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Arkanoid (Nintendo DS)

Rezension von Björn Backes

 

Blockbuster, Breakout, Arkanoid… egal unter welchem Namen, das Spielsystem macht schon von Sich reden, seit die ersten Computer- und LCD-Spiele den Markt gestürmt haben und erfreut sich seither auch immer noch äußerster Beliebtheit. Mehr als 20 Jahre nachdem das Spiel zum ersten Mal aufgetaucht ist, haben Square Enix eine Retro-Fassung zu „Arkaoid“ konzipiert und als Remake für den Dualscreen veröffentlicht.

 

 

Das Spiel:

Das Spielprinzip von „Arkanoid“ ist relativ simpel. Mit einer beweglichen Plattform gilt es, einen Ball so zu steuern, dass die Blöcke bzw. deren verschiedene Anordnungen abgeschossen und beseitigt werden. Es ist vergleichbar mit Squash, nur eben, dass der Schläger durch besagte Plattform ersetzt wird und nicht nur die Wand, sondern die unterschiedlichen Würfel getroffen werden müssen. Und außerdem gibt es reichlich Goodies, die bei der Zerstörung bestimmter Blöcke aufgefangen werden sollten. Das macht das Spiel eine Spur abwechslungsreicher. Ebenfalls ein Unterschied: Trifft man den Ball einmal nicht, kann man sich auf eine Energiebarriere stützen, die unterhalb der Plattform als Sicherheit aufgebaut ist. Beim dritten Fehlschlag löst sich diese jedoch auf, so dass man von dort an Nervenstärke zeigen muss.

Das Besondere an der DS-Fassung derweil: Das Spiel verteilt sich über beide Bildschirme; während unten also die bewegliche Plattform zu steuern ist, befinden sich oben die Zielobjekte. Das ist zwar gewöhnungsbedürftig, erweitert das Spielfeld aber äußerst sinnvoll.

 

Die Spielmodi indes sind weniger außergewöhnlich. Im Single-Player-Game kämpft man sich durch insgesamt 35 Levels, die noch einmal in 7 unterschiedliche Welten unterteilt sind. Allerdings kann man hier noch einiges frei schalten, womit das Ganze auf gleich 140 unterschiedliche Schauplätze bringt. Die zugehörige Story ist jedoch banal und hat mit dem Spiel an sich weniger zu tun; das Mutterschiff Arkanoid soll während einer Reise in die Vergangenheit vor der Zerstörung bewahrt werden. Und dies gelingt nur, wenn man sich erfolgreich an den Block-Formationen versucht. Naja…

Im Spiel gegen den virtuellen Gegner bzw. im Mehrspieler-Modus geht es dann auf Zeit; wer zuerst sein Spielfeld gesäubert hat, hat die Runde gewonnen. Hier steigt dann zumindest der Anspruch ein wenig. Der Spaß früherer Tage lässt sich aber nur bedingt reproduzieren.

 

 

Technik/Grafik:

„Arkanoid“ gibt sich in seinem Design als vollständiges Retro-Game, wodurch die Grafik ganz klar nicht zur Stärke des Spiels zu zählen ist. Das Ganze ist deutlich an frühere Videospielgenerationen angelehnt, sei es nun bei den Animationen der aktiven Spielmittel oder bezüglich der etwas quietschigen Farbgebung. Ästhteten kommen also erwartungsgemäß nicht auf ihre Kosten.

Beim Handling muss man schließlich weitere Einbußen in Kauf nehmen. Während in Japan ein kleines Rädchen für den GBA-Ausgang beigelegt wird, schaut der europäische Spieler in die Röhre und muss sich mit Steuerkreuz respektive Touchpen begnügen. Das Spielgefühl geht zwar dennoch in Ordnung, aber das Gefühl, hier nicht mit dem Optimum versorgt zu sein, nagt schon ein wenig. Die Bildschirmteilung erweist sich langfristig im Übrigen auch als zwiespältig; einerseits ist der gewonnene Raum begrüßenswert, andererseits dauert es manchmal ziemlich lange, bis die Kugel ihren Weg zurückfindet. Man darf jedenfalls geteilter Meinung sein.

 

 

Spielspaß:

Wirklich spannend ist „Arkanoid“ letzten Endes leider nicht; die Leveldesigns sind gerade zu Beginn relativ anspruchslos, während der Härtegrad gerade bei den Aufgaben, in denen man unter Zeitdruck arbeiten muss, stellenweise viel zu hoch ist. Allerdings mangelt es spürbar an Abwechslung, weil sich die Herausforderungen im 1-Spieler-Modus doch relativ stark gleichen. Oftmals entwickelt sich dabei eine echte Monotonie, die man bereits in den 80ern durch ganz unterschiedliche Block-Konstellationen viel besser im Griff hatte. Dementsprechend gelingt es dem Remake kaum mehr, überhaupt irgendwelche leichten Akzente zu setzen. Der Mehrspielermodus sticht hier zwar noch als feine Alternative heraus, aber wirklich umhauen kann auch er den leidenschaftlichen „Breakout“-Anhänger nicht. Langfristig ist der Spielreiz daher nicht gegeben:

 

 

Fazit:

Obschon die Erwartungshaltung an dieser Stelle nicht zu hoch angesetzt war, ist das DS-Remake zu „Arkanoid“ schon ein wenig enttäuschend und kann dem bereits eingeschliffenen Spielsystem absolut keine neuen Impulse mehr verleihen. Wer anderweitig Möglichkeiten hat, „Breakout“ oder einen seiner vielen Klone zu spielen, muss hier daher nicht dringend zuschlagen.

 

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Eure Meinung:


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Arkanoid

System: Nintendo DS

Publisher: Koch Media

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14. JuSchG

ASIN: B0019EXU9Y

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 13.09.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47