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Barbie Pferdeabenteuer: Im Reitercamp (Wii)

Rezension von Björn Backes

 

Das bewährte Hege & Pflege-System, welches vor allem auf dem kleinen Nintendo Dualscreen Hochkonjunktur hat, gewinnt auch auf der Wii immer größere Bedeutung. Seit geraumer Zeit sind Ubisoft schwer damit beschäftigt, ihre „Petz“-Serie auch auf der größeren Konsole des japanischen Giganten unterzubringen, so dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit war, bis auch die Konkurrenz sich diesbezüglich zu Wort meldet. Via Activision erhält nun der Traum aller jungen Mädchen und Ken’s Liebste – Barbie – ein weiteres Abenteuer, welches sich primär mit der Pflege und Erziehung von Pferden beschäftigt. Und dabei eine erstaunlich gute Figur abgibt…

 

Inhalt:

Dabei folgt beim Blick auf die Auswahl der großen Vierbeiner erst einmal Ernüchterung: Gerade mal fünf unterschiedliche Exemplare können gesteuert und von Barbie höchstpersönlich aufgezogen werden, was in der direkten Gegenüberstellung mit vergleichbaren Titeln schon ein wenig mager ist. Nun soll die Quantität noch nicht ausschlaggebend für das Spielvergnügen an sich sein – Gott sei Dank, denn in Sachen Gameplay ist „Barbie Pferdeabenteuer: Im Reitercamp“ sogar noch eine Spur attraktiver als ähnlich konzipierte Spielsysteme.

Im Grunde genommen ist Barbies Abenteuer auf der Ferieninsel ein Stückweit vergleichbar mit „Petz-Sports“, zumindest was den Aufbau des Pflegesystems und der Belohnungen angeht. Nachdem man sich für ein Pferdchen entschieden hat, kümmert man sich im Alltag um seinen Liebling, putzt, füttert und pflegt es und erlernt dem Vierbeiner Schritt für Schritt die Fähigkeiten für wiederum fünf unterschiedliche Reitdisziplinen. Übung macht hier den Meister, und je weiter man mit dem Training fortgeschritten ist, desto feiner werden später auch die Wettkämpfe, an denen man mit seinem erwachsenen Pony teilnehmen darf.

Währenddessen erkundet man mit seinem neuen Anvertrauten die Insel, lernt ihre Bewohner kennen und schlägt sich im Rahmen von kleinen Mini-Spielchen durch Aufgaben und kurzen Missionen, die man von den Inselbewohnern auferlegt bekommt. Bei wachsendem Erfolg wird man dabei auch reichlich belohnt: Kleidung und Accessoires warten auf die Tierpflegerin, aber auch brauchbare Utensilien wie bequemere Sättel können mit der Zeit abgegriffen werden. Weitere Belohnungen sind Medaillen, die man für bestimmte Aufgaben zugesprochen bekommt – und die schließlich auch das Ziel aller Bemühungen sind.

Wem die Herausforderung irgendwann zu langweilig wird, der kann im wahrsten Sinne des Wortes auf ein weiteres Pferd umsatteln und mit dessen individuellen Charakter kämpfen. Nicht jedes Tier ist sofort der Freund der Protagonistin, und da auch jedes Exemplar unterschiedliche Vorlieben hat, ist trotz der geringen Auswahl im Reitercamp eine Menge Abwechslung geboten.

 

 

Technik/Grafik:

In Sachen Spielgefühl ist „Barbie Pferdeabenteuer: Im Reitercamp“ durchaus mit den angesprochenen Konkurrenten aus der „Petz“-Serie zu vergleichen. Das Pflegesystem ist ähnlich simpel aufgebaut, und das Handling wirklich gefühlvoll, wobei das Ganze durchaus einen recht lebendigen Charakter hat. Im Gegensatz zu manch anderer Mini-Spielsammlung ist das Handling also wirklich gut umgesetzt.

Auch die Spielübersicht ist frei von überflüssigen Schönheitsfehlern; die Menüführung und das Auftragssystem sind simpel konzipiert und ganz klar auf das Grundschulpublikum zugeschnitten – aber das sollte auch so sein. Selbst bei der Grafik kann man nicht meckern. Zwar sind die Wii-typischen Einbußen hinzunehmen, doch insgesamt ist die visuelle Präsentation definitiv im Rahmen.

 

 

Spielspaß:

Klarer Fall: Der Schwierigkeitsgrad ist aufgrund der sehr jugendlichen Ausrichtung des Spiels sehr niedrig angesetzt, weshalb man langfristig wahrscheinlich nicht mit dem Abenteuer im Reitercamp planen kann. Andererseits überzeugt Barbies neueste Konsolen-Ausarbeitung mit einem sehr flexiblen, freien Spielsystem, welches den Spieler weder an irgendwelche Inhalte bindet, noch zu gezwungen aufgebaut ist. Hier steht der Spaß und vor allem das Experimentiervergnügen im Vordergrund, und genau dieses Konzept geht letzte Endes auch auf.

Ein wichtiger Punkt ist auch die Tatsache, dass die Pferde mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften ausgestattet sind und somit die geringere Auswahl recht leicht kaschieren. Dieser Aspekt ist summa summarum nämlich mehr wert als eine rassige Hundertschaft, die sich aber nicht effektiv voneinander unterscheidet. Sieht man also mal vom geringen Anspruch der integrierten Mini-Spiele ab, gibt es hier tatsächlich eine Menge zu entdecken und auszuprobieren, um den dauerhaften Spielspaß zu gewährleisten.

 

 

Fazit:

Natürlich ist „Barbie Pferdeabenteuer: Im Reitercamp“ auf ein spezifisches Publikum zugeschnitten, bietet diesem aber wirklich ein sehr vielseitiges, liebevoll aufgebautes Videospiel, welches dem Qualitätsstandard der Mattel-Puppe auf alle Fälle gerecht wird!

 

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Eure Meinung:


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Barbie Pferdeabenteuer: Im Reitercamp

von Activision

Plattform: Nintendo Wii

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14 JuSchG

Erscheinungsdatum: 20. November 2008

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 15.01.2009, zuletzt aktualisiert: 11.01.2015 15:28