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Avatar – Der Herr der Elemente - Buch 3: Feuer

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

„Avatar – Der Herr der Elemente“, im Original „Avatar – The last Airbender“ ist eine der bekanntesten Zeichentrickserien des amerikanischen Kindersenders „Nickelodeon“, der inzwischen auch in Europa und Deutschland seine Ableger hat.

Anders als viele andere Produktionen präsentiert die insgesamt 61-teilige Serie keine reinen abgeschlossenen Folgen, sondern eine durchlaufende Geschichte, in der sich nicht nur die Figuren entwickeln, sondern auch immer mehr Zusammenhänge ans Licht kommen und schließlich zusammengeführt werden. Gerade dieser Aufbau fasziniert auch ältere Zuschauer und hat dazu geführt, dass im Jahr 2010 die erste von drei Realverfilmungen in die Kinos kommen wird.

Hier liegt aber nun die dritte und abschließende Staffel der Zeichentrickserie mit insgesamt 21 Episoden vor.

 

Der Avatar, der Gebieter über alle vier Elemente war lange Jahre auch der Hüter des Friedens auf der Welt der vier Nationen. Im Wechsel wird seine Seele als Angehöriger eines der vier Völker wiedergeboren, wenn sein altes Ich stirbt.

Jedes Nation ist einem der Elemente besonders zugetan und es gibt sogar viele, die die dazugehörige Magie beherrschen.

Über viele Jahrtausende wurde das Gleichgewicht der Kräfte und Elementarreiche aufrecht erhalten. Das änderte sich allerdings vor gut hundert Jahren, als der letzte Avatar – Roku vom Feuervolk – verschwand und kein Nachfolger mehr auf der Bildfläche erschien.

Stattdessen begann der machtgierige Feuerlord Sozin die Länder mit Krieg zu überziehen und nutzte die Macht eines Kometen, der zu dieser Zeit den Planeten streifte, um die Luftnomaden zu vernichten, wohl wissend, dass einer von ihnen der neue Avatar sein musste.

Allerdings war nie klar, ob Rokus Nachfolger wirklich mit seinem Volk gestorben war, auch wenn es zu vermuten war, da sich die Feuernation ungehindert ausbreiten und Kolonien auf anderen Kontinenten ansiedeln konnte.

Nun, ein Jahrhundert später erweist sich, das ein Luftnomade überlebt hat, ein zwölfjähriger Junge namens Aang. Sokka und Katara vom Wasservolk erkennen schnell, dass sie den neuen Avatar vor sich haben und machen sich mit ihm auf die lange und beschwerliche Reise, um Kraft und Wissen zu sammeln.

Denn er ist die einzige Möglichkeit, um die Feuernation unter Feuerlord Ozai aufzuhalten, die sich nun anschickt, die Eroberung der Welt zu vollenden.

Zusammen mit der Erdbändigerin Toph haben sie im Erdkönigkreich mehr über die Feuernation und ihre Machenschaften erfahren können und wissen nun, was von Aangh erwartet. Doch kann er den Anforderungen gerecht werden?

Die zweite Staffel endete mit einem Desaster. Aang musste erkennen, dass er bei weitem noch nicht mächtig genug ist, dem Feuerlord gegenüber zu treten, wenn er schon gegen dessen Kinder versagt und nicht verhindern kann, dass das Erdkönigreich fällt.

Es gibt nur noch einen Tag, an dem er eine Chance hat, Ozai vielleicht zu besiegen – mitten im Sommer, zur Zeit einer totalen Sonnenfinsternis.

Mit diesem Wissen beginnt nun die dritte Staffel. Eine verzweifelte Schar aus Rebellen begibt sich auf getrennten Wegen in das Herz der Feuernation. Aang, Katara, Sokka und Toph reisen inkognito, um mehr über das Leben im Land des Feindes zu lernen und müssen feststellen, dass längst nicht alle Menschen aus diesem Volk böse und machthungrig sind, sondern ohnen ähnlicher sind, als sie denken

Zudem ahnen sie nicht, dass sich im Palast des Feuerlords jemand ebenfalls einer letzten großen Prüfung stellen muss. Prinz Zuko, der den Avatar einst jagte, selbst zum Ausgestoßenen wurde und schließlich doch noch einmal den verlockenden Einflüsterungen seiner intriganten Schwester verfiel, muss sich seinen immer größer werdenden Zweifeln an der Richtigkeit seines Handels stellen. Und schließlich wird er durch seinen Onkel Iroh, den er eigentlich verraten hat, mit einem Vermächtnis konfrontiert, das über Wohl und Wehe der Welt entscheiden kann und die Quelle für seine Zweifel und seine Zerrissenheit ist.

 

 

War die erste Staffel noch eine Ansammlung von relativ unabhängigen Episoden mit zumeist kindlichem Charakter, in dem die amüsanten und leichten Episoden dominierten, hat sich das in der dritten Staffel grundlegend geändert. Nicht nur, dass sie sehr düster beginnt, so gut wie jede Episoden ist mit anderen verknüpft, sei es nun mit direkt vorangegangen oder bereits einigen aus der ersten und zweiten Staffel.

Die Charaktere sind keine Kinder mehr, sondern auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Man merkt, wie schwer es vor allem Aang manchmal nimmt, vor allem am Anfang der Staffel. Zweifel plagen auch Prinz Zuko, der in der ersten Staffel der böse Gegenspieler war, in der zweiten eine eigene Storyline bekam, die sich nur zweimal mit der der Helden kreuzte. In der dritten Staffel macht er die Wandlung zum Helden und letzten Verbündeten des Avatar durch. Gerade diese Entwicklung ist sehr stimmig, glaubwürdig – und hält auch einige Überraschungen bereit.

Wie man sich denken kann, ist der Vorstoß und der erste Angriff auf die Feuernation nur ein Schritt auf das Finale zu. Gerade die letzten zehn Folgen sind eng miteinander verbunden und führen die letzten Fäden in einem dramatischen Finale zusammen, dass zwar kindgerecht gelöst wurde, aber durchaus auch für erwachsene Zuschauer mehr als zufriedenstellend ist. Am Ende bleiben keine Fragen offen – aber man sehnt sich doch irgendwie nach einer Fortsetzung, da man die Figuren lieb gewonnen hat und nicht missen möchte.

Was macht die Faszination an der Serie aus?

Einerseits ist es der interessante Zeichenstil, der sich an Animes orientiert, aber diese nicht kopiert. Dann kommt der wohl durchdachte Hintergrund dazu, der für eine Kinderserie ungewöhnlich ausgereift ist, die ineinander verschachtelte Geschichte und die interessanten Figuren, die nicht auf einem Stand bleiben, sondern durch Fehler und Rückschläge lernen, ihre Lektionen ernst nehmen, sich aber auf der anderen Seite doch ein wenig von ihrer Kindlichkeit bewahren. Gerade in der dritten Staffel ist die Serie sehr atmosphärisch und dramatisch – auch und gerade für ältere Zuschauer.

Interessant ist, dass man nicht wie bei den anderen Staffeln erst die Einzel-DVDs mit jeweils fünf Folgen heraus gibt, sondern diesmal gleich die Staffelbox. Erstmals finden sich hier auch Extras – neben vier Audiokommentaren auch zwei humorvolle Kurzfilme, die in den USA auf den früheren Staffelboxen zu finden waren.

 

 

Fazit:

Alles in allem ist „Avatar – Der Herr der Elemente“ eine Serie, die auch Erwachsene anspricht, da sie mehr als nur eine schlichte Kinderserie ist. Das merkt man vor allem der dritten und abschließenden Staffel an, die keine Wünsche offen lässt.

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DVD:

Avatar – Der Herr der Elemente - Buch 3: Feuer

USA 2008/2009

Original: Avatar the last Airbender

61-teilige Fernsehserie

3. Staffel mit 21 Folgen

Produzent: Aaron Ehasz

Idee und Buch: Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko

Musik: The Track Team

Sprache: Französisch, Deutsch, Englisch Niederländisch (DD 2.0)

Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1

Umfang: 4 DVDs

FSK: 6

Paramount, 12. November 2009

Spieldauer: 394 Minuten (21 Episoden a ca. 24 min)

 

ASIN: B002QVEVYC

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Extras:

 

  • Audiokommentare
  • 2 Kurzfilme

 


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Erstellt: 28.12.2009, zuletzt aktualisiert: 22.11.2019 07:56