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Brutal Nature 1: Überleben ist alles!

Rezension von Christel Scheja

 

Manche Alben erzählen eine Geschichte, die nahe an der historischen Wirklichkeit ist, aber doch eher eine Handlung hat, die viele phantastische Elemente besitzt, Das ist auch bei „Brutal Nature“ von Luciano Saracino und Ariel Olivetti der Fall, die in das Amerika des frühen 17. Jahrhunderts entführen.

 

Während in Spanien die Inquisition das Land mit Terror erfüllt, bemühen sich die Spanier immer festeren Fuss in ihrem Teil Südamerikas zu finden. Die Soldaten überfallen und plündern die Dörfer mit zunehmender Brutalität und scheren sich nicht um das Leid der Untergebenen. Sie verbreiten Krankheiten und nehmen sich, was sie wollen.

Doch da ergreift ein junger Mann namens Ego Gegenmaßnahmen. Er schlüpft mittels magischer Masken in die Gestalt mythischer Monster und Götter, um die Eindringlinge zu bestrafen und zu vernichten. Zunächst gelingt es ihm auch. Angst und Schrecken unter dem Gouverneur und seinen Leuten zu verbreiten, als immer mehr Soldaten von seltsamen Kreaturen gemeuchelt werden und keine Strafaktion Erfolg zeigt.

In seiner Not ruft er den über die Grenzen Spaniens hinaus bekannten Inquisitor Sebastian de Loup zur Hilfe, der scheinbar am Anfang nicht mehr kann, als großspurige Reden zu schwingen und nun wirklich einen Krieg zu entfesseln …

 

In erdigen aber realistischen Bildern erzählen die Künstler ihre Geschichte, die gerade die Europäer in einem schlechten Licht darstellt. Sie sind eigentlich die Bestien, die die Heimat des jungen Ego verheeren. Nur deshalb tut er das, was er tun muss und wird selbst zum Monster, um wenigstens etwas zu tun.<

Allerdings findet er in Sebastian de Loup einen üblen Gegenspieler. Der zeigt schon bald, dass er gerne mit allen Menschen spielt und die Natur eher ganz entfesselt – warum, das wird erst zum Ende hin richtig klar, auch wenn man schon früh ahnt, das er nicht ganz koscher ist.

Die Handlung ist vergleichsweise simpel und überschaubar – Grausamkeiten der Spanier erzeugen brutale und blutige Gegenmaßnahmen, der Ton ist rau, wie auch viele kleine Bilddetails zeigen.

So richtig los geht es aber auch erst mit dem Inquisitor, der das Gesicht eines Engels hat und wie eine Lichtgestalt wirkt, aber das ganz und gar nicht ist. Dagegen ergibt sich Ego immer mehr der Natur, ahnt aber nicht, dass er eigentlich viel mehr tun müsste.

Die Geschichte endet vorhersehbar, schließlich gibt die Vergangenheit das vor, was zurück bleibt ist aber ein angenehmes Gefühl des Gruselns und ein runder Abschluss, bei dem man vermuten kann, dass vermutlich eine Figur das verbindende Element werden könnte.

 

Alles in allem ist „Überleben ist alles!“ der erste Band von „Brutal Nature“ spannend erzählt und sehr intensiv von der Atmosphäre her, auch wenn man als erfahrener Leser von Anfang an ahnt, wie die Geschichte letztendlich ausgehen wird.

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Eure Meinung:

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Comic:

Brutal Nature 1: Überleben ist alles!

Autor: Luciano Saracino

Cover, Zeichnungen, Farbe: Ariel Olivetti

Übersetzung: Kerstin Fricke

Panini Comics, 03/2018

Vollfarbiges Hardcover-Album

 

ISBN-10: 3741606677

ISBN-13: 978-3741606670

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 21.04.2018, zuletzt aktualisiert: 02.06.2019 18:26