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Constantine – Der Funke und die Flamme von Ray Fawkes und Jeff Lemire

Rezension von Ingo Gatzer


 

Rezension:

Als Comic-Genie Alan Moore („V wie Vendetta“, „Watchmen“) vor fast drei Jahrzehnten in der Horror-Serie „Swamp Thing“ den Magier John Constantine einführte, war noch nicht abzusehen, wie erfolgreich diese Figur – die es später auch ins Kino schaffte - werden würde. Nachdem der „Hellblazer“ - wie der Magier auch genannt wird - sogar eine eigene Serie erhielt, die bis 2013 immerhin 20 Jahre bzw. 300 Hefte lang bei Vertigo erschein, gibt es auch für „Constantine“ im neuen DC-Universum nun einen Neustart. „Constantine – Der Funke und die Flamme“ enthält die ersten fünf Bände der neuen Reihe.

 

John Constantine ist mal wieder in Schwierigkeiten. Er muss nicht nur ein mächtiges magisches Artefakt dem Angriff skrupelloser Magier entziehen, sondern soll auch zum Ziel göttlicher Rache wegen seiner Verfehlungen werden. Und dann muss er auch noch ausgerechnet nach London – die Stadt, die ihn kalt machen will. Zudem ist ein haitianischer Voodoo-Zauberer wenig davon angetan, dass der Hellblazer ihn bestohlen hat. Gut, dass Constantine immer noch einen Trick auf Lager hat, wenn es eng wird, und sich nur an seine eigenen Regeln hält.

 

DC hat als Autoren für „Constantine“ die Kanadier Ray Fawkes und Jeff Lemire gewonnen. Fawkes war bereits sowohl für den Eisner als auch den Harvey Award nominiert und arbeitet mit seinem Kumpel, der ihn zu DC holte, unter anderem an „Justice League Dark“. Sie legen die Hauptfigur so an, wie Fans sie kennen und lieben – als zynischer und cooler Antiheld. Zudem kreiert das Duo immer wieder packende Spannungsbögen. Es deutet sich außerdem an, dass der „Hellblazer“ wohl stärker als zuvor im DC-Universum verankert werden wird. In diesem Zusammenhang bietet die Episode „Donnerschlag“ etwa ein „Trinity-War“-Zwischenspiel in dessen Mittelpunkt Captain Marvel steht.

 

Die visuelle Gestaltung von „Constantine“ obliegt maßgeblich - nur im vierten Heft springt Fabiano Neves ein - Renato Guedes. Das erweist sich als gute Wahl, zumal der in Brasilien lebende Künstler als Zeichner von Heldenfiguren - von A wie Avengers bis zu W wie Wolverine - bereits reichlich Erfahrung hat. Die oft düstere und manchmal blutige Optik wirkt stimmig. Bei der Gestaltung der Hauptfigur müssen Fans keine Experimente befürchten. Natürlich tritt der kettenrauchende Magier im Trenchcoat, zerknittertem Hemd, mit Krawatte und Drei-Tage-Bart auf. Allerdings hätte das Minenspiel der Hauptfigur gerne etwas abwechslungsreicher gestaltet werden dürfen. Ansprechend zeichnet Guedes Contantines Ankunft in London, bei der das durch die Straßen von Englands Hauptstadt jagende Auto sogar die Panelgrenzen durchbricht, was den dynamischen Effekt noch einmal steigert. Immer wieder sind Bilder auch sehr detailreich gestaltet – so gibt es etwa in Constantines Zimmer einiges zu entdecken. Bei Zatanna - der „Freundin“ des „Hellblazers“ - hat sich der Künstler offensichtlich an Lucy Lawless („Xena“) orientiert.

 

Als Bonusmaterial enthält der Band nicht nur am Ende Cover der einzelnen Ausgaben, sondern auch ein Interview mit „Constantine“-Autor Ray Fawkes sowie einige weitere Informationen rund um den „Hellblazer“ („Bannsprüche“) und die Macher – absolut vorbildlich.

 

Fazit:

Mit „Constantine – Der Funke und die Flamme“ gelingt dem „Hellblazer“ ein starker Neustart, der alten Fans gefallen und der Serie neue Anhänger verschaffen dürfte.

 

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Comic

Batman. Erde Eins

Autoren: Ray Fawkes und Jeff Lemire

Zeichner: Renato Guedes und Fabiano Neves

Erscheinungsdatum: März 2014

Panini - 116 Seiten - Softcover

ISBN-10: 3862018695

ISBN-13: 978-3862018697

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 31.03.2014, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:40