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Batman Detective Comics 2: Die Maske des Schreckens

Rezension von Ingo Gatzer


 

Rezension:

In dem 236 Seiten dicken Sammelband „Batman Detective Comics 2: Die Maske des Schreckens“ finden sich nicht nur die deutsche Fassung der „Detective Comics 8-12“, sondern auch das „Detective Comics Annual 1“ sowie die Ausgabe „Detective Comics 0“. In einzelnen Episoden werden vor allem die Kämpfe des Mitternachtsdetektivs gegen Superschurken wie Scarecrow, Mr. Toxic, die Talons, den Mad Hatter und Black Mask geschildert. Außerdem enthält der Band Geschichten zu Batmans Hintergrund und zu Two-Face.

 

Maßgeblich für die Umsetzung verantwortlich ist Multi-Talent Tony S. Daniel, der nicht nur als Autor, sondern auch als Zeichner der Serie seinen Stempel aufdrückt. Der US-Amerikaner hat nicht nur für DC Comics („Flash: The Fastest Man Alive“, „Nightwing“) sondern auch für Konkurrent Marvel („X-Force“) Image Comics („Spawn“, „Witchblade“) sowie Dark Horse („The Tenth: Ressurected“) gearbeitet. Als weitere Autoren sind Gregg Hurwitz und James Tynion IV. An diesem Sammelband beteiligt. Der Schriftsteller Hurwitz hat für Marvel bereits an „Wolverine“ und „Punisher“ geschrieben hat und arbeitet bei DC derzeit an „Batman – The Dark Knight“. Tynion fiel vor allem als Batman-Spezialist auf.

 

Der turbulente Anfang des Comics und die episodenhaften Stories sorgen für Dynamik. Die aus dem Fenster stürzende Catwoman weckt zu Beginn sofort das Interesse des Lesers. Die zugrunde liegende Hintergrundgeschichte wird später in einem Rückblick vermittelt. Auch wenn die Stories im ersten Teil des Bandes insgesamt gut sind, folgen die Highlights doch geballt am Ende des Bandes. „Die letzte Lektion“ aus „Detective Comics 0“ beleuchtet den Charakter von Bruce Wayne geschickt und wirkt absolut stimmig. Hier kann der Leser nachvollziehen, wie und warum der Mitternachtsdetektiv das wurde, was er ist. Auch die folgenden Episoden über „Two-Face“ sind absolut gelungen. Auch wenn bei ihnen Batman selbst überhaupt keine Rolle spielt, sind sie atmosphärisch dicht sowie sehr spannend und packend erzählt. Die schlechteste Story des Bandes ist „Das lange Warten“ aus „Detective Comics 0 (II)“. Die Geschichte ist leider schlichtweg langweilig geraten. Butler Alfred lehnt ein unmoralisches Angebot ab und der junge Bruce Wayne kommt heim. Mehr passiert hier nicht.

 

Neben Tony S. Daniel sind für die grafische Umsetzung noch Ed Benes, Julio Ferreira, Henrik Jonsson, Szymon Kudranski, Romano Molenaar, Eduardo Pansica und Pere Pérez verantwortlich. Besonders Daniel zeigt ein Talent für effektvolle und emotional aufgeladene Bilder. Ein gutes Beispiel dafür ist das expressive Cover, das aus der Feder des US-Amerikaner stammt. Ähnlich wie beim Plot selbst, ist aber auch die Qualität der Bilder gegen Ende des Bands besonders überzeugend. Die Geschichten, bei denen Two-Face im Vordergrund steht, finden etwa oft im Halbschatten statt, was für eine düstere und sehr passende Atmosphäre sorgt, die manchmal an den Film Noir erinnert. Und zu welcher Figur passt das Spiel mit Licht und Schatten besser als ausgerechnet zu Two-Face, der beide Elemente und Seiten in seiner komplexen Psyche vereint?

 

Fazit:

„Batman Detective Comics 2: Die Maske des Schreckens“ bietet ansprechende Unterhaltung, kann aber vor allem bei den hervorragenden Episoden zu Batmans Vorgeschichte und zu Two-Face sowohl inhaltlich als auch grafisch vollauf überzeugen.

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Eure Meinung:

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Comic

Batman Detective Comics 2: Die Maske der Schreckens

Autoren: Tony S. Daniel, Gregg Hurwitz und James Tynion IV

Zeichner: Tony S. Daniel. Ed Benes, Julio Ferreira, Henrik Jonsson, Szymon Kudranski, Romano Molenaar, Eduardo Pansica und Pere Pérez

Erscheinungsdatum: Januar 2014

Panini - 236 Seiten - Softcover

ISBN-10: 3862016870

ISBN-13: 978-3862016877

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 25.01.2014, zuletzt aktualisiert: 12.07.2019 19:51