Assassin´s Creed 1: Desmond (Eric Corbeyran; Djillalo Defall; Raphael Hedon)
 
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Assassin´s Creed 1: Desmond von Eric Corbeyran, Djillali Defali und Raphael Hedon

Reihe: Assassin´s Creed

 

Rezension von Ingo Gatzer

 

Rezension:

Der Barkeeper Desmond Miles wird entführt und in einem geheimen Labor gefährlichen Experimenten unterzogen. Dabei wird er mit Hilfe seines genetischen Gedächtnisses in das Leben einiger seiner Vorfahren versetzt, die der Sekte der legendären Assassinen angehörten. Doch wer könnte von diesen Versuchen profitieren? Und dann spielt auch noch jemand ein doppeltes Spiel...

 

Die Reihe "Assassin´s Creed" gehört mit weit mehr als acht Millionen verkaufen Exemplaren zu den erfolgreichsten Videospieltrilogien überhaupt. Dass die Serie nun als Comic umgesetzt wird, ist wenig überraschend, da das bildgewaltige Epos dafür geradezu prädestiniert ist. Als Texter und Szenaristen konnte man den Franzosen Eric Corbeyran gewinnen, der bereits bei so unterschiedlichen Graphic Novels wie "Die Verwandlung von Franz Kafka" oder "Metronom 01 - Nulltoleranz" seine Fähigkeiten beweisen konnte. Für die visuelle Umsetzung zeichnet sein Landsmann Djillali Defali verantwortlich, der bei uns noch weitgehend unbekannt ist, in Frankreich aber schon auf diverse Veröffentlichungen - darunter auch diverse mit Eric Corbeyran - zurückblicken kann. Die Kolorierung stammt von Raphael Hedon.

 

Das von Eric Corbeyrans be- und erarbeitete Szenario gefällt durch den steten Wechsel zwischen Erzählsträngen und Zeitebenen, wobei Historie und eine leicht verfremdete Gegenwart bzw. nahe Zukunft elegant verbunden werden. Das mag - gerade zu Anfang - einige Leser verwirren, sorgt aber für eine interessante Dynamik, die jegliche Langeweile verhindert. So beginnt das Comic mit einem Mann namens Subjekt 16, der sich offensichtlich in einer psychiatrischen Anstalt befindet, wechselt dann zu einem Assassinen im dritten Jahrhundert, worauf in die Gegenwart zu Desmond Miles geschwenkt wird. Die Geschichte seiner Gefangennahme, Informationsfragmente über die Auftraggeber und die Abenteuer eines weiteren von Desmonds Vorfahren, werden dann im Anschluss geschildert.

 

Auch die detailreiche visuelle Umsetzung durch Djillali Defali kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. So verleiht er vor allem den Assassinen die gewisse "Coolness", die für viele Spieler auch den besonderen Reiz des Videogames ausmacht. Einige Szenen - wie der vom Dach auf seinen Gegner zuspringende Assasssine werden Gamer in diesem Zusammenhang sicher bekannt vorkommen. Das tut der unbestreitbaren zeichnerischen Qualität aber keinen Abbruch. Sehr ausdrucksstark gestaltet Corbeyran zudem die Gestik seiner Figuren, die dadurch besonders lebensecht wirken. Überaus ansprechend sind dem Franzosen außerdem viele, teilweise fließend wirkende, Übergänge zwischen den Erzählebenen gelungen.

 

Immer wieder wird übersehen, wie viel eine gute Kolorierung zu einem guten Comic beiträgt. Raphael Hedon macht es dem Betrachter durch seine hervorragende Farbgebung allerdings recht schwer, diese Tatsache hier zu übersehen. Dem Franzosen gelingt es nicht nur die Farbgestaltung der Vorlage genau zu treffen. Gerade durch seine Gestaltung von Sonnenuntergängen und dem Spiel mit Licht und Schatten trägt er einen guten Teil zur dichten Atmosphäre der Graphic Novel bei.

 

Fazit:

Dem Trio Corbeyran, Defali und Heldon gelingt mit "Assassin´s Creed 1: Desmond" ein beeindruckender Serienauftakt, bei dessen Lektüre man nur bedauert, dass schon nach 48 Seiten Schluss ist.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202402280115416f24fcf7
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Graphic Novel

Assassin´s Creed 1: Desmond

Text und Szenario: Eric Corbeyran

Zeichnungen: Djilllali Defali

Farben: Raphael Hedon

Splitter - gebundene Ausgabe - 48 Seiten

Erscheinungsdatum: Januar 2011

ASIN: 3868692622

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 05.05.2011, zuletzt aktualisiert: 31.12.2023 11:30, 11782