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Dark Souls 2: Der Todeshauch des Winters

Rezension von Christel Scheja

 

Die Comic-Miniserien von „Dark Souls“ basieren auf der erfolgreichen Videospiel-Reihe von Bandai für die Playstation und erzählen mehr oder weniger immer die gleiche Geschichte: Krieger die nichts mehr zu verlieren haben kämpfen sich durch eine eisige Welt voller Gefahren, nur um am Ende ihr Schicksal zu erfüllen. Das ist vor allem in „Der Todeshauch des Winters“ der Fall.


Andred ist ein kampferprobter Recke, der schon so manche Schlacht geschlagen und viele Gegner besiegt hat. Ein Eid macht ihn ruhelos, deshalb ist es um so schlimmer, dass er in einem heruntergekommenen Schloss festsitzt und tagtäglich – immer und immer wieder – gegen ein Monster kämpfen muss, das über Nacht wieder zum Leben erwacht.

Aber er ist nicht bereit so schnell aufzugeben und endlich gelingt ihm die Flucht, die ihn noch tiefer in das eisige Reich hinein führt, in das er auf seiner Suche geraten ist. Aber er weiß, irgendwo hier ist auch der Bastard, der ihm seine Ehre genommen und etwas gestohlen hat, das er um jeden Preis zurück haben muss.

Dafür wagt er es auch einen gefährlichen Pakt mit einem undurchsichtigen Herrscher dieses Landes einzugehen … um an den Ort zu gelangen, an dem sie beide ihr Verlangen stillen wollen – auch wenn es bedeutet, die eisige Herrin zu vernichten, die über die sie alle gebietet.


„Dark Souls“ ist eine Serie der schönen Bilder und epischen Kämpfe, bei der die Handlung selbst eher dünn ist. Denn auch der zweite Band „Der Todeshauch des Winters“ läuft nach einen ähnlichen Schema ab wie der Erste. In diesem Fall ist es eben nur ein männlicher Held, der nichts mehr zu verlieren hat und sich durch den Wunsch nach Rache und dem Zurückgewinnen seiner Ehre am Leben erhält, keine Frau, die ohnehin im Sterben liegt.

Wie zu erwarten war, schafft es die Hauptfigur, sich aus seiner misslichen Lage zu befreien und weiter zu kämpfen, dabei mehr über das Land und seine Bewohner zu erfahren – Dinge, die ihm nützlich werden können, um sein Ziel zu erreichen. Nur ob er damit glücklich wird – das steht auf einem anderen Blatt.

Die Zeichnungen von Alan Quar sind sehr lebendig und durch die Farben Stimmungsvoll und atmosphärisch. George Mann hingegen erzählt eine mittelmäßige aber durchaus solide Geschichte, die man lesen kann, aber nach Abschluss der Lektüre auch schnell wieder vergessen hat, zu sehr gleicht sie Standard-Abenteuern.

Ähnlich sieht es mit den Figuren aus, auch sie bleiben eher Archetypen, die einen bestimmten Zweck erfüllen, als dass sie überhaupt ein Profil entwickeln. Immerhin muss man kein Vorwissen mitbringen, die Handlung ist in sich geschlossen und führt eher in die Welt ein, als dass sie Kenntnisse über sie verlangt.


„Der Todeshauch des Winters“, der zweite Band der „Dark Souls“-Saga spricht neben Fans des Spiels sicherlich auch Freunde epischer dunkler Fantasy an, die in erster Linie schöne und dynamische Bilder mögen, in denen Helden, Feinde und deren epische Kämpfe atmosphärisch dargestellt werden. Mehr sollte man aber auch von dieser Miniserie, die immerhin sich geschlossen ist und keine Vorkenntnisse braucht, nicht erwarten.

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Eure Meinung:

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Comic:

Dark Souls 2: Der Todeshauch des Winters

Original: Dark Souls: Winter‘s Spite, USA, 2017

Autor: George Mann

Zeichnungen: Alan Quah

Farben: Komikaki Studios

Übersetzer: Mick Schnelle

Panini Comics, 09/2018

Taschenbuch, 112 Seiten

 

ISBN-10: 3741609188

ISBN-13: 978-3741609183

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 08.10.2018, zuletzt aktualisiert: 07.04.2019 17:49