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Avatar: Die Legende von Korra, Buch 1 – Luft, Vol. 2

Rezension von Christel Scheja

 

„Avatar: Die Legende von Korra“ ist die Fortsetzung der Serie „Avatar: Der Herr der Elemente“ und spricht nicht nur eine neue Generation von jungen Zuschauern an, sondern auch die älter gewordenen Fans des letzten Luftbändigers.

Siebzig Jahre nach der Wiederkehr von Sozins Komet ist die Macht und das Erbe des Avatars auf das Mädchen Korra aus dem Südlichen Wasserstamm übergegangen. Wild und stürmisch, manchmal auch ziemlich unbedacht, sieht sie ihr Amt nicht als Last an, sondern benutzt ihre Fähigkeiten mit der Freude einer Kämpferin.

 

Inzwischen hat sie sich nach Republica begeben, der Hauptstadt der unabhängigen Republik, die aus den ehemaligen Kolonien der Feuernation im Erdkönigreich entstanden ist, und in der die Mitglieder aller Völker zufrieden und glücklich die Freuden des Fortschritts genießen. Dort lebt Tenzin, Aangs Sohn mit seiner Familie. Er leitet dort den Lufttempel und ist auch aktives Mitglied des Stadtrates. Auch wenn er merkt, dass seine Schülerin noch nicht wirklich dazu fähig zu sein scheint, auch die spirituelle Bedeutung ihres Erbes zu erkennen, so akzeptiert er sie doch als Schülerin.

Die lebhafte Korra lässt sich aber auch nicht nur auf die Insel reduzieren, auf der ihr Lehrer lebt, sondern schaut sich auch in Republica um und findet Gefallen an den Turnieren der Bändiger. Tenzin kann nicht verhindern, dass sie sich den Brüdern Bolin und Mako anschließt und so ein Mitglied der Feuerfrettchen wird.

Vor allem der hübsche Feuerbändiger Mako scheint es Korra angetan zu haben, aber für diesen interessiert sich auch Asami, Tochter eines der mächtigsten Geschäftsmänner der Stadt.

Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein in Republica City, denn seit einiger Zeit findet die Bewegung der „Equalisten“, die alle Bändiger ablehnt und diese am liebsten loswerden möchte, immer mehr Anhänger und bekräftigt ihre Absichten auch noch durch Attentäter. Schließlich erklärt der geheimnisvolle Amon, der maskentragende Anführer der „Equalisten“ Republica den Krieg.

Vor allem Ratsmitglied Tarrlok versucht die Stadt zum Kampf gegen die Bewegung aufzurufen. Er treibt das Kriegsrecht voran und verhaftet jeden, der in irgendeiner Form verdächtig scheint, so dass Korra bald klar wird – auch er treibt ein eigenes Spiel mit Republica und seinen Bewohnern. Doch richtig brenzlig wird es erst, als Amon richtig zuschlägt und so seine wahre Macht enthüllt ...

 

Mit Spaß und Freude ist es nun vorbei, denn die zweite Hälfte der ersten Staffel ist nun ganz dem Kampf gegen Amon und andere Verschwörer gewidmet. Korra kann nicht länger die Augen davor verschließen, dass sie sich ihren früheren Leben öffnen und so ihre spirituelle Seite erkennen muss.

Zudem ist gerade Amon ein Gegner, der über Kräfte gebietet, die sie so noch nicht kennen gelernt hat. Ausgerechnet Tarrlok, der sein eigenes Spiel treibt, gibt ihr die Schlüssel in die Hand, das Geheimnis zu lösen und ihren Widersacher zu besiegen.

Tatsächlich geht es Schlag auf Schlag. Andeutungen aus den ersten sechs Episoden werden nun zu einem interessanten Gesamtbild zusammengefügt, die Heldin muss sich weiter entwickeln und lernen, dass sie so unbeschwert wie bisher nicht weitermachen kann, dass manchmal auch der Kopf wichtiger ist als Herz und Hand.

Dazu kommen andere Dinge, die sie als Teenager durcheinander bringen – die Liebe zu Mako gehört ebenso dazu wie die Rivalität gegenüber Asami, die als einzige Nichtbändigerin im Team interessante Akzente setzt und durch ihre Rolle ein wenig an Zuko erinnert, der auch erst mit seiner Familie brechen musste.

Zudem erfährt man mehr über die Vergangenheit, erhält Einblicke in das weitere Wirken von Aang, Sokka und Toph, darf über die früheren Bande zwischen Tenzin und Lin bei Fong schmunzeln, die auch heute immer noch eine Rolle spielen.

Zudem werden die Geheimnisse um Amon enthüllt und sogar zu einem befriedigenden Ende geführt. Überhaupt stehen vor allem die Figuren, ihr Hintergrund, ihr Leben und ihre Gefühle im Mittelpunkt – Mako, Bolin und Asami sind nicht nur Mitläufer, sondern eigenständige Figuren, auch die ältere Generation erhält mit Tenzin und Lin zwei interessante Identifikationsfiguren, die zu ihrem Recht kommen. Und selbst die Bösewichter haben ein Schicksal und eine nachvollziehbare Motivation.

Der Ton der Serie ist in diesen sechs Folgen erstaunlich düster und manchmal sogar hoffnungslos, der gelegentlich eingestreute Humor schafft es zumindest gelegentlich, die Geschichte ein wenig aufzulockern, kann aber nichts daran ändern, dass schon ein Wunder geschehen muss, um den Kampf gegen Amon zu gewinnen.

Alles in allem fügt sich alles passend zusammen, auch wenn gerade in der letzten Folge, die letzten Schwierigkeiten älteren Zuschauern vielleicht ein wenig zu schnell und einfach gelöst werden. Dennoch kann man mit dem Ausgang zufrieden sein, da sich vor allem die junge Heldin weiter entwickelt und viele interessante neue Freunde gewonnen hat.

Noch einmal wird das Steampunk-Ambiente ansprechend in Szene gesetzt, gerade bei den Kämpfen dürften so manchen Genrefan das Herz schneller klopfen. Auch die Action ist glänzend animiert und fügt sich ansprechend in den Hintergrund ein.

An Extras gibt es diesmal zwei Audiokommentare und ein spaßiges, mit Puppen umgesetztes Making-of, das Fans aber auch einiges über das Konzept der neuen Serie und der Figuren verrät.

 

 

Fazit:

 

Damit lohnt sich auch das zweite Volume von „Die Legende von Korra“, denn mit ihm ist das „Erste Buch - Luft“ vollständig und vor allem inhaltlich rund abgeschlossen. Wer abenteuerliche Fantasy mit Steampunk-Ambiente liebt, sollte ruhig zugreifen, da dies alles andere als eine weitere spaßig-harmlose Kinderserie mit jugendlichen Helden und ihren Problemen ist, sondern handfeste Action, in der es auch schon einmal sehr düster zugeht.

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Eure Meinung:

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DVD:

Avatar: Die Legende von Korra, Buch 1 – Luft, Vol. 2

Regisseur(e): Joaquim Dos Santos, Ki Hyun Ryu

Format: HiFi Sound, PAL, RC 2

Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Studio: Paramount Home Entertainment

Erscheinungstermin: 6. Februar 2014

Spieldauer: 138 Minuten

ASIN: B00GV3LNO2

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 10.02.2014, zuletzt aktualisiert: 22.11.2019 07:56