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Cave Troll

ein schnelles Brettspiel von Tom Jolly

Rezension von Ralf Steinberg

Trolle sind finstere Gesellen, die durch die Gegen streifen und dabei plündern und morden. Das kann recht einträglich sein. Da Trolle ein recht eindimensionales Finanzgefüge bevorzugen, werfen sie ihre Schätze am liebsten irgendwo in ihre Höhlen, um sich am Anblick der blitzenden Beute zu erfreuen.

Natürlich gibt es edle Helden, mutige Abenteurer aber auch Diebe und andere Monster, die entweder den Trollen ein Ende bereiten wollen, oder aber ihre Schätze einsacken wollen. Also auf in die Trollhöhlen, wo das Abenteuer wartet...

 

 

Cave Troll nimmt nicht viel Platz ein. Der Karton ist flach und etwas kleiner als Din A4. Als Spielsteine dienen kleine Pappmarken, das Spielfeld setzt man aus vier Puzzleteilen zusammen. Am Seitenrand befinden sich die Siegpunktanzeiger neben dem man ein dreieckiges Plättchen zur Anzeige des aktuellen Punktestandes legt.

Die Spielanleitung ist ein dünnes Heftchen in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch. Dennoch sind die Regeln einfach erklärt und ohne weiteres anzuwenden. Lediglich die Beschreibungen der einzelnen Monster- und Heldenmarken muss man sich anfangs öfter anschauen.

Jeder Spieler hat in seiner Runde vier Aktionen, die er entweder zum Ziehen einer seiner Monster oder Helden nutzt oder um ein Plättchen von seinem Stapel zu ziehen. Wenn ein Wertungsplättchen gezogen wird, kommt es zur Zwischenwertung. Dabei wird geschaut, welcher Spieler in den einzelnen Räumen der Trollhöhlen die Oberhand hat. Für diesen Raum erhält er den dort abgebildeten Goldwert. Um die entsprechende Zahl wird der Siegpunktanzeiger verschoben.

Sollte ein Monster auf einen Helden stoßen, kommt es je nach Art der Kontrahenten entweder zu einem Blutbad, das heißt einer der beiden wird vom Brett entfernt oder man muss fliehen. Besonders gefährlich sind die Trolle, da sie nicht mehr bewegt werden können und auch mehrere Helden gleichzeitig vernichten können. Aber auch die Helden der Spieler können gegeneinander antreten um die Hoheit in einem besonders ertragsreichen Raum mit dem Schwert auszufechten. Da man nie genau weiß, wann eine Zwischenwertung kommt, gibt es keine Ruhephasen. Schnell und mit aller Macht muss man die wichtigen Räumen erreichen und sichern. Leider ist die häufigste Heldenfigur, der Abenteurer, nicht in der Lage Kämpfe zu bestehen, so dass man nicht selten auf der Flucht ist. Damit bestimmt der Zufall einen großen Teil des Spielerfolges und macht es etwas erträglicher, wenn der fiese Gegenspieler einen Troll mitten in die eigene Heldengruppe setzt. Artefakte, die unterwegs zu finden sind, können entweder mit Gold aufgewogen werden oder aber durch ihre Effekte am Geschehen teilnehmen. Die Endwertung ist meist bis zum Schluss offen.

 

Fazit:

Cave Troll ist ein feines kleines Spiel für Zwischendurch, ohne größere Tiefe oder Raffinesse. Ausstattung und Aufmachung sind einfach, die Plättchen nicht immer gut zu unterscheiden. Sicher kein Spiel für regelmäßige Spieleabende, aber für zwischendurch und als Einstieg in ähnliche, aber komplexere Brettspiele bestens geeignet.

 

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Cave Troll

Autor: Tom Jolly

Grafik: Brian Schomburg, Thomas Denmark, Ed Bourelle, Patricio Soler

Verlag: Fantasy Flight Games (Heidelberger)

Erschienen: 2002

Altersvorgabe: ab 10 Jahre

Spielerzahl: 2 bis 4

Spieldauer: ca. 20 - 60 Minuten

Erhältlich bei: Amazon

weitere Infos

Cave Troll bei Fantasy Flight games


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Erstellt: 05.10.2005, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50