aktivitäten sorgen vor 250 Millionen Jahren für ein weiteres Massensterben, das gut 90 % der Tierwelt ausrottet, gut 200 Millionen Jahre später passiert das Gleiche noch einmal, als die Kontinente auseinander brechen.

Dem Sterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren sind gleich zwei Folgen gewidmet, die sich den verschiedenen Theorien widmen, die man über das verschwinden der großen Echsen hat. Und nicht zuletzt sorgte ein Supervulkan vor 75.000 Jahren für die letzte große Katastrophe, die erstmals auch Menschen mit- und überlebten.

Zum Abschluss gibt es dann noch eine visionäre Folge, in der man sich damit beschäftigt, wie solche Katastrophen das Leben auf der Erde in der Moderne beeinflussen könnte und welche Folgen das für die heutigen Menschen und Tiere hat.

 

Man merkt sehr deutlich, dass „Apokalypse der Urzeit“ – im Original „Animal Armageddon“ aus den USA stammt, denn die Serie ist sehr reißerisch gemacht und ist in „Akte“ aufgeteilt, an deren Anfang sehr oft wiederholt wird, was vorher geschah, damit der Zuschauer auch nach der Werbepause schnell wieder im Thema ist.

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Inszenierung der Katastrophe und den Auswirkungen, die diese auf die Tierwelt hat. Zwar werden auch die Pflanzen und das restliche Ökosystem gelegentlich erwähnt, aber im Mittelpunkt stehen doch die Tiere – und dann nicht selten die beeindruckenden Giganten und Monster.

Allerdings kommen die Computeranimationen nicht an das heran, was zum Beispiel die BBC-Dokumentationen bieten. Man merkt sehr deutlich, es mit künstlich generierten Bildern zu tun zu haben und sehr oft bedient man sich auch älterer Theorien und Darstellungsweisen, die inzwischen auch in populärwissenschaftlichen Bereichen schon überholt sind. Aber dieser Punkt ist mit ein wenig Phantasie leicht zu verschmerzen, stimmt doch auch sonst der Rest weitestgehend und die Inszenierung ist so spannend wie unterhaltsam und zeigt, was ein Meteoriteneinschlag, Strahlung aus dem All und auch Vulkanausbrüche nicht nur unmittelbar, sondern auch über Jahre, Jahrhunderte und Jahrmillionen hinaus bewirken können.

Zwar gehen die Macher letztendlich nicht sonderlich in die Tiefe, wer aber als Laie einen Überblick sucht und bisher noch nicht viel über die Katastrophen der Vergangenheit weiß, vor allem über die, die ausnahmsweise einmal nicht mit den Dinosauriern zusammen hängen, wird zufrieden gestellt. Interessant ist auch der Ausblick auf das, was passieren könnte, wenn wir mit einer solchen Katastrophe konfrontiert werden sollten.

Die Aufbereitung der einzelnen Folgen sind wie Bild und Ton ganz in Ordnung, auf Extras hat man vollständig verzichtet.

 

 

 

Fazit:

 

Alles in allem kommt „Apokalypse der Urzeit“ zwar nicht an die Qualität anderer Serien, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen heran, ist aber trotzdem sehenswert, da sie auch unspektakulärere Katastrophen behandelt und nicht zuletzt einen Ausblick auf die Zukunft gibt.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2023020517431175f8dcb3
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DVD:

Apokalypse der Urzeit

8-teilige Serie, USA 2009

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1 , PAL, RC 2

FSK: 12

2 DVD

Studio: Polyband & Toppic Video/WVG

Erscheinungstermin: 28. Mai 2010

Spieldauer: 360 Minuten (8 Episoden a 45 min)

ASIN: B003E6FVSS

 

Erhältlich bei: Amazon

 

 

Episoden

01 Tödliche Strahlen

02 Die Hölle auf Erden

03 Das große Sterben

04 Langsames Ersticken

05 Das Ende der Dinosaurier

06 Tod aus der Luft

07 Feuer und Eis

08 Die Zukunft der Erde

 


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Erstellt: 26.06.2010, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01