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Apokalypsia von Andreas Izquierdo

Rezension von Diana Hegmann

 

Die Fehde zwischen Lucifer und den Engeln auf Gottes Seite, scheint so alt, wie die Zeit selbst zu sein. Doch Gott liegt im Sterben und das hat sowohl Auswirkungen auf die Welt der Menschen, als auch auf die der Engel, zwei parallel verlaufende Universen, die miteinander verbunden sind. Unter den Menschen kämpft die strenge Chefärztin Esther mit den Schatten ihrer Vergangenheit, bis eine seltsame Patientin eingeliefert wird. Judith, so heißt sie, entpuppt sich als eine alte Dame mit besonderen Begabungen, die es schafft, die verschlossene junge Frau aus ihrem Schneckenhaus heraus zu holen und ihr Leben gehörig auf den Kopf stellt. In der Sphäre der Engel, kämpft ein kleiner Engel namens Nathanael mit dem Schicksal das ihm aufgrund einer Prophezeiung aufgebürdet wurde, gut beschützt von seinem Lehrmeister, einem Engelskrieger, der geschworen hat, das Leben des ganz und gar nicht heldenhaft erscheinenden Engels zu schützen.

 

Autor Andreas Izquierdo entführt den Leser in eine zerfallende Welt, die mehr und mehr im Chaos versinkt. Das Buch ist zweigespalten in Himmel und Erde und somit sind auch die Protagonisten der zwei Welten voneinander getrennt.

Die Geschichte beginnt langsam, beinahe schleppend, und gewinnt erst nach einer gewissen Weile der Vorgeschichte an Fahrt. Gespalten in mehrere Teile, die abwechselnd im Reich der Engel und dem der Menschen spielt, ist das Buch übersichtlich gegliedert und verwirrt den Leser trotz der vielen Ortswechsel nicht. Besonders die Welt der Engel ist mit viel Liebe fürs Detail sehr bildlich beschrieben und gibt dem Leser einen Einblick in eine Phantastische Welt, die Bibelelemente gekonnt mit Fantasy verbindet. Die Handlungsstränge, die im Ersten Moment noch recht übersichtlich und simpel erscheinen, entpuppen sich gegen Ende des Buchs hin als immer verworrener und mit einander verknüpfter, sodass gegen Ende alles einen Sinn ergibt und der Leser den roten Faden erkennt, der zu Anfang vielleicht vergeblich gesucht wird. Das Buch ist also durchaus spannend geschrieben und packt den Leser, je tiefer er in die Welt des Autors eindringt, bis man es nicht mehr aus den Händen legen kann. Wer also eine biblische Legende rund um die Apokalypse einmal aus einem recht anderen Blickwinkel betrachten möchte und dabei voll auf die Kosten eines Fantasyliebhabers kommen will, der liegt mit „Apokalypsia“ genau richtig. Phantastische Elemente werden hier wunderbar mit biblischem Inhalt kombiniert.

 

Fazit:

Was zu Anfang etwas langsam anläuft, entpuppt sich im Verlauf des Buches als gelungene Darstellung einer Fehde zwischen Himmel und Hölle, Gut und Böse, die nicht nur die Welt der Engel in ihren Grundfesten erschüttert. Denn ‚alles dreht sich und wir alle sind Teil eines Ganzen. Nichts geschieht ohne Sinn.’

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Buch:

Apokalypsia

Autor: Andreas Izquierdo

gebundenen,: 624 Seiten

Rotbuch Verlag, 12. August 2010

ISBN-10: 3867891087

ISBN-13: 978-3867891080

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 27.10.2010, zuletzt aktualisiert: 08.11.2019 08:38