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Die Tribute von Panem: Zusammenfassung des Films

von Oliver Kotowski

 

In der mittleren Zukunft sind die USA Vergangenheit: In Nordamerika herrscht der Staat „Panem“. Nach einer Rebellion richtete das Capitol, Hauptstadt und Regierungssitz, die Hungerspiele ein: Die verbliebenen 12 Distrikte sollen zusätzlich zu den wirtschaftlichen Erzeugnissen einmal pro Jahr ein Mädchen und einen Jungen schicken, die an den Hungerspielen teilnehmen. Die Hungerspiele sehen so aus: 24 Teilnehmer werden in eine Spielzone, eine Art Arena – ein größtenteils waldiges Gebiet – geschickt und gehen so lange aufeinander los, bis nur noch ein Teilnehmer am Leben ist.

Damit das Ganze auch Spaß macht, sind überall Kameras und Mikrophone versteckt, die das Geschehen an die Bürger Panems übertragen, und falls sich ein Teilnehmer zu gut verstecken sollte oder das Spielfeld zu verlassen droht oder sonst wie das Spiel interessanter gestaltet werden soll, dann steht der Regie eine Fülle von kleinen Gimmicks zur Verfügung, um Bewegung ins Spiel zu bringen. Andererseits können auch die Zuschauer eingreifen, indem sie einem bevorzugten Teilnehmer einen Fallschirm mit kleinen Hilfsmitteln senden. Es geht also um eine aufregende Show, bei der der Zuschauer mit seinem potenziellen Superstar mitfiebern und als Sponsor konkret unterstützen kann.

 

Nun gibt es in Distrikt 12 die dysfunktionale Familie Everdeen, bestehend aus der lethargischen Mutter, der jungen Primerose und der energischen Katniss (Jennifer Lawrence). Bei der Jagd mit Pfeil und Bogen, kurz vor den Spielen, spricht Katniss mit ihrem Freund Gale darüber, dass die Teilnehmer die Spiele einfach beenden könnten, indem sie sie gemeinsam boykottieren. Vor der Ziehung beruhigt sie ihre Schwester: Prim wird schon nicht für die Hungerspiele gezogen werden, sie ist ja erst das erste Mal dabei. Natürlich wird sie doch gezogen, und Katniss, vor Sorge überwältigt, meldet sich an ihrer Stelle freiwillig. Weniger freiwillig begleitet sie Peeta (Josh Hutcherson), der Bäckersjunge.

In der Vorbereitungsphase lernen sie ihren versoffenen Mentor Haymitch Abernathy (Woody Harrelson) kennen, der ihnen wichtige Kenntnisse vermitteln soll. Zunächst scheint er resigniert und ablehnend, doch Peeta nimmt zögerlich Kontakt zu ihm auf, während Katniss sich zurückzieht.

Im Zuge der Vorbereitungen stellt sich heraus, dass Peeta sehr kräftig ist, sich großartig tarnen kann und nicht an seinen Erfolg glaubt: Bei der Verabschiedung meinte selbst seine Mutter, dass dieses Jahr D12 vielleicht wieder einen Sieger stellen würde – und sie meint nicht Peeta damit. Denn Katniss ist eine hervorragende Jägerin, brillant mit Pfeil und Bogen, kundig beim Überleben im Wald, Schleichen und Aufstöbern. Außerdem hat sie großen Mut – Freiwillige sind selten. Dass sie sich freiwillig für ihre Schwester meldete, erregt einige Aufmerksamkeit. Zusammen mit ihrem Team wird sie stets für große Auftritte vorbereitet – nach und nach gelingt es ihr, die Show zu bieten, die von ihr erwartet wird.

Doch den besten Aufhänger bietet ihr Mitstreiter Peeta während der Kandidatenvorstellungen für das Publikum: Auf die Frage, ob er ein Mädchen habe, zögert er erst (effektvoll) ein wenig, um sich dann seine Liebe zu einer alten Bekannten herauskitzeln zu lassen. Auf den formalen Glückswunsch des Moderators Caesar Flickerman (Stanley Tucci), entgegnet er, selbst wenn er siege, werde er nicht glücklich mit seiner Geliebten sein können, denn sie werde dann tot sein. Von nun an sind Katniss und Peeta das tragische Liebespaar, weil es nur einen Sieger geben kann.

 

Das Spiel selbst beginnt dann sehr blutig: Am Startplatz sind zahlreiche Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände aufgestellt. Viele Teilnehmer eilen zu den Waffen, doch die Karrieros, die für das Spiel konditionierten Freiwilligen aus den Distrikten 1 und 2, metzeln sie alle nieder. Es überleben nur die, die sich einen Ausrüstungsrucksack schnappen und in den Wald rennen. Katniss versucht zunächst, das Spielfeld einfach zu verlassen, doch die Regie treibt sie mit einem Waldbrand, bei dem sie sich eine ernsthafte Verletzung am Bein zuzieht, in die Arme der Karrieros, denen sich Peeta angeschlossen hat. Nur knapp kann sie ihren mordlüsternen Häschern entkommen.

Außerhalb des Spiels gelingt es ihren Mentor Haymitch, einen Sponsor für die mittlerweile auf einen Baum festsitzende Katniss zu finden – ihr wird ein Fallschirm mit einer Heilsalbe geschickt, die die Wunde über Nacht verheilen lässt. Und noch mehr Glück: Die sehr junge Teilnehmerin Rue aus Distrikt 11 deutet auf ein Wespennest, das an einem Ast hängt: Katniss sägt den Ast ab, die (gen-technisch manipulierten) zornigen Wespen gehen auf die flüchtenden Karrieros los und töten (und noch mehr Glück:) die mit dem Bogen. Bewaffnet bildet Katniss mit Rue ein Team, das beabsichtigt, den Karrieros die Vorräte zu stehlen. Zwar kann Katniss die Vorräte zerstören, aber keine erbeuten und Rue wird im Zuge des Ablenkungsmanövers getötet. Katniss arrangiert eine kleine Beerdigung, die von den Bewohnern von D11 mit einem kleinen Aufstand gegen die Schergen der Regierung quittiert wird. Um das Spiel zu beschleunigen, verkündet die Regie, dass dieses Mal ein Team gemeinsam siegen kann, wenn alle aus demselben Distrikt stammen. Katniss sucht nun nach Peeta, den sie bestens getarnt und erheblich am Bein verletzt findet. Katniss küsst Peeta, was eine gesponserte Suppe einbringt – mit einem Kommentar von Haymitch, dass der Kuss zu halbherzig war. Da sich Katniss und Peeta in eine Höhle zurückziehen, ködert die Regie Katniss mit einem Hilfepaket zum Startplatz. Beim Versuch es zu holen, läuft sie beinahe in die Falle der Karrieros, doch (wieder einmal) zum Glück ist Thresh, der andere Teilnehmer aus D11 in der Nähe, der Katniss aus Respekt vor ihrem Verhalten gegenüber Rue hilft, sich dann aber wieder zurückzieht.

Nachdem der Plan nicht aufgegangen ist, forciert die Regie wieder die Konfrontation: Sie hetzt genmanipulierte Hundemonster auf die Teilnehmer. Katniss und Peeta hasten zum Startplatz, treffen da auf Cato, den letzten Karriero, und töten ihn. Fröhlich verkündet die Regie, dass die Sonderregel, ein Team könne gewinnen, zurückgenommen sei – es kann wieder nur einen Sieger geben. Der verletzte und unbewaffnete Peeta fordert Katniss auf, ihn zu töten, doch sie fordert ihn auf, ihr zu vertrauen und gemeinsam die tödlichen Beeren zu essen, die Peeta vorher versehentlich gesammelt hatte. Gerade als sie ihre Beeren in den Mund stecken wollen, erklärt die Regie beide zu Siegern.

 

Später fallen die Siegesfeiern nur begrenzt glücklich aus: Der Regisseur der Spiele wird zum Selbstmord gezwungen, da Katniss zu viel Bewunderung an sich binden konnte – eine Tötung würde aus ihr eine Märtyrerin gemacht haben, was das Kapitol (sprich: Präsident Snow (Donald Sutherland)) überhaupt nicht gebrauchen kann. Und Haymitch warnt Katniss: Das Kapitol ist mit ihrer Machtdemonstration – sie hat immerhin die Spielregeln vom Feld aus ändern können – überhaupt nicht glücklich. Peeta würde gerne weiterhin mit Katniss zusammen sein, doch sie will – ein bisschen unsicher – die Sache vergessen. Bei der Siegesfeier sieht sie dann unglücklich auf ihre Schwester Prime, um die sich ihr Freund Gale gekümmert hat – und ergreift unglücklich lächelnd die Hand von Peeta, um sie zusammen in die Höhe zu halten.

 

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Eure Meinung:

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Film:

Die Tribute von Panem - The Hunger Games

Regisseur: Gary Ross

Produktion: USA 2012

Länge: 142 min

Altersfreigabe: FSK 12

Erhältlich bei: Amazon

 

Besetzung:

Jennifer Lawrence

Josh Hutcherson

Woody Harrelson

Liam Hemsworth

Elizabeth Banks

Stanley Tucci

Donald Sutherland

Wes Bentley

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Erstellt: 16.11.2012, zuletzt aktualisiert: 19.02.2016 13:44