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Autowahn von Ben Aaronovitch

Reihe: Die Flüsse von London Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Ben Aaronovich ist in Deutschland erst so richtig durch seine „Peter Grant“-Serie bekannt geworden, blickt aber eigentlich schon auf eine jahrzehntelange Karriere als Autor und Drehbuchschreiber zurück. Zusammen mit seinem Mitautoren Andrew Cartmel war er auch bei der Kultserie „Doctor Who“ aktiv. Aus diesem Grund sollte man auch einiges an Skurrilitäten von dieser neuen Geschichte um seinen Police-Constabler erwarten, der Mitglied einer ganz besonderen Einheit ist, wie „Die Flüsse von London 1: Autowahn“ beweist.


Peter Grant gehört dem „Folly“ an, einer ganz besonderen Einheit der Metropolitian Police, die sich um die mysteriösen Fälle im Großraum London kümmert, denn er ist einer der wenigen Menschen, die auch die Befähigung besitzen, Magie anzuwenden und damit zu erlernen. Daher bildet ihn sein Chef Nightingale neben seiner Arbeit aus, denn die beiden sind im Moment allein.

So ist Peter schon manch einer Seltsamkeit auf die Spur gekommen und hat Freundschaft mit dem ein oder anderen Wesen geschlossen, dass sich zwischen den Welten bewegt, so dass ihm nichts mehr fremd ist.

Während seine Kollegen von der normalen Polizei noch daran glauben, dass der Fahrer eines Wagens auf natürliche Weise gestorben ist, kommt Peter schon bald dahinter, dass dem nicht so ist, denn einige Hinweise passen nicht zu den anderen und deuten auf übernatürliches Wirken hin. Der Weg führt ihn auf einen Schrottplatz, wo das gefährlichste Auto Londons auf ihn und seinen Chef wartet und weitere düstere Geheimnisse ans Licht kommen, die diesen eine lange kalte Spur in die Vergangenheit verfolgen lassen.


Wie die Romane von Ben Aaronowich kann auch diese Geschichte, die eigens für das Medium erdacht wurde, mit einer dichten Atmosphäre und sehr viel Lokalkolorit punkten. Magie und normale Welt treffen hier mit einem Augenzwinkern aufeinander, das Verrückte bewegt sich zwischen dem Alltäglichen als gehöre es dazu.

Die Geschichte bekommt so ein ganz eigenes Leben und ist in keinem Panel langweilig, sondern macht Lust auf mehr. Die Handlung entfaltet sich ähnlich spannend wie die der Romane und schlägt in den Bann, da es immer wieder neue Überraschungen und Wendungen gibt, die ganz neue Fragen aufwerfen.

Die Figuren wirken so wie in den Geschichten – Fans werden sie leicht wiedererkennen und dieses neue Abenteuer zu schätzen wissen. Auch sind die Zeichnungen sehr detailreich und realistisch, schaffen mit den Farben das richtige Ambiente.

An der Umsetzung der Hauptgeschichte gibt es eigentlich nicht viel zu mosern, auch wenn man merkt, dass der ein oder andere Nebencharakter sicherlich mehr Geschichte hat, als hier verraten wird. Dennoch fällt es nicht schwer, auch als Neuleser in die Geschichte einzutauchen, da die wichtigsten Dinge erklärt werden.

Die Bonus-Comics, die gerade einmal zwei bis drei Seiten haben, sind allerdings eher etwas für Fans, da sie mit vielen Andeutungen gespickt wurden, die man nur verstehen kann, wenn man einige der ersten Romane gelesen hat. Aber lustig sind sie allemal.


Damit ist „Die Flüsse von London 1: Autowahn“ für Fans, die neue Geschichten von Peter Grant lesen wollen mehr als zu empfehlen, aber auch Comic-Fans, die vorher noch keine Ahnung von der Serie hatten, werden die schrägen Kriminalgeschichten mit Fantasy-Touch und augenzwinkerndem Humor durchaus zu schätzen wissen.

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Eure Meinung:

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Comic:

Autowahn

Reihe: Die Flüsse von London Band 1

Autor: Ben Aaronovitch, Andrew Cartmel

Zeichnungen: Lee Sullivan

Farbe: Luis Guerrero

Übersetzung: Kerstin Fricke

Panini Verlag, 08/2018

Vollfarbiges Softcover mit Klappbroschur, 128 Seiten

 

ISBN-10: 3741609153

ISBN-13: 978-3741609152

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 14.09.2018, zuletzt aktualisiert: 10.12.2019 18:33