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Arrion von Tanja Rast

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Klappentext:

Neve ist eine Geistersängerin, deren Aufgabe darin besteht, verlorenen Seelen den Übergang ins Jenseits zu ermöglichen. Schwarze Magier hingegen wollen aus den Geistern eine unbesiegbare Armee aufstellen und haben daher die Jagd auf die friedlichen Sängerinnen eröffnet. Alleine der Geisterritter Arrion, der sich gegen Neves Willen zu ihrem Beschützer aufschwingt, scheint in der Lage, ihr gegen die Bedrohung beistehen zu können. Es ist allerdings nicht hilfreich, dass sie sich über die Grenze des Todes hinweg verlieben …

 

Rezension:

Die Tätigkeit einer Geistersängerin besteht darin, einsam durch die 8 Reiche zu ziehen und verlorenen Seelen den endgültigen Übergang ins Jenseits zu ermöglichen. Diese Fähigkeit wird immer von der Mutter auf die Tochter vererbt. Als Neve, eine dieser Geistersängerinnen, eine besonders gequälte Seele hört, findet sie den Geist des Ritters Arrion, der schon seit Jahrzehnten als verlorene Seele existiert.

Wieso hat in dieser langen Zeit noch nie eine andere Geistersängerin zu ihm gefunden? Und warum ist Arrion so anders als alle Geister, denen Neve bisher ins Jenseits geholfen hat?

 

Die Erkenntnis, dass der Herrscher dieses Reiches gegen die als unantastbar geltenden Geistersängerinnen vorgeht und mit seinen Schwarzen Sängern sogar versucht, mutwillig solche kampfstarken ›Langzeit-Geister‹ wie Arrion zu erschaffen, stellt Neves Welt auf den Kopf.

 

Die Welt, die die Autorin hier erschafft, kann den Leser in ihren Bann ziehen. Neves Entwicklung von der Flucht bis zum aktiven Kampf gegen ihre Schwarze Konkurrenz wird überzeugend dargestellt. Zusammen mit ihr versteht der Leser nach und nach die Hintergründe für Arrions Besonderheit. Das alles bildet ein fesselndes, gut durchdachtes Fantasy-Abenteuer.

Getrübt wird dieser positive Eindruck jedoch von den übertrieben bluttriefenden Kämpfen Arrions gegen die Soldaten des Herrschers. Es vergeht kaum ein Kapitel, in dem sich Neve nicht das Blut und die Eingeweide erschlagener Gegner von der Kleidung wischen muss. Auch dass sowohl Neve als auch der Geist Arrion andauernd rein hormongetrieben reagieren und ständig einen Weg suchen, über die Grenze des Totes hinweg endlich zusammen ins Bett kommen zu können, wirkt in der ständigen Wiederholung nervend. Leider bleiben am Ende auch einige essenzielle Fragen, die sich durch den ganzen Roman ziehen, unbeantwortet.

 

Fazit:

Dieses Buch bietet eine interessante Fantasy-Action-Story, mit einigen (zumindest mir) neuen Elementen, die leider etwas unter einer unnötig in den Vordergrund gerückten Love-Story und übertriebener Blutrünstigkeit leidet. Wer damit leben kann, sollte »Arrion« durchaus mal einen Blick gönnen.

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Eure Meinung:

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Buch:

Arrion

Autorin: Tanja Rast

Taschenbuch, 320 Seiten

Amrûn, 20. August 2015

 

ISBN-10: 3958692117

ISBN-13: 978-3958692114

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B015NEJSO6

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 14.11.2015, zuletzt aktualisiert: 08.11.2019 08:38