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Assassins Creed Syndicate (PC)

Rezension von Cronn

 

Ich stehe auf dem Dach, greife mit der flachen Hand nach dem Kamin und spüre die Wärme, die in ihm aufsteigt.

Unter mir laufen die Menschen Londons umher und ahnen nichts davon, was im Hintergrund ihrer Megacity passiert. Die Templer haben London fest in ihrer Hand. Aber dieser Zustand ist nicht von Dauer. Denn meine Schwester und ich werden dafür sorgen, dass die Zeit der Templer abläuft.

Und der erste Ansatzpunkt läuft eben unter mir vorbei. Es ist ein Templer, der sich als Arzt tarnt. Ich werfe meinen Greifhaken zum gegenüberliegenden Dach und schwinge mich hinüber. Mein Einsatzziel verschwindet in einer Seitenstraße von Whitechapel.

Nun ist es an der Zeit, dass ich zugreife.

Ich schwinge mich nach unten und schlage den Arzt nieder. Meine verborgenen Klingen schießen heraus und ich stoße sie tief in den Hals des Templers.

Ich drehe ihn auf den Rücken und tauche mein Taschentuch in sein Blut.

In seinen letzten Atemzügen unterhalten wir uns in der Zwischenwelt. Er offenbart mir, dass weitere Missetaten auf das Konto des Obertemplers Starrick gehen.

Das verwundert mich nicht.

Und auch, dass der sterbende Arzt mich verhöhnt.

Doch am Ende stirbt er. Nicht ich.

Aber mein Weg ist noch weit, bis ich Starrick entgegen treten kann …

 

Rezension:

Assassins Creed Syndicate ist das neueste Stück Software aus dem Hause Ubisoft. Wie jedes Jahr erblickt auch dieses Jahr zum Weihnachtsgeschäft ein neues Assassins Creed das Licht der Welt.

Im letzten Jahr hatte man mit Unity und Paris in der Revolutionszeit ein heißes Eisen im Feuer, das leider durch eine Vielzahl an Bugs gelitten hat. Doch nun verspricht man alles besser zu machen und legt »Assassins Creed Syndicate« nach.

Wie gelungen ist das neue Game?

 

Hintergrund:

Der Spieler schlüpft bei »Assassins Creed Syndicate« in die Rolle der Geschwister Jacob und Evie Frye. Beide sind Mitglieder der Assassinen-Bruderschaft und kommen frisch nach London, um dort dem Obertempler Starrick das Handwerk zu legen.

Das ist die Hintergrundgeschichte von »Assassins Creed Syndicate«. Sie ist simpel, aber nicht dümmlich. Die Story ist fokussiert auf das Ende und entbehrt der Wendungen anderer Teile. Das mag den ein oder anderen stören, aber im Endeffekt sorgt das für mehr Stringenz in der Erzählung. Man weiß, wozu jede Mission schlussendlich dient: dem Obertempler das Revier streitig machen und ihn am Ende besiegen.

Und dafür ist die Geschichte der Geschwister Frye vollauf ausreichend.

 

Gameplay:

Das bekannte Freerunning-System von Assassins Creed wurde mit einem Auf- und Abwärtsbutton logischer gemacht und mit einem Greifhaken um eine vertikale Komponente erweitert. Nun kann man einfacher von Dach zu Dach gelangen. Der Greifhaken ist eine sinnvolle Neuerung.

Die Hauptmissionen sind spektakulär inszeniert und bieten große Abwechslung. Daneben gibt es typischerweise für das Franchise eine Vielzahl an Open-World-Missionen. Die Nebenmissionen reichen von Templer-Verfolgungen bis hin zu schnöden Illustrationen-Sammel-Aufgaben.

Neu ist dabei, dass man ab einem bestimmten Punkt eine Bande namens »Rooks« leitet und deren Mitglieder im Kampf befehlen kann. Das bringt das Gefühl ins Spiel, dass man nicht allein als einsamer Wolf unterwegs ist. Super!

Die Spielcharaktere kann man aufleveln. Damit schaltet man Perks frei und auch Ausrüstungsgegenstände. Die Suchtspirale greift perfekt.

Das Kampfsystem hat sich kaum verändert und ist genauso fordernd wie im Vorgänger. Im richtigen Moment die Tasten zu drücken, ist ein gelungener Mittelweg zwischen Casualisierung und Hardcore-Anforderung.

 

Grafik und Sound:

Die Grafik von »Assassins Creed Syndicate« ist sehr gelungen. Man hat aus den Fehlern von »Unity« gelernt und die Bug-Rate stark reduziert. Die Glanzeffekte auf den regennassen Straßen sehen toll aus und die Texturen sind überwiegend scharf.

Was »Assassins Creed Syndicate« aber abhebt ist die Atmosphäre. Hier ist an allen Ecken und Enden von London etwas los: Bettler rufen, Kinder spielen im Dreck, reiche Londoner fahren ihre Kutschen spazieren, Mönche spielen im Park Cricket, während zwei Straßenzüge weiter Kinder zur Arbeit gepeitscht werden. Ab dem ersten Moment stülpt »Assassins Creed Syndicate« dem Spieler die volle Breitseite an Atmosphäre über und das funktioniert wunderbar.

Der Sound ist gelungen abgemischt. Die Umgebungsgeräusche passen fabelhaft. Nur an wenigen Stellen ist die Sprachwahl missglückt. Dann sprechen Londoner Zeitungsmädchen auf einmal Deutsch.

 

Fazit:

»Assassins Creed Syndicate« hat alles, was ein gelungenes Open-World-Spiel ausmacht. Was man ihm vorwerfen könnte, ist eine gewisse generische Komponente. Aber wer möchte bei dieser überwältigenden Atmosphäre daran herumkritteln?

Das Game macht so vieles richtig, dass derartige Dinge kaum ins Gewicht fallen.

Mit »Assassins Creed Syndicate« kann man viele Stunden gute Unterhaltung bekommen.

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PC-Game:

Assassins Creed Syndicate

Ubisoft, 19. November 2015

USK: 16

 

ASIN B00XJTEWM6

 

Erhältlich bei: Amazon

Min. Systemvoraussetzungen:

 

  • Betriebssystem: Windows 7 SP1, 8/8.1, Windows 10 (64 Bit)
  • Prozessor: Intel Core i5 2400 2,5 GHz oder AMD FX 6350 3,9 GHz
  • RAM: 6 GB
  • Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 660 oder AMD Radeon R9 270 (2 GB VRAM mit Shader Model 5.0)
  • DirektX: DirectX Juni 2010
  • HDD: 50 GB

 

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Erstellt: 18.12.2015, zuletzt aktualisiert: 14.01.2019 09:15