Comet Impact – Killer aus dem All (DVD)
 
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Comet Impact – Killer aus dem All (DVD)

Redakteur: Björn Backes

 

Inhalt:

Ein Kometeneinschlag in der Nähe der irischen Küste hält die Welt in Atem; mehr als 10.000 Menschen fallen der anschließenden Flutwelle zum Opfer, die ohne Vorwarnung mit dem Horror-Szenario konfrontiert wurden. Forscher Neil Gant reist vor Ort, um sich selber ein Bild von der Katastrophe zu machen und die Ursache des Einschlags zu entschlüsseln. Anhand von Satellitenbildern wird er dabei auf eine noch weitaus verheerende Bedrohung aufmerksam. Gleich eine ganze Kette von Kometen scheint in kürzester Zeit den Planeten heimzusuchen und dabei mit einer Wucht auftreffen, die dem 6000fachen der Hiroshima-Bombe entspricht. Gants Kollege Josh Hayden sieht in einem Nuklearschlag die einzige Möglichkeit, das Unglück abzuwenden bzw. überhaupt eine Chance, die Apokalypse zu vermeiden. Der Doktor hingegen plädiert für eine Massenevakuierung, da die Abwehrkörper möglicherweise sämtliche Möglichkeiten auf das Fortbestehen des Lebens ausradieren könnten. Der 8.August, jener Tag, an dem der Komet aller Voraussicht nach, einschlagen wird, rückt unaufhaltsam näher. Und während die Verzweiflung und die Unentschlossenheit über das weitere Vorgehen tagtäglich reifen, entwickelt sich in den Reihen der Forscher eine Art Konkurrenzkampf, die der Welt auch die letzten bestehenden Chancen zu nehmen scheint.

 

 

Rezension:

Nicht zuletzt durch die verheerende Flutkatastrophe in Thailand vor nunmehr drei Jahren ist das Interesse bzw. die Furcht vor apokalyptischen Szenarien in allen Bevölkerungsschichten wieder präsent geworden. Diese Tatsache ging natürlich auch an der Filmindustrie nicht spurlos vorüber, wobei vor allem übergreifende Dokumentationen und veranschaulichte Katastrophenszenarien mitsamt der möglichen Vorbeugung thematisiert wurden. In „Comet Impact – Killer aus dem All“ wird indes eine alt bekannte Bedrohung von Neuem aufgegriffen, die aber der Wissenschaft zufolge in ferner Zukunft sicherlich wieder ein gewichtiges Thema sein wird: Der Einschlag eines zerstörerischen Kometen. Regisseur Keith Boak hat sich ein derartiges Szenario für eine Art Was-wäre-wenn-Dokumentation im Rahmen eines Spielfilms zunutze gemacht, der jedoch trotz seiner fiktiven Darstellung reichlich authentisch wirkt und die Auswirkungen einer solchen Bedrohung durch die teils heftigen Schaubilder in all seiner Brachialität transparent macht. Und noch viel wichtiger: Der Film zeigt bisweilen die Ohnmacht von Spezialeinheiten, die selber noch lange nicht auf einen solchen Einschlag vorbereitet und absolut damit überfordert sind, adäquat auf die Bedrohung aus dem All zu reagieren.

 

Unterdessen ist die Mischung aus dokumentarischen Inhalten und einer fiktiven Storyline wirklich gut gelungen. Der Fokus des Streifens liegt zwar vornehmlich auf der Analyse und der Diskussion über die Bekämpfung des Kometen, lässt jedoch auch Freiräume für einen kleinen Nebenplot um die leider etwas schwach ausgeprägten Charaktere, die letztendlich nur Teil des Ganzen, in ihrer Darstellung jedoch sicherlich ersetzbar sind. Wenngleich die Hauptdarsteller in ihrer Rolle schon eine recht gute Figur abgeben. Dass ganz nebenbei jedoch auch noch eine kleine Liebelei entsteht, um den ernsten Hintergrund des Streifens ein wenig aufzulockern, ist an dieser Stelle ein wenig unpässlich, zumal die auch nur nebenher aufgearbeitete Geschichte nicht so recht mit dem Forschungsdrang, der dem Ganzen zugrunde liegt, harmonieren möchte. Gerade in dieser Hinsicht wäre es förderlicher gewesen, man hätte sich doch aufs Wesentliche beschränkt!

 

Dennoch blüht das eigentliche Spektakel gerade in den erschreckenden Schaubildern einer möglichen Katastrophe richtig auf. Die Reaktionen der Menschen, die prickelnde Atmosphäre, ja das gesamte Drama werden glaubwürdig und mit beängstigender Authentizität wiedergegeben. Darüber hinaus distanziert man sich wohlwollend von bombastischen Effekten und reißerischen Bildern, sondern beschränkt sich in erster Linie auf die nüchternen Fakten, die allerdings ihrer Dramatik nicht entbehren. Alleine schon die Bilder des ersten Tsunami vor der irischen Küste sprechen Bände und übersteigen partiell sogar die Vorstellungskraft des unbeleckten Zusehers, könnten dementsprechend als Einleitung für ein bevorstehendes Horror-Szenario kaum prägender sein. Diese Aspekte sind es schließlich auch, die den Film trotz der vereinzelten Kritikpunkte im schauspielerischen Bereich so sehenswert machen.

 

Fazit:

„Comet Impact“ ist mitnichten ein episches Hollywood-Feuerwerk, sondern in erster Linie ein authentisch inszeniertes Doku-Drama mit erschreckenden Bildern, beängstigenden Visionen und dies alles auf Basis von fundierten Analysen. Zwar mag das Ganze nicht so heroisch konstruiert sein wie meinetwegen der Bestseller-Blockbuster „Armageddon“, jedoch ist der Entertainment-Faktor mitunter auf gleichem Level. Und das will sicherlich etwas heißen!

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240418161919d6b1df9c
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DVD:

Comet Impact – Killer aus dem All

Großbritannien 2007

Regisseur: Keith Boak

WVG Medien GmbH/Polyband, 18.01.2008

Bildformat: 1,78:1 anamorph

Sprache: Deutsch, Englisch

FSK: 12

Spieldauer: 97 Minuten

 

Darsteller:

James Wilby

Krystie Mitchel

Solimeno Chritian

 

ASIN: B000XUEW0Q

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 17.02.2008, zuletzt aktualisiert: 16.03.2023 18:04, 5842