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Black Monday von R. Scott Reiss

Rezension von Christine Schlicht

 

In Las Vergas treibt ein Killer sein Unwesen und ermordet scheinbar ohne jeden Zusammenhang einen jungen Mann. Doch es ist dem Killer auch egal, er erledigt nur seinen Auftrag und das macht er mit einer gnadenlosen Perfektion.

 

Katar, die Studios von Al Dschasira, die Nachrichten laufen und der Journalist Hassan el Kader denkt mit Grauen an die Reportage über einen alten Mann in Afghanistan nach, der angeblich prophetische Worte gesprochen hat. Er kündigte eine weltweite Katastrophe an und das Ende der modernen Zivilisation. Und tatsächlich stürzen kurz darauf mehrere Flugzeuge ab, reißen Hunderte Menschen in den Tod. Zunächst sieht alles nach einem Terroranschlag aus, da alle Flugzeuge in Dubai zwischengelandet waren. Doch alles kommt noch viel schlimmer.

 

Trotz der Katastrophenmeldungen wird in einer Straße von Washington DC ein Fest gefeiert. Dr. Gregory Gerard und die übrigen Anwohner ahnen noch nichts von der Katastrophe, die bald über sie alle herein brechen wird. Der Epidemiologe arbeitet für die Regierung, war aber in seiner Jugend nicht gerade eine Stütze der Gesellschaft. Er ist verheiratet und hat mit seiner Frau zwei Kinder aus Krisengebieten adoptiert.

 

In der Nacht nach dem Straßenfest bricht das Chaos über Washington und die ganze Welt herein. Flugzeuge fallen vom Himmel wie reifes Obst, alle Maschinen stehen still, kein Auto fährt mehr, die Fabriken können nicht mehr produzieren, der Super-Gau ist da. Doch was hat es ausgelöst? Während überall Anarchie ausbricht, stellen Dr. Gerard und seine Kollegen fest, dass sie es mit einer Mikrobe zu tun haben, die das Erdöl, den Lebenssaft der Maschinen, für eben diese Anwendungen unbrauchbar macht. Aber nicht nur in den USA, überall auf der Welt.

 

Während der Notstand ausgerufen wird und überall Plünderer die Notlage ausnutzen und die Menschen in Gefahr sind, wird fieberhaft nach einer Lösung gesucht. Gerards Erkenntnisse gefallen seinen Arbeitgebern nicht und er wird von den Forschungen abgezogen. Obwohl auch seine Familie in Gefahr ist, zumal er sich in weniger angenehmen Kreisen nicht gerade beliebt gemacht hat, verlässt Gerard seine Familie und macht sich auf die Suche nach der Ursache des Problems – und auf die Suche nach einer Lösung. Doch der geheimnisvolle Killer ist ihm bereits auf den Fersen und je näher er der Wahrheit und einem Gegenmittel kommt, desto mehr gerät Gerard in dessen Visier...

 

 

Was wäre, wenn...

Wenn jetzt plötzlich und unerwartet das Öl ausgeht? Nun, das Szenario ist ja nun mal nicht so weit entfernt, wenn der Verbrauch so weitergeht. Eigentlich bräuchten sich die Terroristen nur gemütlich zurücklehnen und ein bisschen warten. Aber von heute auf morgen, das würde in der Tat einige Probleme aufwerfen. Von daher zwingt der Ansatz des Romans schon ein bisschen zum Nachdenken.

 

Trotzdem ist das Szenario, das hier entworfen wird, nicht wirklich glaubwürdig. Es dient als Hintergrund für einen reißerischen Thriller, nicht mehr und nicht weniger. Auch die Charaktere sind nicht besonders tiefgründig ausgearbeitet, aber das ist auch nicht nötig, um die Spannung zu erhalten. Die Geschichte soll spannend unterhalten, keinen Literaturpreis gewinnen. Und diesen Zweck erfüllt sie. Als Endzeit-Drama reicht es nicht ganz, aber die Welt soll schließlich auch am Ende gerettet werden können von dem Helden Dr. Gerard.

 

Ein Muss für Genre-Fans und gute Unterhaltung für den nächsten Urlaub. Obwohl... ob man nach der Lektüre noch freiwillig in ein Flugzeug einsteigt?

 

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Black Monday

Autor: R. Scott Reiss

Aus dem Englischen von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann

Broschiert: 400 Seiten

Verlag: Ullstein Tb; Auflage: 1 (Januar 2008)

Sprache: Deutsch

Umschlaggestaltung: HildenDesign

ISBN-10: 354826851X

ISBN-13: 978-3548268514

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 05.03.2008, zuletzt aktualisiert: 05.10.2018 18:46