Catan (Nintendo DS)
 
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Catan (DS)

Rezension von Ralf Strohbach

 

Rezension:

Die Siedler von Catan gehört zu den populärsten Brettspielen in Deutschland. Mittlerweile ist das Spiel ein echter Klassiker, der mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und durch Spielerweiterungen stetig verbessert wurde.

 

Das Spielprinzip von Catan orientiert sich am klassischen „Die Siedler von Catan“. Jedes Spiel beginnt mit der Gründungsphase, in der jeder Spieler die Möglichkeit hat, zwei Siedlungen und Straßen zu bauen und sich damit strategisch günstige Positionen auf der Karte zu sichern, um Zugang zu den Rohstoffen der Insel zu haben. Bei diesen Rohstoffen handelt es sich um Holz, Lehm, Erz, Getreide und Wolle. Man hat die Möglichkeit mit seinen Mitspielern zu handeln, passiv oder aggressiv zu spielen und auf diesem Wege zu versuchen, die höchste Anzahl an Siegpunkten zu erreichen.

Der Spielablauf ist immer gleich, es kann jedoch zwischen einer Kampagne oder einem Einzelspiel gewählt werden. Im Rahmen der Kampagne steigert sich der Schwierigkeitsgrad, da die anderen Spieler zunehmend forscher agieren. Das Spielprinzip ist sehr eingängig und Spieler des Brettspiels werden mit der Nintendo DS-Umsetzung schnell zurecht kommen. Leider entwickelt sich nicht dieselbe Dynamik wie bei der klassischen Variante, was im Wesentlichen daran liegt, dass der Spieler relativ unbehelligt agiert – die künstliche Intelligenz (KI) handelt unverdrossen weiter und besiedelt die Insel ...

 

Die Grafik ist insgesamt eher als bescheiden zu werten. Die verschiedenen Charaktere, welche die Mitspieler verkörpern, sind zwar liebevoll gezeichnet und vermitteln ein geradezu nostalgisches Flair, doch die Spielkarte kann nicht überzeugen. Eingeteilt in die typischen Hexfelder, kann man zwar sofort die Zuordnung des einzelnen Feldes erkennen und sogar stufenlos hineinzoomen - besonders schön sieht das jedoch nicht aus. In der Perspektive, die dem Spieler die meiste Übersicht bietet, erscheint die Karte sehr starr und lieblos. Ein weiteres Manko sind die Aktionen. Egal was der Spieler machen möchte: handeln, würfeln oder ähnliches – stets muss man mit dem Stylus den Bildschirm berühren, da die Nutzung der vorhandenen Tasten keinerlei Auswirkung hat. Dadurch wird der Spielablauf gehörig in die Länge gezogen, zumal sich die Animationen auch nicht abschalten lassen. Die begleitende Musik ist eher beliebig und lädt den Spieler dazu ein, am besten gleich ganz auf die Soundausgabe zu verzichten. Der vorhandene Mehrspielermodus konnte nicht getestet werden, da hierfür zwei Exemplare des Spiels „Catan“ benötigt werden.

 

Fazit:

„Die Siedler von Catan“ gehört zu den Spielen, die im Original einfach am Besten funktionieren. Man merkt der Umsetzung streckenweise die hohe Detailverliebtheit an, jedoch entwickelt sich zu keinem Zeitpunkt ein wirkliches Spielgefühl, dass den Spieler packt und ihn dazu bringt, weiter zu siedeln, da man um jeden Preis gewinnen möchte. Somit stellt die Nintendo DS-Umsetzung dieses Klassikers einen netten Zeitvertreib dar, der jedoch nicht auf ganzer Linie überzeugen kann und für passionierte Brettspieler kein Ersatz darstellt.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202407132046006aa3f2a6
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DS-Spiel:

Catan

CDV Deutschland, 25. Juni 2009

 

ASIN: B001TUBQBC

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 17.07.2009, zuletzt aktualisiert: 21.10.2022 08:12, 8970