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Crash of the Titans (NintendoDS)

Rezension von Markus K. Korb

 

Mit meinen schlaksigen Beinen katapultiere ich mich hoch hinauf in die Luft, wirbele um mich selbst und packe mit den Händen zu.

Geschafft!

Endlich habe ich die schwarzgähnende Kluft überwunden und hänge nun an einem Vorsprung des Felsengesimses. Ich hangele mich daran entlang und springe an einer geeigneten Stelle nach oben. Dort erwarten mich schon einige Gegner. Es sind mutierte Affen, die mich unter irrsinnigem Gekreische als chaotisches Gemenge angreifen. Voller Panik hüpfe ich über sie hinweg, drehe mich dann aber um und trete ihnen mutig und wild entschlossen entgegen.

Hier ein Schlag, dort ein Fußkick und schon reihen sich tanzende Sterne kreisförmig um die bewusstlos nickenden Affenköpfe.

Bald schon gelange ich durch eine Tür in das angrenzende Areal, wo mich ein aufrechtgehender Wal mit Hilfe seiner Zunge attackiert. Keine Bange, ich habe schon weitaus Merkwürdigeres gesehen, da wirft mich ein zweibeiniger Wal mit Zungenattacke nicht mehr aus der Bahn.

Aber ich habe noch einen langen Weg vor mir, um das Inselreich vor alle den mutierten Tieren zu retten...

 

Lange Zeit war es still um die Figur des aberwitzigen Fuchses, der sich in die tollsten Abenteuer verstrickte. Aber nun ist er wieder da – Crash Bandicoot! Das Entwicklerteam „Amaze Entertainment“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die beliebte Spielfigur wieder zum Leben zu erwecken und Sierra Entertainment gab den Entwicklern die Möglichkeit dazu. Ob Crash Bandicoot noch immer so sauber spielbar ist?

 

Hintergrundstory:

In seinem neuesten Game dreht sich alles um Dr. Neo Cortex, der die Wumpa-Inseln unterjochen möchte, wo Crash Bandicoot lebt. Diese Tatsache gefällt Crash aber nicht. Und dass dabei die Tiere zu mutierten Monstern umgewandelt werden, passt Crash erst recht nicht. So macht er sich auf, um die Inseln zu befreien und dabei die Gefangenen ebenfalls herauszuschlagen.

„CRASH OF THE TITANS“ ist ein Jump-And-Run-Spiel der jüngsten Generation, das mit allerlei Next-Gen-Gimmicks gespickt ist.

 

Gameplay und Steuerung:

In der Außenperspektive steuert man Crash Bandicoot durch die Levels. Dabei benutzt man natürlich das Steuerkreuz sowie die Funktionstasten, aber es kommen ab und an auch außergewöhnliche Möglichkeiten zur Steuerung ins Spiel. So kann man später auch eine Angriffsfunktion auslösen, indem man kräftig ins Mikrophon des Nintendo DS pustet. Das macht Spaß und bringt Abwechslung.

Ebenso findet der Touchscreen Verwendung, wenn man in speziellen Levels ihn zur Lenkung einsetzen muss.

Crash steuert sich butterweich durch die bunten Level. Ab und an sind Kameraperspektiven ungünstig gewählt, so dass Crash Bandicoot halb hinter einem Felsstück verschwindet. Doch glücklicherweise sind diese Stellen rar.

Mehrere Inseln gilt es zu erkunden. Diese sind wiederum in zwei große Level-Abschnitte unterteilt, welche unterschiedliche Arten des Gameplays erfordern. Crash Bandicoot hat alle Hände voll zu tun, bis er alle Tiki-Masken befreit und die Edelsteine eingesammelt hat, welche in Summe einen Boss-Gegner-Kampf freischalten.

Zudem spielt man nicht ausschließlich Crash Bandicoot, sondern auch Nina, die Nichte des Oberfieslings Dr. Neo Cortex. Auf diese Weise schlüpft man in die Haut einer Antagonistin und soll nun ihrerseits harmlose Tiere zu Monster umwandeln.

Crash kann nicht nur Standard-Schläge oder Tritte austeilen, sondern kann die Kontrolle über andere Tiere übernehmen, indem er auf ihren Rücken springt, sobald sie drohen bewusstlos zu werden. Nun mag Crash die Sonderschläge dieser Tiere nutzen.

Auch kann Crash mit Hilfe der gesammelten Mojo-Kugeln sich aufrüsten. An bestimmten Automaten (Evolutionskiosk) tauscht der Spieler Kugeln gegen Fähigkeiten oder Gegenstände. Diese Fähigkeiten reichen von simplen Schlagverstärkern bis hin zu Spezialattacken. Die Gegenstände sind beispielsweise ein Unbesiegbarkeits-Trank oder Nitroglyzerin, was bei Gebrauch eine Schockwelle gegen die Feinde aussendet.

 

Grafik und Sound:

Immer wieder erstaunlich ist es, was die Grafikprogrammierer in den einzelnen Entwicklungsstudios aus dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Handheld Nintendo DS hervorzuzaubern verstehen.

Die Grafik in „CRASH OF THE TITANS“ ist sehr detailliert und steckt voller spritzig-witziger Ideen. Ihre Buntheit könnte manchen Puristen abschrecken, wirkt aber auf ihre eigene Weise verspielt kindlich, was vor allem in Zusammenhang mit den putzigen Animationen von Crash und seinen Gegnern besonders zur Geltung kommt.

Die Soundeffekte des Spiels sind passend. Sie rangieren von Slapstick-Sounds wie Hupen, Klingeln, etc. bis hin zu gesprochenen Dialogen, Tierlauten und Umweltgeräuschen. Die im Hintergrund mitlaufende Musik wird nicht dröge oder gar langweilig. Kurz bevor sie in Monotonie zu fallen droht, gelingt ihr mit einem Kunstgriff der Wechsel der Harmonie und Stimmungslage.

 

Fazit:

„CRASH OF THE TITANS“ ist ein Spiel für lange Winterabende. Hier ist man nicht in wenigen Stunden zu Ende, sondern darf sich auf mehrere Sessions mit Crash Bandicoot freuen.

Das Spiel ist äußerst abwechslungsreich und bietet neben reinen Jump-And-Run-Szenen auch Bosskämpfe, Rennabschnitte, Alternativlevel und vieles mehr. Die Möglichkeiten, dass man Crash nahezu rollenspielartig mit verschiedenen Gerätschaften und Fähigkeiten ausstatten kann, sofern man genügen Mojo (Mana) – Kugeln gesammelt hat, bringt Tiefe ins Spiel.

„CRASH OF THE TITANS“ beweist, wie kurzweilig ein intelligent und spaßig aufgemachtes Jump-And-Run sein kann, auch in heutigen Zeiten.

 

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Crash of the Titans

von Vivendi Games Deutschland GmbH

Plattform: NintendoDS

USK-Einstufung: Freigegeben ab 6 Jahren gem. 14 JuSchG

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 10.12.2007, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47